Frankenstein (1931)

    • Frankenstein (1931)



      Originaltitel: Frankenstein
      Land / Jahr: USA / 1931
      Altersfreigabe: FSK 16
      Regie: James Whale
      Produktion: Carl Laemmle Jr.
      Kamera: Arthur Edeson, Paul Ivano
      Schnitt: Clarence Kolster
      Spezialeffekte: John P. Fulton
      Budget: ca. 291.000 $
      Musik: Bernhard Kaun
      Länge: ca. 71 Minuten
      Drehbuch: Mary Shelley (Roman), Peggy Webling, John L. Balderston, Francis Edward Faragoh, Garrett Fort, Robert Florey, John Russell
      Darsteller : Colin Clive, Mae Clarke, John Boles, Boris Karloff, Edward Van Sloan, Frederick Kerr, Dwight Frye, Lionel Belmore, Marilyn Harris, Ted Billings, Arletta Duncan, Francis Ford, Mary Gordon, Soledad Jiménez, Michael Mark


      Inhalt:

      Boris Karloff ist in diesem Film das wohl unvergesslichste alle Leinwand-Monster. Von vielen wird Frankenstein als der größte Horrorfilm aller Zeiten betrachtet. Dr. Frankenstein (Colin Clive) wagt es, mit Leben und Tod zu experimentieren und erschafft ein menschliches Monster aus toten Körperteilen. Aber die Träume des Doktors werden durch die gewalttätigen Wutausbrüche seiner Kreatur zerstört, die in einer Welt erwacht, in der sie nicht willkommen ist. Regisseur James Whales Adaption des Romans von Mary Shelley mischt Verfall und Verderben mit gruseliger Lyrik. Boris Karloff in der Rolle, mit der er für immer in Verbindung gebracht werden wird, bietet das mitleiderregende Porträt einer Kreatur auf der verzweifelten Suche nach einer Identität.


      Trailer:



      Meinung:



      Das ist wohl der Klassiker des Horrorfilms überhaupt. Und anders wie bei Dracula gibt es hier wohl auch keine 2 Meinungen, welches der beste Darsteller ist. Boris Karloff ist das einzig wahre Monster von Dr. Frankenstein. Seine Darstellung des Monsters ist einfach nur als absolut brillant zu bezeichnen. Das aus Leichenteilen zusammengesetzte Monster und der name des Darstellers sind hier untrennbar miteinander verbunden.

      Auch dieser Klassiker besticht durch seine einzigartige Atmosphäre, die eigentlich alle Horrorklassiker dieser Zeit auszeichnet. Die Atmo ist so wunderbar dicht, da könnten sich so einige Filme der heutigen eine Scheibe von abschneiden. Natürlich wirkt der Film in der heutigen Zeit nicht mehr unbedingt gruselig oder angsteinflössend, aber damals sah das sicherlich ganz anders aus.


      Jedenfalls übt der Film auch heute noch eine unglaubliche Faszination auf den Zuschauer aus und hat im Laufe der Jahrzehnte nichts von seinem Reiz verloren, denn es macht immer wieder Spaß, sich dieses Meisterwerk anzusehen.

      Das populärste Filmmonster aller Zeiten hatte auch etliche Neuverfilmungen, aber ich binder Meinung, das keine auch nur annähernd an das Original herankommt. Die spätere Darstellung von De Niro in Mary Shelleys Frankenstein kann man als sehr gelungen ansehen, aber trotz allem ist sie kein Vergleich mit dem brillanten Boris Karloff.





      [film]10[/film]
      Big Brother is watching you
    • RE: Frankenstein (1931)

      Wie konnte ich den bisher noch nicht bewerten? Als Kind hab ich mir schon vor Sciss in die Hosen gemacht. Boris Karloff ist Frankenstein, so wie kein anderer, ganz klar. Was für eine Story, was für eine Gänsehautatmosphäre! Genial ! [film]10[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Herbert Frankenstein, ein ehemaliger Anatomiestudent an einer Universität und wohlhabender Sohn des Baron Frankenstein ist fixiert darauf aus toten Menschen neues Leben zu schaffen und bedient sich dabei zuvorgestorbenen Menschen. Weil er aufgrund seiner inhumanen Experimente zuvor der Universität verwiesen wurde, bedient er sich mithilfe seines etwas zurückgebliebenen Assistenten Fritz an Leichen aus Gräbern, Erhängten und lässt seinen Fritz guterhaltene Gehirne aus der Universität stehlen. Sein Objekt, sein neuer Mensch scheint perfekt, doch Fritz stiehlt das Gehirn eines Schwerverbrechers und sein neues Wesen scheint ein mordgieriges Monstrum zu sein. Seine Lage, seine Liebe zu seiner baldigen Frau scheint sich zuzuspitzen und es entfacht sich ein Aufstand unter den Einwohnern, nachdem es viele Opfer gab.

      Das Ungeheuer Frankensteins, eine Horrorfigur, die wie keine andere so bekannt, berühmt und oftmals kopiert wurde, fand in diesem Universalfilm der 30er seinen grossen Anfang, nachdem auch schon in 2 Kurzfilmen zuvor, der Stoff von Mary Sheillys Geschichte abgehandelt wurde. Frankenstein, der intelligente und überaus motivierte Anatomist, der völlig entgleist von humanen Denken davon motiviert ist, den Tot zu überwinden und neues Leben zu schaffen, dient in jener Geschichte als legendär und fand danach zuhauf Nachahmer. Kein anderer Horrorfilm, mal abgesehen von dem, im gleichen Jahre entstandenen Dracula gilt als so bekannt und wegweisend, keine andere Horrorfigur sollte ein ganzes Jahrundert Filmgeschichte so bereichern, inspirieren und prägen, wie diese. Die Darstellung des Monsters, die Maske mit den zwei Knöpfen an beiden Halsseiten an Boris Karloff ist jedem bekannt, spricht man von Frankenstein, denkt man an diese Maske, auch wenn fälschlicherweise viele bei Frankenstein nur an das Monster, anstatt dem Schöpfer denken. Doch welche Faszination und welch positiven Aspekte kann dieser Film, 78 Jahre danach noch ausüben, mal von dem nostalgischen Charme abgesehen?

      Deutlich ist auf jeden Fall, dass die komplette Inszenierung wohl niemanden mehr aus dem Hocker reissen, schockieren oder gruseln wird, ohnehin ist das Ungeheuer als Wesen, vielmehr eine entstellte, verkümmerte und bemitleidenswerte Kreatur, die aus Leid zu Fehlentscheidungen tendiert und eben nicht aufgrund seines "schlechten" Gehirns auf wahllose Mordtour geht. Das Monster handelt instinktiv, eben weil es sich in seiner neuen Welt aus Gefühlen, Liebe und Hass nicht zurecht findet. Das alles findet seinen Ursprung, als der gebeutelte Assistent Fritz, ein krummer und höriger Narr das Monster zu foltern und zu unterdrücken versucht. Eine Handlung des Assistenten, die als solche zu interpretieren ist, dass der schwache Assistent sich an einer noch schwächeren und noch deutlich bemitleidenswerteren Person beweisen und profilieren will. Allein diese Szenen weisen auf die Grundthematik und den alleinigen Hintergedanken dieses Filmes hin, natürlich kann jeder in einem Film, die Botschaft für sich selbst definieren, klar sein sollte aber, dass der Film Frankenstein, wie kein anderer, zu jener Zeit, die Beziehung des Todes zum Leben und der Liebe am deutlichsten widerspiegelt.
      Jedoch mag man aus heutiger Sicht erkennen, dass sich der Filme oftmals selbst Steine in den Weg legt. Die Schauspielkünste sind grundlegend solide, jedoch ist zu verzeichnen, dass vieles entweder zu oberflächlich und oftmals zu platt inszeniert wurde, dass die Bindungen, Beziehungen und Charakterzüge der einzelnen Personen zu wenig Dramatik versprühen, aus heutiger Sicht natürlich schwer bewertbar, da der Film als solches schon ziemlich staubtrocken ist. Einen Score vermisst der Film gänzlich, was der Spannung vehement Abbruch tut, vieles wird wie gesagt angespielt aber nicht ausreichend ausgearbeitet, und trotzalledem sind aufgrund kurzer 67 Minuten Spielzeit die ein oder anderen Längen im Plot zu verzeichnen. Klar, der Film gilt als Grundstein, berechtigt auch, dass er viele Nachahmer fand, aber aus heutiger Sicht entäuscht er leider in sehr sehr vielen Belangen. Die Inszenierung des Ungeheuers, mit seinem schlürfenden Gang, seinem Gestöhne mag man in moderneren Filmen wohl vielmehr als Trash definieren, die kargen Kulissen und wenigen realen Drehorte geben dazu ihr übriges hinzu, wenn auch der Film freilich sicherlich absolut kein Trash ist. Die Kulissen des Friedhofes, der Hügellandschaft und viele mehr sind mehr als bescheiden gebaut, versprühen aber vielleicht deswegen unendlichen Charme, Atmosphäre wird in besagten Szenen verdammt gross geschrieben, vorallem die Austattung Frankensteins Labor mag wohl zu seiner Zeit mehr als kostspielig gewesen sein. Die Kamerarbeit ist gekonnt, wenn auch vieles darunter sehr sehr statisch wirkt und wenig experimentiert wird, ist es schon erstaunlich, dass man zu besagten Drehstil keine grossen Unterschiede zu heutiger Zeit aufweisen lässt. Insgesamt fühlt man sich eher nicht in einem Film, der 1931, wohlgemerkt vor dem 2. Weltkrieg das Licht der Welt erblickte.

      Fazit:
      Trotz seiner Schwächen, die der Film heute aufweisen muss, ist er in aller seiner Inszenierung ein Meisterwerk, ein Film, der bis dato nicht dagewesen und ein ganzes Genre begründet hat und vielen anderen Nachahmern als Inspiration diente. Zum Glück, gibt es denn freilich viel viel bessere Interpretationen des Stoffes, mal von der exzellenten Maske Boris Karloffs abgesehen. Atmosphärisch, vielschichtig, angenehm dramatisch und wohlgemerkt nostalgisch charmant.

      [film]7[/film]
    • DER Frankenstein schlechthin. Boris Karloff gab diesem brutalen(?) Mosnter was menschliches. Das ist eine der wenigen Filme wo man mit dem Bösen trauert und fiebert. Man kann auch EMotionen sehen
      "ich kenne nur 2 vernünftige Menschen: Markus am Morgen und Markus zu Mittag" :6: :6: :6: :6:

      jedes Mal wenn wir essen, machen wir eine Wahl unseres Essens. Bitte entscheiden Sie sich für vegetarisches Essen. Tun Sie es für die Tiere, die Umwelt und für Ihre eigene Gesundheit.
    • Ebenfalls ein Meisterwerk des Horrors, was in TV, Film und Zeitung vielfach kopiert wurde. Boris Karloff als Das Monster gefällt mir besonders gut. Man könnte ihn auch als einen "Urvater des Zombie-Walks" nennen, denn seine Gesten haben sehr viel mit späteren Zombies gemeinsam, sei es die ausgestreckten steifen Arme oder das hölzern wirkende Gehen.
      Der ganze Film wirkt durch und durch gruselig. Die Atmosphäre kommt in schwarz/weiß besonders gut zum Schein. Es hat sich allerdings ein Filmfehler eingeschlichen: Als Dr. Frankenstein das Monster zum dach durch die Luke fährt, fällt kein Regen durch dieses, obwohl es draußen in Strömen gießt.
      Vieles wurde hier sicherlich schon erwähnt. Als einzigen Kritikpunkt habe ich anzumerken, dass mir die "Identitätsfindung" des Monsters zu kurz kam. Man sah sicherlich die Reaktion auf Folter (siehe die Figur des Fritz) und auch die Unbeholfenheit, Einfachheit sowie der Naturtrieb des Monsters. Doch hätte ich mir vielleicht einige Szenen mit Spiegelbildern oder Fotos erhofft.

      [film]9[/film]
      "Menschen erschaffen gerne Monster. Und Monster ... zerstören eben ihre Schöpfer.!"

      Harlan Wade, F.E.A.R.
    • Originaltitel: Frankenstein
      Land / Jahr: USA / 1931
      Altersfreigabe: FSK 16
      Regie: James Whale
      Produktion: Carl Laemmle Jr.
      Kamera: Arthur Edeson, Paul Ivano
      Schnitt: Clarence Kolster
      Spezialeffekte: John P. Fulton
      Budget: ca. 291.000 $
      Musik: Bernhard Kaun
      Länge: ca. 71 Minuten
      Drehbuch: Mary Shelley (Roman), Peggy Webling, John L. Balderston, Francis Edward Faragoh, Garrett Fort, Robert Florey, John Russell
      Darsteller : Colin Clive, Mae Clarke, John Boles, Boris Karloff, Edward Van Sloan, Frederick Kerr, Dwight Frye, Lionel Belmore, Marilyn Harris, Ted Billings, Arletta Duncan, Francis Ford, Mary Gordon, Soledad Jiménez, Michael Mark




      Dr. Frankenstein will einen lebenden Menschen erschaffen. Dazu benötigt er Leichenteile die er zusammen mit seinem Assistenten Fritz „auf dem Friedhof entwendet“. Das Gehirn soll Fritz allein in der Universität stehlen, dabei unterläuft ihm ein Fehler der fatale Folgen hat.

      Die erste Tonverfilmung von Mary Shelleys Roman beginnt mit herrlichen Bildern auf einem Friedhof. Eine heute vielleicht sehr minimalistische Umsetzung die jedoch zur Entstehungszeit definitiv für ein Unbehagen beim Publikum gesorgt hat. Das Gleiche wird allerdings auch der heutige Filmfreak empfinden, da er mit anderen Augen an solche Werke geht und sein Empfinden wesentlich feinfühliger ist als das des Otto Normalverbrauchers der Gegenwart.

      Die Bilder die James Whale in seinem Film präsentiert haben Geschichte geschrieben. In jeglichen Analysen zur Entstehung des Horrorfilms tauchen diese auf und werden als unverzichtbare Requisiten gethront. Entsprechend liebevoll ausgewählte Kulissen sind die Basis für ein Kameraspiel das von Schatten, Regen und Gewitter begleitet wird.

      Die Darsteller leben von einer unverzichtbaren Theatralik, die sich auch sehr in deren Gesichtszügen niederlässt. Film und Theater war einst nicht weit auseinander und ein Mime wesentlich geschulter als in späteren Zeiten.

      Neben dem besessenen Frankenstein fällt innerhalb der Darstellerriege sein buckliger Assistent Fritz auf. Fritz, eine arme hörige Seele die sich Frankenstein unterwirft und seinen Hass an Frankensteins Kreatur freien Lauf lässt. Fritz ist ein wichtiger Begleiter für Frankenstein, da er für ihn die Drecksarbeit erledigt.

      Um die Geschichte bedrohlicher zu zelebrieren zeigt Whale uns ein feierndes Dorf, das von Seppeln und Schuhplattlern beherrscht wird. Eine Art ländliches Picknick das von einem Monster überfallen wird. Whale zeigt dem Zuschauer auf diese Weise, dass eine Geschichte überall passieren kann. Fakt ist allerdings, dass der Film die Frage nach dem eigentlichen Monster offen lässt:

      Ist es nun sein Schöpfer, ist es die Kreatur oder ist es der ländliche Mob?

      Fazit: Sehr gut gefilmter Wegbereiter des Horrorkinos.

      8/10
    • Wie gut für mich das so etwas früher regelmäßig im Fernsehen lief und meine Eltern ein Restaurant hatten so das ich freien Zugang zum Fernseher nach Kontrollbesuchen hatte.
      Ich kann auch heute nicht einen einzigen winzigen Punkt finden den ich hier abziehen würde.
      Die Szene in der das Monster das kleine Mädchen trifft ist für mich bis heute eine der furchtbarsten Kinomomente ever.
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Sollte diesen wunderbaren Klassiker mal wieder schauen. Mittlerweile lange her und ich habe immer noch sehr viele einzelne Fetzen verinnerlicht. Seltenheit solche Filme, die langfristig so haften wie dieses Meisterwerk.
    • Ich könnte dir den von Minute 1 bis Ende hin komplett erzählen.
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Wirklich sehr starker, eindrucksvoller Film. [film]9[/film]
      I'm the cool dad. That's my thing. I'm hip. I surf the Web. I text. LOL: laughing out loud. OMG: Oh my God. WTF: Why the face? Um you know, I know all the dances to High School Musical so..

      [ Dienstag | 23:48 ] <Anyu> also wenn three fingers würstchen einen agenten hat, dann muss ich es mal anerkennend schütteln
    • Ich liebe diese alten Schinken und Boris Karloff hat genau wie Bela Lugosi in Dracula der Figur Fankenstein unsterbliches Leben verliehen.

      [film]9[/film] Punkte
    • Ist eben der Klassiker neben Dracula der in jeden Filmschrank gehört zumindest wenn man sich als Horrorfan bezeichnet.

      Kult Klassiker der auch nur die volle Punktzahl bekommen kann.

      [film]10[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

      Meine Filmsammlung

      Meine Musiksammlung
    • Im Gegensatz zu Dracula (1931) ist Frankenstein (1931) immer wieder sehenswert. Unerreicht bleibt Boris Karloff.
    • Die Frankenstein-Filme, sowohl die ersten drei, als auch besonders die tollen Crossover aus den 40ern, von Werwolf, Mumie und Dracula eingekreuzt wurden, ist perfekte Gruselfilme. Aber die Hammer-Reihe ist auch gut. Und 1994 der von Branagh. Danach kam nur noch Scheiße zum Thema Frankenstein.

      1931 bis 1946 Bewertung:
      [film]9[/film]
    • Das erste mal in Farbe:





      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Blasphemie, diese Klassiker muss man in s/w anschauen.
      Big Brother is watching you
    • Doku zum Mann hinter der Maske, "Boris Karloff- The Man Behind The Monster".
      Hier gibt es die ersten fünf Minuten zum reinschnuppern.

      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...