A Blade In The Dark

    • Original von FUN
      Ist sie nicht. Es gibt einfach keine geschnittenen DVD Auflagen dieses Filmes. Und wenn es die schwedische DVD ist, schonmal 3mal nicht, weil es in Schweden so gut wie keine Zensur gibt.


      Um genau zu sein, die schwedische Filmzensur wurde am 1. Januar 2011 abgeschafft. Diese existierte, das ist kein Witz, fast 100 Jahre. Die schwedische Zensur, war demnach die Weltweit älteste.
    • Original von FUN
      Uncut.


      Laut Cover und OFDB ja. Laut dem, was ich gesehen habe, nein.
      Habe ja extra SB nebenbei laufen lassen um das verfolgen zu können. Entweder gucke ich den nochmal auf englisch und es erwartet mich ein uncut Film, oder ich hab irgendwie ne Art Bootleg erwischt. Oder ne Version, die so noch nicht bekannt ist.
      "Menschen erschaffen gerne Monster. Und Monster ... zerstören eben ihre Schöpfer.!"

      Harlan Wade, F.E.A.R.
    • Zugegebenermaßen zählt dieser Giallo-Beitrag von Lamberto Bava nicht zu den Überfliegern des Genres, beinhaltet aber dennoch sämtliche Charakteristika des italienischen Horror-Thrillers und bietet somit solide Genre-Kost, die je nach der Sichtweise des jeweiligen Betrachters auch durchaus etwas mehr darstellen kann. Die Geschichte an sich ist handelsüblich und krankt lediglich an einem teilweise etwas schwächelnden Drehbuches, das nicht sonderlich originell daher kommt. Es fehlt ganz einfach an den wirklich überraschenden Momenten, denn Kenner dieser Filmart dürften keine allzu großen Schwierigkeiten damit haben, schon recht frühzeitig auf die Identität des ominösen Killers zu stoßen, der hier einigen jungen Frauen auf grausame Art und Weise das Leben raubt. So bezieht "A Blade in the Dark" seinen Spannungsbogen auch eher aus der Motivlage des Killers, als das seine Identität zu sehr in den Vordergrund rückt. Und an dieser Stelle hat Lamberto Bava dann auch wirklich gute Arbeit geleistet, kann der Zuschauer zwar durchaus einige Puzzle-Teilchen zusammen setzen, bekommt aber erst wenige Minuten vor dem Ende die Gesamt-Zusammenhänge des Ganzen präsentiert.

      So sollte man dem Geschehen dann auch durchgehend konzentriert folgen und sich insbesondere von den etlichen falschen Fährten nicht in die Irre führen lassen, die der Regisseur hier zur Genüge gelegt hat. Einige davon sind allerdings so offensichtlich falsch, das man diverse Charaktere sehr schnell aus dem Kreis der Verdächtigen ausschließen kann. Dennoch ist die Spannungskurve recht ordentlich ausgefallen und so kommt es während der gut 90 Minuten Laufzeit immer wieder zu der Situation, das neue Verdächtige in den Fokus des Geschehens rücken und man sich zu keiner Zeit wirklich sicher sein kann, wer denn letztendlich für die brutalen Morde verantwortlich zeichnet. Der Härtegrad des Filmes kann sich zudem wirklich sehen lassen, die einzelnen Tötungen sind für einen Giallo recht heftig und entbehren auch nicht einer gewissen Masse an Kunstblut. Ich möchte sogar soweit gehen und behaupten, das !A Blade in the Dark" ohne Weiteres zu den härteren Vertretern des Genres zu zählen ist, was insbesondere die Liebhaber der etwas härteren Gangart erfreuen dürfte.

      In der Hauptrolle kann man Andrea Occhipinti sehen, der den meisten sicherlich aus Lucio Fulci 's "Der New York Ripper" bekannt sein dürfte. Ihm zur Seite stehen in der Hauptsache einige nett anzuschauende Damen der Schöpfung, die vor allem durch ihr Äußeres einen optischen Leckerbissen darstellen. Das Schauspiel an sich bewegt sich im soliden Bereich, gibt jedoch keinerlei Anlass dazu, irgend jemanden besonders hervorzuheben. Und so bietet dieses Werk auch trotz einiger vorhandener Schwächen gute Filmkost an, die Fans des Genres sich keinesfalls entgehen lassen sollten. Nebenbei sollte man aber auch anmerken, das die Qualität der deutsch-sprachigen DVD von EC Entertainment nicht gerade berauschend ist, denn Freunde eines gestochen scharfen Bildes und herausragender Ton-Qualität dürften eine eher große Enttäuschung erleben. Meiner Kenntnis nach ist dabei insbesondere der deutsche Ton je nach DVD-Player ziemlich großen Schwankungen unterlegen, was viele Leute davon abhalten könnte, sich diesen sehenswerten Beitrag überhaupt anzuschauen.

      Insgesamt gesehen handelt es sich bei "A Blade in the Dark" sicherlich um kein Meisterwerk, doch der Betrachter bekommt auf jeden Fall sehenswerte Genre-Kost mit sämtlichen Zutaten geboten, die ein Giallo beinhalten muss. Dezente Schwächen im Drehbuch kann man großzügig übergehen, offenbart sich doch letztendlich ein Film, der über die gesamte Laufzeit kurzweilig zu unterhalten weiß.


      Fazit:


      Lamberto Bava hat hier immerhin ein Werk geschaffen das es durchaus verdient hätte, endlich einmal in einer würdigen deutsch-sprachigen DVD-Veröffentlichung zu erscheinen. Mir persönlich hat der film sogar sehr gut gefallen, aber das liegt wie immer im Auge des Betrachters, denn manch einer mag den Film wohl eher im Durchschnitts-Bereich ansiedeln, wo er jedoch meiner Meinung nach nichts zu suchen hat.


      7,5/10
      Big Brother is watching you
    • Originaltitel: La Casa con la scala nel buio
      Alternative Titel: Das Haus mit dem dunklen Keller
      Produktionsland: Italien
      Produktion: Lamberto Bava, Mino Loy, Luciano Martino
      Erscheinungsjahr: 1983
      Regie: Lamberto Bava
      Drehbuch: Elisa Briganti, Dardano Sacchetti
      Kamera: Gianlorenzo Battaglia
      Schnitt: Lamberto Bava
      Spezialeffekte: Giovanni Corridori
      Musik: Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
      Länge: ca. 96 min
      Freigabe: ungeprüft
      Darsteller: Andrea Occhipinti, Anny Papa, Fabiola Toledo, Michele Soavi





      Der Musiker Bruno erhält den Auftrag den Soundtrack zu einem Horrorfilm zu komponieren. Zu diesem Zweck mietet er sich in eine Villa ein die ihm die benötigte Atmosphäre bietet. Das Haus war einst im Besitz einer ominösen Frau die scheinbar verschollen ist. Mit der Zeit summieren sich seltsame Ereignisse und Bruno ist der Meinung: dass in dem Haus ein Killer umgeht.

      DAS HAUS MIT DEM DUNKLEN KELLER ist eine der späten Gialli-Arbeiten unter der Regie von Lamberto Bava. Getragen wird der Film von einer Musik die von Guido De Angelis und Maurizio De Angelis komponiert wurde. Ein recht einfaches Grundthema welches mit dem Einsetzten von stets höheren Tönen ein Einbinden des Rezipienten anstrebt. Im Prinzip recht wirksam da gerade das Hauptthema mit seinem teils monotonen Schema zu einem Trancefördernden Element wird. Ein Klangschema an dem es nichts auszusetzen gibt, da es die klassischen Musikelemente des Gialli mit einem eigenständigen Soundgebilde verbindet.

      Die Kameraarbeit von Gianlorenzo Battaglia orientiert sich an der von Luciano Tovoli - sprich Argentos TENEBRE. Man achte hier z.B. auf die langen Kamerafahrten durch die Villa. Auch die Morde die sich im HAUS MIT DEM DUNKLEN KELLER ereignen, erinnern an die „Menschenbeseitigungen“ aus TENEBRE. Einmal gelingt es gar jenen (ich nenne ihn mal den „Jau! Effekt“) zu vermitteln. Bei TENEBRE sorgt eine Hand und eine Axt für einen solchen ausschlaggebenden Aspekt - zur Vermittlung des erwähnten Effekt. Lamberto Bava setzt ebenfalls auf eine Hand und ein Werkzeug…

      Von einem weiteren Vergleichen der beiden Filme nehme ich nun Abstand.

      Lamberto Bava setzt in seinem Film überwiegend darauf eine unheimliche Atmosphäre zu vermitteln. Durch die eher spärliche Einrichtung im besagten Haus kann ein gewisses depressives und leicht beängstigendes (ich sage mal) Karma erzeugt werden. Der Film lebt von eben jener Ausstrahlung die seine eingesetzten Räumlichkeiten aufweisen. Inmitten dieser Locations befindet sich der Hauptprotagonist, der überwiegend allein mit mysteriösen Ereignissen konfrontiert wird. Unterbrochen wird dieser Zustand mit dem Eintreffen einiger Damen und den Zusammenkünften mit dem Gärtner (der ja angeblich immer der Mörder ist).

      Die Morde werden aus der Sicht des Mörders vollzogen. Dieser Grundgedanke ist natürlich ein wichtiges Element um dem Zuschauer die (Spannung bei der) Suche nach dem Mörder zu erhalten.

      Innerhalb der Besetzung finden wir übrigens Giovanni Frezza. Seit DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER ein unvergessliches Kindergesicht. In Anbetracht seiner Filmografie frage ich mich ob Giovanni Frezza nicht einen Schaden behalten hat, da er bei der FRIEDHOFSMAUER gerade mal neu Jahre alt war. Ein weiteres überaus bekanntes Gesicht ist Michele Soavi der neben seinem schauspielerischen Mitwirken auch als Co-Regisseur beim HAUS MIT DEM DUNKLEN KELLER tätig ist.

      Fazit: Ein kostengünstig inszenierter und durchaus ordentlicher Film (aus der Gialli-Spätphase) der irgendwo zwischen TENEBRE und DRESSED TO KILL angesiedelt ist. In seiner Laufzeit etwas zu lang angelegt. Ca. 15 Minuten weniger und das Teil wäre deutlich knackiger.

      Der auf dem von x-rated enthaltene Audio-Kommentar von Pelle Pelsch und Christoph Draxtra weiß zu gefallen. Locker gesprochen so dass man sehr gern zuhört. Zahlreiche Infos gibt es natürlich auch.


    • Dieser Giallo von Lamberto Bava hat eigentlich alles was der geneigte Genre Fan benötigt.

      Die Location passt, eine tolle Atmosphäre, ein gelungener Soundtrack, einen Killer oder eine Killerin und natürlich wird das Szenario erst am Ende Aufgelöst wer denn nun hinter denn Morden steckt (ich lag mit meinen Tip in der Mitte des Films richtig).

      Der Spannungsbogen wird geschickt gespannt, nur verliert er sich hin und wieder in nicht wirklich wichtigen Szenen so das es immer mal etwas zäh wirkt. Wie Sid schon geschrieben hat eine kürzer Laufzeit wer ein großer Pluspunkt gewesen. Aber dies ist eben einmal mehr jammern auf immer noch hohem Niveau.

      Die Kills fallen sehr blutig aus und verfehlen ihre Wirkung beim Betrachter nicht im geringsten, hier macht der Film alles Richtig.

      Dies gilt auch für denn Cast, hier konnte ich auch keinen größeren Kritikpunkt finden.

      Wer Spaß an Giallo´s hat kann sich dieses Werk eigentlich bedenkenlos ansehen.

      Ich vergebe

      [film]7[/film]
      Zensur Ist Für´n A......!!

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    • Schon komisch ich kannte den Streifen bis Heute noch nicht...:-)
      Na ja jedenfalls sind die deutschen Synchronsprecher eher dürftig und die Handlung und die dazugehörige Auflösung eher ernüchternd um es mal "Nett" auszudrücken.Wobei die Slasher einlagen wiederum voll in Ordnung gehen.Auch der ständig sich wiederholende Soundtrack "Fuckt" nach oder besser gesagt ab der hälfe des Filmes mich ab, aber er hat was^^Ich würde mal behaupten das er sehenswert für einen 80iger Slasher ist.
      [film]7[/film]