Hidden in the Woods (2012)

    • Hidden in the Woods (2012)



      Produktionsland: Chile
      Produktion: Patricio Valladares, Evelyn Belmar, Rodrigo Muñoz Cazaux, Luis Aguirre España
      Erscheinungsjahr: 2012
      Regie: Patricio Vallardes
      Drehbuch: Patricio Vallardes, Andrea Cavaletto
      Kamera: Thomas Smith
      Schnitt: Patricio Valladares
      Spezialeffekte: Patricio Valladares
      Budget: ca. 90.000$
      Musik: -
      Länge: ca. 95 Minuten
      Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
      Darsteller: Siboney Lo, Serge Francois, Carolina Escobar, Jose Hernandez, Daniel Antivilo, Domingo Guzman, Carlos Candia, Nicole Perez, Marcelo Valladares


      Inhalt:

      2 Schwestern wurden in absoluter Isolation großgezogen. Sie waren den Misshandlungen ihres drogendealenden Vaters ausgesetzt. Als die Polizei auf die verwahrlosten Kinder aufmerksam wird und einschreitet, tötet er 2 Polizisten mit einer Kettensäge und kommt ins Gefängnis. Aber die 2 Mädchen fliehen zusammen mit ihrem Bruder in eine Hütte am Wald. Dort kommen sie vom Regen in die Traufe. Ihr Onkel Costello, ein psychotischer Drogenbaron, taucht auf. Er will seine Wahre wiederhaben und er ist bereit, dafür zutöten.


      Trailer:



      Kino Chile: 17.07.2012
      DVD USA: 17.09.2013
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 23.06.2015 (Verleih: 01.06.2015)
    • Na wenn die Inhaltsangabe mich mal nicht vor Spannung in den Wahnsin treibt weiß ich auch nicht lol
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Ist in den USA leider nur in spanischer Sprache mit englischen UT rausgekommen.
      Zum Kotzen, sowas. Ich will doch keinen Roman lesen...
      Aber einen Blick riskiere ich mal, und wenn er vielversprechend zu sein scheint, schaue ich das Teil komplett....

      Immerhin wird auf Amazon.com ganz gut bewertet. Und die schlechten Bewertungen deswegen, weil Blut nur um seiner selbst Willen fließt.

      Könnte also was für den Gorehound sein! :6:
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Habe den Film mal gesichtet.
      Vorab: es wird ein US-Remake geben, in dem Michael Biehn die Hauptrolle spielt. Von Blancbiehn-Productions, die ja bekannt für ihre billigen Filme sind.

      Nun aber zum chilenischem Original:

      Felipe ist ein Kleindealer und hält für den örtlichen Mafiaboss die Drogen versteckt. Außerdem hat er zwei kleine Töchter und eine Ehefrau, die er umbringt, nachdem sie ihn betrogen hat.
      Von nun an wachsen die Töchter - Ana und Anny - bei ihm auf. Da Felipe nun keine Ehefrau mehr hat, vergewaltigt er regelmäßig seine Töchter. Als sie im Teenageralter sind, wird eine von ihm schwanger und gebiehrt einen deformierten Sohn - Manuel. Der wird fortan in einem dunklen Schuppen gehalten und bekommt rohes Fleisch zu essen. Währenddessen gehen die Vergewaltigungen durch den Vater weiter.
      Als die Mädchen dann erwachsen und in ihren 20ern sind, werden die Behörden aufmerksam und schauen sich das Haus näher an. Felipe gefällt das gar nicht und tötet die Beamten mit einer Kettensäge. Die Mädchen können mit dem behinderten Sohn fliehen. Felipe wurde angeschossen und bittet den Mafiaboss um Geld, um sich absetzen zu können. Dieser willigt ein, wenn Felipe ihm die versteckten Drogen gibt. Kurz vor der Übergabe dreht Felipe jedoch durch und erschießt Passanten in der Stadt. Er wird verhaftet und kommt ins Gefängnis. Der Mafiaboss ist sauer, weil er natürlich an die Drogen will. Ein anderer Knastbruder wird beauftragt, Felipe zu foltern, damit er das Versteck verrät. Leider ohne Erfolg. Also läßt der Mafiaboss selber danach suchen. Als beste Idee ist es, die Töchter zu foltern, damit sie das Versteck verraten. Die sind jedoch schon im tiefen Wald in einer abgelegenen Hütte, die ihrem Vater gehört. Um Geld zu bekommen, prostituiert sich die Ältere. Das wird im Ort bekannt, und als die Mafia-Schergen kommen, werden sie auf die Töchter aufmerksam.
      Mittlerweile ist Felipe aus dem Knast ausgebrochen und auf dem Weg nach Hause.
      Es kommt zum blutigen Showdown..

      Kritik:

      Was sich eigentlich ganz ordentlich anhört, wurde leider nur stümperhaft umgesetzt.
      Insgesamt macht der Film einen Eindruck wie ein mittelmäßiger Amateurfilm. Die Schauspieler sind schlecht und agieren völlig überzogen. Die Charaktere sind weniger als eindimensional: alle Männer sind grundsätzlich nur geil und bumsen alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Frauen sind immer Opfer. Völlig situationsunangemessen...
      Die Effekte sind teilweise sehr blutig, aber wirken immer bilig. Der deformierte Manuel sieht aus, wie jemand, der einige Tage im Kernkraftwerk neben den Brennstäben geschlafen hat.
      Es gibt keine Spannung. Dafür aber einige unfreiwillige Komik: Felipe kann mal eben so mit dem Handy telefonieren, während er im Knast sitzt. Und wie kann er sich befreien? Egal...Hauptsache draußen!

      Positiv ist, daß in dem Film einige Themen visualisiert werden, die in einem westlichen Film so wohl nur angedeutet werden würden (Inzest-Vergewaltigungen von Teenagern, Geburt...). Hier hält die Kamera gnadenlos drauf.
      Und noch: die Darstellerinnen kann man sich gut anschauen.

      Das rettet den Film von einer Null-Bewertung auf:


      [film]2[/film]

      Und weil es ja um Drogen geht, könnten Substanzen in folgender Konzentration nicht schaden, um wach zu bleiben:

      [pilz]7[/pilz]
      Meine Bewertungskriterien:

      10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
      8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
      5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
      3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
      1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
      0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk
    • Kritik:

      Mein Gott, hier lässt aber ein Hinterwälder die Motorsäge lange aufheulen. Schnell fällt aber auf, dass die Schnittszenen hastig und ungeordnet ausfallen. Die Schauplätze in Chile sind mit das Schmuckstück des Films, auch wenn die Farbstärke nur Low Budget ist, in Chillán oder Hualpén gibt es schöne Häuserkulissen und Waldstücke zu sehen. Die Waldstücke sind in der Region aber weniger dicht bewachsen wie man sieht. Von den Wasserfällen des Los Lleuques hätte man noch mehr zeigen dürfen. Die 2. Stärke sind die Leien-Darsteller die sich auch nicht zu schade sind wie für angedeutetes Schwänzenuckeln (Brüller!) um den Lebensunterhalt zu verdienen unddie kannibalischen Szenen um sich zu ernähren sehen gestört aus. Die „Buschmusik“ treibt das Geschehen zudem gut an. Der Film ist zwar ein bissel verwackelt, aber ich mag solche Independent Sachen.

      [film]6[/film]





    • Hidden in the Woods
      (En las afueras de la ciudad)
      mit Siboney Lo, Carolina Retamal, Josefa Mora, Daniel Antivilo, Carmen Paz, Emilia Cárdenas, Camila Navarrete, François Soto, Boris Vasquez, Luis Vasquez, José Hernandez, Carolina Escobar, Pedro Pérez, Nicole Pérez
      Regie: Patricio Valladares
      Drehbuch: Patricio Valladares / Andrea Cavaletto
      Kamera: Tomas Smith
      Musik: keine Information
      ungeprüft
      Chile / 2012

      Es ist ein Albtraum, aus dem es kein erwachen zu geben scheint. Vom eigenen mit Drogen handelnden Vater über Jahre hinweg immer und immer wieder missbraucht, führen die beiden Schwestern Ana und Anny irgendwo in den Wäldern Chiles ein menschenunwürdiges Leben. Als die Polizei auf das inzestgestörte Treiben aufmerksam wird, eskaliert die Situation. Gewalt folgt auf Gewalt und eine Erlösung der beiden Mädchen rückt in weite Ferne, als Onkel Costello auftaucht. Der soziopathische Gangsterboss fordert von den beiden die Drogen des Vaters zurück und schreckt dabei vor keiner Grausamkeit zurück.


      Über kaum einen anderen Film wurde in den letzten Jahren so hitzig und kontrovers diskutiert als über den vorliegenden Beitrag "Hidden in the Woods", mit dem sich der chilenische Regisseur Patricio Valladares sicherlich kein Denkmal gesetzt hat. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, denn diese Independent Produktion strotzt dermaßen vor Unzulänglichkeiten, das dem Betrachter ganz unweigerlich die Haare zu Berge stehen. Dabei ist das keinesfalls in dem mit geschätzten 90.000$ äußerst spärlichem Budget zu begründen, denn obwohl man der Geschichte das kaum vorhandene Geld an allen Ecken und Enden ansieht, hätte man weitaus mehr aus dem Szenario heraus holen können. All die Misstände des Werkes aufzuzählen ist gar nicht einmal so leicht, da man ehrlich gesagt überhaupt nicht weiß womit man anfangen soll. Als erstes könnte man der Frage auf den Grund gehen, ob man überhaupt einen weiteren Beitrag dieser Art braucht, wobei die Mixtur aus Rape and Revenge, Drama und Terrorfilm von Haus aus gar nicht mal übel ist. Es haperst vielmehr an der Umsetzung des Ganzen und dieser Umstand fällt einem auch schon nach wenigen Minuten sehr explizit ins Auge.

      Ganz besonders fällt die schlechte Kameraarbeit auf, die größtenteils viel zu wackelig ist und sich zudem auch noch sehr oft viel zu nah am Geschehen befindet. Dadurch entstehen immer wieder Passagen in denen man diverse Abläufe nicht so richtig nachvollziehen kann. Unterstützt wird dieser Eindruck auch noch durch viel zu hektische Schnitte, was in der Summe gesehen das Seherlebnis schon ganz erheblich trübt. Zwar entsteht durch die fiebrige Drehweise durchaus eine gewisse Atmosphäre, aber andererseits werden die Nerven des Zuschauers mit zunehmender Laufzeit regelrecht malträtiert. Als wenn das alles nicht schon schlimm genug wäre, muss man sich auch noch durch die Bank mit äußerst schlechten Darstellern rumschlagen. Die Protagonisten agieren dabei stellenweise extrem laienhaft und wirken an etlichen Stellen mehr als nur ungelenk und hölzern. Am schlimmsten fällt dieser Umstand bei den beiden Hauptdarstellerinnen ins Gewicht, denn obwohl man sich die größte Mühe gibt, kann man während des gesamten Filmes gar keinen Bezug zu den beiden Schwestern aufbauen. Somit ist es dann auch so gut wie unmöglich, so etwas wie Mitleid für deren Situation zu empfinden, was bei einer Geschichte dieser Art aber im Prinzip definitiv der Fall sein sollte. Man erlebt also die Abläufe viel eher auf eine komisch distanzierte Art und Weise und ertappt sich immer öfter dabei, wie teilnahmslos man doch die eigentlich grausamen Ereignisse an sich vorüber ziehen lässt.

      manch einem mag es eventuell nach Sichtung des Filmes vollkommen anders gehen, aber bei mir wollte zu keiner Zeit der berühmte Funke überspringen. Stattdessen habe ich mich eher über die teils dämlichen Dialoge, die unzähligen Kraftausdrücke und die grottenschlechte deutsche Synchronisation geärgert. Manchen Figuren wurden hier nämlich Stimmen gegeben die jeder Beschreibung spotten und den unterdurchschnittlichen Gesamteindruck dieses Beitrages noch mal ein wenig nach unten korrigieren. Ebenso wie mancher Darsteller erscheinen diverse Synchronstimmen dabei wie ein absoluter Fremdkörper und fügen einer als Schreckensszenario gedachten Story eine trashige und unfreiwillig komische Note bei. Das ist ebenso unnötig wie ein Pickel am Arsch und setzt den ganzen Defiziten dann auch die absolute Krone auf. Daran ändert auch der zumindest in der zweiten Hälfte des Filmes enthaltene Härtegrad nichts, denn auch wenn hier mit einigen äußerst blutigen Szenen aufgewartet wird, ist die Qualität der SFX auch nicht sonderlich hoch. Außerdem wirkt das Ganze manchmal wie eine sinnlose Aneinanderreihung brutaler Aktivitäten, um die lahme erste Filmhälfte vergessen zu machen. In dieser wird nämlich lediglich einiges angedeutet, wobei wirkliche Schauwerte eher Mangelware sind.

      In visueller Hinsicht erinnert "Hidden in the Woods" oftmals an die 2008 erschienene argentinisch-spanische Produktion "I'll Never Die Alone", wobei der letztgenannte Titel auf jeden Fall der weitaus bessere Film ist. Warum dem vorliegenden Beitrag dann sogar noch ein US-Remake zu teil wurde ist mir völlig schleierhaft, denn nach der Sichtung des schlechten Originals verspürt man eigentlich überhaupt keinen Drang, sich auch noch eine Kopie des Werkes anzuschauen. "Hidden in the Woods" spaltet definitiv die Meinungen und man wird auch noch weiter hitzig über dieses üble Machwerk diskutieren, über den Status eines etwas besseren Amateurfilms wird der Beitrag aber sicher nicht hinaus kommen. Und so wird am Ende im Prinzip auch nur eine Sache ganz sicher im Gedächtnis bleiben, nämlich der Ärger darüber, das man sich so wie ich das teure Mediabook zugelegt hat und diesen Fehlkauf bitter bereut.


      Fazit:


      "Hidden in the Woods" zählt ganz bestimmt zu den kontroversen Filmen, kann jedoch aufgrund seiner Erzählstruktur und der etlichen Unzulänglichkeiten nicht wirklich überzeugen. Zu keiner Zeit entsteht eine Bindung zu den Figuren, was für eine Geschichte dieser Art das absolute Todesurteil darstellt. Aber auch ansonsten bietet das Szenario so gut wie gar nichts das man positiv erwähnen könnte und lediglich der geneigte Gorehound könnte zumindest Gefallen an der zweiten Filmhälfte finden.


      [film]3[/film]
      Big Brother is watching you