Freitag der 13. - Teil 2 (Jason kehrt zurück)

    • Mbwun schrieb:

      Harry Manfredinis Score wirkt auf mich übrigens etwas altbacken und vorhersehbar.
      What The Fuck?

      Blasphemie!!!!!

      Der Manfredini Score ist mit Carpenters Halloween Score der heilige Gral der Slasher scores.
      Gibt in ganz Slasher-Land nichts Besseres.
    • Slayer schrieb:

      Positiv fand ich auch dass die Geschichte von Alice weiter erzählt wurde.
      Ja, 5 Minuten lang oder so. Da's ja noch nicht all zu mega lange her is, weiß ich bei Erstsichtung noch genau, wie blöd ich's fand, dass Alice sofort und als Erste erledigt wird. Sollte man nicht von einer Überlebenden erwarten dürfen, dass sie auch weiterhin überlebt, sofern ihr demnach starker, widerstandsfähiger Charakter auch weiterhin eine Rolle spielt? Zumindest so lange, bis sie sich z.B. für jemand Anderen opfert. Oder bis sie auf eine Art Rivalin stößt, die sie verrät oder im Stich lässt, so dass sie dramatisch zu Tode kommt und der Zuschauer es nicht fassen kann. Irgendwie sowas. Aber naja, ich schätze, im Slashergenre vor allem der damaligen Zeit hält man sich nicht lange mit menschlichen Tragödien auf? :34: Man darf da emotional wohl nicht zu viel erwarten, denn im Vordergrund steht einfach das Abschlachten. Trotzdem war mir Alice Abgang zu plump und unsinnig, denn - und das sind ja so generelle Fragen, die sich da viele stellen - wie schafft es Jason in ihr ganz woanders liegendes Apartment und wat soll der Kopf in ihrem Kühlschrank?

      Slayer schrieb:

      Aber so ist das Schema ja in fast jedem Slasher aufgebaut und hin und wieder sind solche Filme bei denen ich nichts denken muß genau das richtige für einen Unterhalsamen Filmabend wo ich nur abschalten will.
      Da stimm ich dir absolut zu :236:

      Mbwun schrieb:

      Der Schlussteil ist aber sehr gelungen und mir gefällts wie der Sackmann Paroli bekommt. Auch die Hütte bzw. die dortigen Szenen sind nicht schlecht, ehrlich. Wie sie Jason austricksen ist stark gemacht. Für meinen Geschmack hätte insgesamt noch mehr Story geboten werden können, aber das wäre bei einem derart klassisch geratenen Slasher wohl zu viel verlangt...
      Letzteres ist wohl so, ja. Ich mein, die Grundidee von Teil 1 und 2 find ich aufrichtig dufte. Da ist ein Killer, der ein Camp unsicher macht und völlig harmlose Menschen abmurkst, bis man ganz am Ende erst erfährt, wer er ist und warum er es tut: eine Frau (unerwartet), eine Mutter, die ihren Sohn verloren hat (unerwartet), die die Campwiedereröffnung verhindern will, die einfach durchgedreht ist und die auf krasse Weise getötet wird (unerwartet). Abgerundet wird das Ganze dadurch, dass man ihren Sohn kurz sieht (unerwartet). Im Anschluss kommt ihr Sohn zurück und mordet nun selbst (unerwartet), weil dieser wiederum seine Mutter verloren hat, einen Schrein mit ihrem Kopf errichtet hat (unerwartet) und durch das Anziehen ihres Pullovers getäuscht werden kann (unerwartet). Nicht dass das jeden interessieren müsste oder ich es so haben wollen würde, aber würde man die Charaktere noch krasser herausarbeiten, mehr menschliche Dramatik einbauen und Spannung wie Kills noch mehr auf den Punkt bringen, dann wär das eine Topstory in meinen Augen. Andere moderne Horrorfilme fallen da oft genug deutlich flacher aus. Aber diese Freitagteile sind nunmal sehr alt und es stand nicht viel Geld zur Verfügung, die Leute konnten oft nicht schauspielern und waren so unsicher, aber auch euphorisch, dass mans quasi nonstop mit Overacting zu tun hat, die Zeiten waren anders, der Mensch noch nicht so abgestumpft und übersättigt wie heute, dadurch vielleicht auch insgesamt etwas naiver und und und. Und wenn man das irgendwie sehen kann, diese gewisse Liebenswürdigkeit da drin, diese Unkompliziertheit, dann kann es passieren, dass dich sowas einfängt, entspannt und du auch spannende Momente entdeckst. Die Szene am Ende aus Teil 2 in der Hütte z.B. ist sehr gut, ja. Heute würde sowas viel schneller und brutaler ablaufen. Niemand würde da so einen Zeitlupeneffekt noch einbauen, der's ermöglicht, sich in die Wehrhaftigkeit und Entschlossenheit des Opfers hineinzuversetzen; Dinge würden sich einfach brutal überschlagen. Auch die Musik an dieser Stelle wär in neuen Filmen zwar krass dark und böse, evtl. hätte man's mit mechanisch klingenden Geräuschen zu tun, die Terror vermitteln. Aber es ist doch iwie entspannend und atmosphärisch, wenn im alten Streifen so 'ne ominös wabernde Schauermusik läuft, als wär das Ganze iwie in eine andere Welt entrückt. Denn iwo is es das ja auch. Es is Jasons Refugium mitten im Wald, wo Kerzen stehen und normalerweise nicht gesprochen wird, während Andere im Camp vor sich hinmenscheln (Party, Musik, Sex, Drogen, Lebendigkeit, aber auch Oberflächlichkeit).

      Meine möglichst objektive Wertung, generell innerhalb der Filmwelt und nicht nur bezogen auf den Freitag-Kosmos (was es echt zum Kotzen schwierig macht und bei anderen Teilen, die mir weit besser gefallen, unmöglich wird):
      [film]5[/film]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Voorheesian Witch ()

    • Voorheesian Witch schrieb:

      Meine möglichst objektive Wertung, generell innerhalb der Filmwelt und nicht nur bezogen auf den Freitag-Kosmos
      Und nur innerhalb der Freitag Reihe oder allgemein bezogen auf das Slasher sub genre?

      (Ich finde eine "objektive allgemeine Bewertung" bei derartigen Genre Serien/Filmen nicht so zielführend)
    • Noch nichtmal nur auf's Slasher Genre bezogen, sondern wirklich so als Film im ganz Allgemeinen. Hab ja schon einige Filmbewertungen jetzt vorgenommen, aber gerade bei dieser hier dämmerte es mir, dass das einfach so nicht richtig aufgeht. Denn es is schwer bis unmöglich, 'n alten Slasher mit, wat weiß ich, 'ner 90er Komödie zu vergleichen. Und wenn hinzukommt, dass irgendwo krasses Herzblut dran hängt, wird's noch schwieriger, objektiv zu bleiben. Oder nimm mal diese Never Hike Alone/In The Snow Fanfilme. Die sind gut und ich habe eine 6 gegeben, aber ich finde sie nicht besser als Part 2, der mir viel wichtiger is und nur eine 5 bekommen hat. Weil man bei Fanfilmen automatisch anerkennt, wie krass die Leistung is, die da erbracht wurde. Ich kann ihn aber auch nicht nur mit einer 4 bewerten, denn das wird dieser Fanarbeit nicht gerecht. Man müsste also wirklich mit jeder Bewertung nur innerhalb der jeweiligen Kategorie bleiben. Das aber wissen andere Leser wiederum nicht. Und überhaupt stell ich mir die Frage, wieviel Subjektivität in eine Wertung einfließen darf. Das hat mich eben echt wahnsinnig gemacht und ich bin nicht zufrieden :73:
    • Voorheesian Witch schrieb:

      Noch nichtmal nur auf's Slasher Genre bezogen, sondern wirklich so als Film im ganz Allgemeinen.
      Ja, hatte ich schon verstanden.
      Ich meinte, wie sähe die Wertung aus, wenn du sie nur innerhalb der Reihe oder des Genres vornehmen würdest.

      Voorheesian Witch schrieb:

      Und überhaupt stell ich mir die Frage, wieviel Subjektivität in eine Wertung einfließen darf.
      Was mich betrifft, so viel du willst, wenn das klar in einem Text kommuniziert wird.
      (Das hat mich oft beim literarischen Quartett wahnsinnig gemacht, wenn sie versucht haben ihren Geschmack als objektives Kriterium zu verkaufen)


      Voorheesian Witch schrieb:

      Weil man bei Fanfilmen automatisch anerkennt, wie krass die Leistung is, die da erbracht wurde.
      Ich wundere mich sowieso die ganze Zeit, warum das unter "Fanfilm" läuft, da die Produktion ziemlich professionell aussieht
      Man vergleiche das mal mit anderen Fanfilmen wie bspw "Don`t fuck in the woods", der ganze 10 000 Dollar gekostet hat. Dagegen sieht Never hike, beinahe wie ein Hollywood Blockbuster aus. :0:
    • Groucho schrieb:

      Ja, hatte ich schon verstanden.Ich meinte, wie sähe die Wertung aus, wenn du sie nur innerhalb der Reihe oder des Genres vornehmen würdest.
      Achso! Ja meine Leitung is heute sehr lang und ich glaub, das könnt an dieser schwülen Schweinehitze liegen kruemel
      Also innerhalb des Fridayversums müsst ich mir nochmal ausgiebige Gedanken machen, aber das kann ich sicher bald sagen. Innerhalb des Slasher Genres insgesamt aber kann ich kaum mitreden, denn dafür kenn ich einfach zu wenig. Kenn zwar inzwischen einige bekannte Franchises, aber hab davon vieles nur 1x gesehen bisher. Und Einzelfilme so gut wie keine, vor allem Alte nicht.

      Groucho schrieb:

      Was mich betrifft, so viel du willst, wenn das klar in einem Text kommuniziert wird.
      Ja ich glaube, das wär wohl besser. Weil mir aus den ganzen oben genannten Gründen eigtl. kaum 'ne andere Wahl bleibt und mich sonst jede weitere Bewertung nur tiefer ins Desaster treibt 8))

      Groucho schrieb:

      Ich wundere mich sowieso die ganze Zeit, warum das unter "Fanfilm" läuft, da die Produktion ziemlich professionell aussiehtMan vergleiche das mal mit anderen Fanfilmen wie bspw "Don`t fuck in the woods", der ganze 10 000 Dollar gekostet hat. Dagegen sieht Never hike, beinahe wie ein Hollywood Blockbuster aus. :0:
      Dieser Titel lol Kenn ich natürlich nicht, aber verstehe das Gefälle, auf das du hinaus willst. Es gibt halt einfach Menschen, die haben's in sich. Also ES, meine ich. Know How UND Gespür. So 'ne Art Essenz quasi. Und wenn die dahingehend was machen (kann sich auf alles Mögliche beziehen, nicht nur Filme), dann entsteht etwas, was sich abhebt.