The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen

    • The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen




      Originaltitel: The Hills have Eyes
      Land / Jahr: USA / 1977
      Altersfreigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Regie: Wes Craven
      Produktion: Peter Locke
      Drehbuch: Wes Craven
      Kamera: Eric Saarinen
      Schnitt: Wes Craven
      Spezialeffekte: Greg Auer, John Frazier
      Budget: ca. 230.000 $
      Musik: Don Peake
      Länge: ca. 86 Minuten
      Darsteller: Susan Lanier, Robert Houston, Martin Speer, Dee Wallace, Russ Grieve, John Steadman, James Whitworth, Virginia Vincent, Lance Gordon, Michael Berryman, Janus Blythe, Cordy Clark, Brenda Marinoff, Peter Locke, Flora



      Inhalt :

      Familie Carter ist mit ihrem Wohnmobil auf dem Weg in den Urlaub nach Kalifornien. Ihr Weg führt sie durch ein ehemaliges nukleares Testgelände, aber schon nach wenigen Kilometern zwingt sie eine Panne anzuhalten. Vater Bob macht sich auf den Weg, um Hilfe zu holen, während die restliche Familie in der glühenden Hitze am gestrandeten Wohnwagen wartet. Noch wissen die ahnungslosen Carters nicht, dass sie schon seit einiger Zeit von mutierten Einwohnern der Wüste beobachtet werden. Und die haben es immer auf Frischfleisch abgesehen...



      Trailer:




      Meinung:

      Das Original von 1977 ist ein atmosphärisch sehr dichter Film,der nach
      heutigen Maßstäben und im Vergleich zum Remake wohl eher als ziem-
      lich harmlos zu bezeichnen ist.Das soll nicht heißen,das in dem Film
      keine Härte vorkommt.Für die damalige Zeit war der Film schon sehr
      hart,aber was bedeutet das Heute noch?

      Darum geht es aber auch gar nicht,der Film hat eine sehr dichte Atmo
      und die Story ist äusserst spannend umgesetzt worden.Nicht umsonst
      gilt dieser Film als einer der Meilensteine des Genres.Es ist einer dieser
      Filme,die mit verhältnissmäßig geringen Mitteln produziert wurden,was
      der Qualität des Films aber keinen Abbruch tut.

      Die Darsteller machen ihre Sache gut,ohne dabei herrauszuragen,aber
      man nimmt ihnen ihre Rollen durchaus ab.Besonders hervorzuheben ist
      Michael Berryman,der für die Rolle eines der Mutanten wie geschaffen
      ist.

      Insgesamt war dieser Film mit wegweisend für das Horrorgenre,Wes
      Craven hat mit diesem Klassiker einen weiteren Meilenstein in seiner
      Regie Karriere geschaffen.



      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • RE: The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen

      klasse film, habe ihn zufällig in einer verstückelten version auf rtl2 gesehen. hat mir so gut gefallen, trotz 15min cut. heute seh ich ihn mir immer nioch gerne an. nicht zu vergleichen mit der gewaltorgie der neuverfilmung,aber spannend. [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Der war zwar nicht schlecht, aber hier muß ich ganz ehrlich sagen daß mir die Neuverfilmung besser gefällt. (Weiss aber immer noch nicht warum.)
      Alterius non sit, qui suus esse potest.
    • Eine 7 köpfige Standardfamilie aus den USA reist mit dem Wohnmobil durch ein Atomtestverseuchtes Krisengebiet der Air Force, weil sie auf dem Weg nach Kalifornien sind. Doch unterwegs bauen sie einen Unfall und werden zur Rast gezwungen. Doch um sie herum lauern menschenähnliche Ausserirdische, die im Laufe der Zeit zu degenerierten Primitiven verkommen sind. Die 2 Gruppen fühlen sich gegenseitig bedroht und so kommt es zum grössten Horror der Familie Carter und dem grossen Fressen für die Kannibalenaliens.

      Diese Hügel haben wirklich Augen, nämlich solch riesengrosse, dass eine vermeintliche andere Spezies, so primitiv in ihrer Erscheinung, von oben von den Bergen herab, auf eine Spezies blickt, welche in ihrem biederen und friedlichen Dasein unter diesem Deckmantel das Grauen steckten hat. Denn The Hills have eyes, von Wes Craven inszeniert ist gewiss nicht nur ein simpler und vorallem hirnloser Kannibalen-Primitiven-Folter Film, der bloss auf nackte und selbstzwekchafte Gewalt aus ist, sondern er zeigt uns wahrhaftig die Unverständnis zweier Gruppierungen, die in ihrer Andersartigkeit aufeinanderprasseln. Dabei ist es gänzlich egal, dass die Degenerierten Aliens, menschenähnliche Aliens sind oder nicht, näherbringen will uns der Film bloss den Unverstand, den Menschen untereinander treiben. Seien es nun andere Kulturen mit anderen Sitten oder Bräuchen, wie der in Einsamkeit lebende Mann an der Tankstelle, der diese gottverdammte Loch als einen einzigen Müllberg bezeichnet, der degenerierte Merkur, der diesen Planet als das Grauen auf Erden wieder erkennt, wo Vernichtungsmachenerie und Unterdrückung normal sind. Oder Bobby, der mit vollkommener Euphorie verkündet, mit welcher Wegwerfmentalität und Ignoranz wir durch unser Leben gehen. Alles Faktoren und Szenen die durch die Dialoge getragen werden, die das Bild dieses Filmes noch weiterhin verstärken. Ein Film, der bewusst Parallelen aufziehen möchte, der an einer Hülle von Grausamkeiten kratzt und auch selbst dort angefasst werden möchte. HHE zeigt nur zu deutlich unter welchen Missverständnissen wir leben, wenn wir vollkommen alleine und wie als Zielscheibe aufgeopfert darstehen, ohne dabei wirklich klären zu können, zu welchem Zweck wir hier sind. HHE ist ein vielschichtiger Film, den man gewiss mit anderen Augen sehen muss, und das ist dann wahrhaftig der Horror, der diesen Film ausmacht. Nicht die Explosionen, die Hundeattacken, die Folterungen oder die Geiselnahmen ist der Horror, sondern die Tatsache, dass wir in einer Welt als Scherbenhaufen leben, in der uns Unverständnis, Machtbesessenheit, Konsumgeilheit und Ignoranz zu wildgewordenen Primitiven werden lässt, die über Leichen gehen. Klar sind in diesem Film die "Aliens", die Primitiven, aber bloss eingetrichtert von dem Einfluss der Menschen. Und somit bildet HHE oder Hügel der blutigen Augen, ein Werk, dass in seiner Daseinsberechtigung sicher neben Blutgericht in Texas aufgezähöt werden kann, denn in seiner Intention packt es eine ganze schreckliche Welt an seinen Eiern. Hügel der blutigen Augen ist böse, schrecklich morbide und vorallem tiefgreifend. Dabei muss er selten blutig sein, als Splatterfanatik wird man hier sicher ernüchternd weglaufen, aber das braucht dieser Film auch nicht. Der Score ist ohneweiteres legendär, die dargezeigten Kamerapositionen und Blickwinkel von den Bergen auf die Berge, die uns nichts als Leere präsentieren, erdrücken den Zuschauer immens, dass man bloss nur noch von Kälte umgeben ist. Sowas macht Horror aus, die Konflikte zwischenmenschlicher Abgründe und Andersartigkeit. Der Mensch ist der Horror und all das lebt auch in den Dialogen dieser Menschen wieder. Wirklich wahnwitzig intelligent sind diese gelungen und zeugen von der wirklichen Auslegung dieses Filmes. Die Darsteller allesamt wirklich Identifikationsfiguren, sei es der resignierte Tankstellenwart, der in seinem Zynismus untergeht, der genervte Vater, der das Leben seiner Überhausfrau und ihrem übereifrigen Mutterdasein abwertet und der kleine Bobby, der als Jüngster nicht ernst genommen wird.

      Fazit:
      Der Film arbeitet durch und durch in Finessen, wirkt dabei selten träge, kratzt meistens an einer Schicht, ist öfters sarkastisch, hat immer Wortwitz parat, ist meistens grausam, aber immer authentisch. Hügel der blutigen Augen ist Terrorkino wie es sein sollte. Intelligent und kühl.

      81%
    • RE: The Hills have Eyes - Hügel der blutigen Augen







      Erscheint mit drei verschieden Buchboxmotiven (Motiv A, B und C) sowie als limitierte und
      nummerierte Sonderauflage in der Super-Jewel-Box als „Retro Edition #19“* CMV

      Veröffentlichungs Termin: 22.01.2010


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      Ich hab schon die limitierte von NSM


      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Kann ich fast bestätigen, aber das Remake ist für mich ein Meilenstein!
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Kann nicht verstehen, dass einige nun wirklich das Remake vorziehen...
      Aber die CMV Boxen sehen mal wirklich absolut Scheissegeil aus. Glaub da muss ich mal meine ausgediente Trilogiebox von LP verkaufen...Teil 2& 3 sind eh beschissen (wobei Teil 3 eig. gar nix mehr mit HHE zu tun hat.
    • Original von funeralthirst
      Kann nicht verstehen, dass einige nun wirklich das Remake vorziehen...
      .



      Vorziehen würde ich das Remake auch nicht unbedingt, aber ich finde es verdammt gut gelungen. Es entfaltet sich eine richtig geile und fiese Atmo, der höhere Härtegrad ist dabei für mich nicht vordergründig.
      Big Brother is watching you
    • Natürlich ist es gelungen, aber imo verlässt es sich eben zu sehr auf seine ekelhaften Goreszenen, die das Original aufgrund seiner intelligenten Herangehensweise an die Grundthematik gar nicht mal braucht, inszeniert es dieses Aufeinanderprasseln völlig unterschiedlicher Wesen so brutal, dass man das wohl nur als Allegorie auf die Rassenkonflikte werten könnte...Egal, ob das im Original nun in der deutschen Fassung Kannibalen oder Aliens sind, dieser psychische Unverstand, diese unbekannte Macht des Fremden überträgt sich wahrhaftig auf den Zuschauer..und das verpasst das Remake imo...
    • Für mich gibt es nicht viele besser Horrorfilme wie das Remake est in meinen Top 30 auf jeden Fall dabei.
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