Antikörper



    • Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Boris Schönfelder, Theo Baltz, Susanne Kusche
      Erscheinungsjahr: 2005
      Regie: Christian Alvart
      Drehbuch: Christian Alvart
      Kamera: Hagen Bogdanski
      Schnitt: Philipp Stahl
      Spezialeffekte: Christoph von Lengerke
      Budget: ca. 2.300.000$
      Musik: Michl Britsch
      Länge: ca. 122 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Wotan Wilke Möhring, André Hennicke, Heinz Hoenig, Ulrike Krumbiegel, Hauke Diekamp, Jürgen Schornagel, Nina Proll, Hans Diehl, Norman Reedus, Laura Alberta Szalski, Christian von Aster, Waltraud Witte


      Inhalt:

      In einem Berliner Hinterhaus wird der Serienkiller Gabriel Engel (André Hennicke) von einer Spezialeinheit überwältigt. Der erfahrene Kommissar Seiler (Heinz Hoenig) lässt sich für seinen Erfolg überschwänglich feiern. Doch das Grauen beginnt erst noch. Auch im Heimatdorf des Polizisten Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) wurde ein kleines Mädchen bestialisch ermordet. Martens reist nach Berlin, um dem gefangenen Psychokiller ein Geständnis abzuringen. Doch Gabriel Engel verstrickt den Dorfpolizisten in ein verwirrendes Spiel um Gut und Böse, um Wahrheit und Lüge. Die Ereignisse spitzen sich zu, als die Spuren plötzlich in eine ganz andere Richtung weisen. Der wahre Täter scheint Martens gefährlich nah zu sein...


      Trailer:



      Kritik:

      2 Polizisten werden zu einem Einsatz in einem Wohngebiet gerufen, wo sie an einer Haustür unfreundlich begrüßt werden und es einen Polizisten auch gleich mit der Knarre heftig entschärft. Anschließend muss das Einsatzkommando antreten, um unseren dort wohnhaften sexuell ausgerichteten Serien-Kindermörder festzunehmen, um den es in dieser Geschichte nun aus der Knastzelle heraus geht.

      Die Geschichte erinnert ganz schön an „Das Schweigen der Lämmer“, insbesondere das Verhör zwischen einem Dorfpolizisten der sein Glück nun versuchen soll und dem Serienmörder wurde stark kopiert. Allerdings wird Hannibal Lecter auch selbst erwähnt und der Film nimmt sich in der Szene selbst auf die Schippe, so dass man hier nicht wirklich böse sein kann.
      „Haben sie etwa Hannibal Lecter erwartet.“

      Dennoch sieht dieses Verhör Verlaub lächerlich aus und ist dementsprechend die einzig große Schwäche des Films. Es geht zudem um Kinder, insbesondere der Sohn des Dorf-Polizisten, auf dem sich das Geschehen bösartig lenken wird. Somit das Werk abwechslungsreich ist und viel Spannung aufbaut. Der Polizist wird ersichtlich immer mehr abdrehen und auch Tag-Alpträume bekommen, bis dahin das er es auf Unschuldige absieht und somit auf die dunkle Seite gerät. Die Darsteller sind ordentlich besetzt, von Heinz Hoenig sollte man z.B. nicht zu viel erwarten, Wotan Wilke Möhring (Otto – Der Film, Anatomie 2) spielt die Hauptrolle des Polizisten brauchbar und auch André Hennicke als Triebtäter macht einen ordentlichen Job. Für die Mädchen sicher sehr gut gecastet wurde noch der etwa 13 jährige Hauke Diekamp, als der Junge des Polizisten, der hier auch die beste Filmrolle abliefert. Es ist zwar bei den Erwachsenen zu merken, dass es sich um eine deutsche Besetzung handelt, was sicherlich nicht jedem liegt, aber so langweilig wie das Ansehen des deutschen Films, ist es hier gewiss nicht. Es gibt einige harte Szenen, wie das herausreißen von Haarbüschel, ansonsten spielt sich die richtige Härte bestens auf der psychischen Ebene ab. Es gibt sehr schöne und idyllische Landschaftsbilder und die gruselige gelegentlich auch laute elektronische/industrielle Sounduntermalung wurde bestens gewählt. Nebenher gibt es noch einmal Riesenbrüste, die sexuelle Begierde des Hauptdarstellers und die Findung von Kindern, was sogar sehr makaber wirkt. Die Ermittler werden nicht nur von der Sonnenseite gezeigt, sondern auch das sie ihre Frauen betrügen oder Lüstlinge darstellen, die es mit Pornomiezen treiben.

      Christian Alvart sein „Antikörper“ ist von der Umsetzung her anhand der starken Ähnlichkeiten mit „Schweigen der Lämmer“ nicht ganz gelungen, aber durch seine bösartige Rohheit und dem aufkommenden enormen Ekelgefühl kann sein Erstlingswerk doch überzeugen, es wird allerdings die Gemüter doch eher spalten. Für Christian Alvart ging es anschließend sofort nach Hollywood, wo er mit Fall 39 überzeugen konnte, sein folgender Pandorum war dann aber superlangweilig und wohl das kommerzielle Aus für ihn.
      „Letztes Jahr, ich war auf meiner Tournee des Blutes ...er brachte seine Freundin mit und ich wollte warten bis sie weg war, doch dann zeigte er ihr seine dunkle Seite....“ 8))

      Antikörper ist pervers, unterhaltsam und eine der spannendsten Thriller aus Deutschland.

      [film]8[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert

      Death can Dance - weekly topically (Spotify)
    • "Antikörper" ist einer der wenigen guten deutschen filme, der auch noch sa "Genrekino" bedient. die atmosphäre überzeugt und die protagonisten sind bis zum ende authentisch. die geschichte ist spannend und hält ihre geschwindigkeit. es gibt nicht die üblichen längen, die man aus deutschen werken kennt. allerdings hakt die story auf den letzten 10 metern. ich weiß nicht was da schiefgelaufen ist, aber der film stolpert ein wenig. aber das tut dem ganzen keinen abbruch. ein gelungener film

      [film]7[/film]
      "One side of me says, I'd like to talk to her, date her. The other side of me says, I wonder how her head would look on a stick? " (Edmund Kemper)
    • Streckenweise war der interessant, manchmal auch eher öde.
      Zum Schluss hin wurde der Film aber recht spannend.

      Fesseln konnte mich der Film leider nie richtig, obwohl er interessante Ansätze hatte.

      Auch fand ich das Duell Polizist VS Psychopath teilweise recht blöd.
      Sprüche wie "Was denkst du wenn du deine Frau fickst" wirkten recht aufgesetzt.

      Wirkte wie eine gute TV Produktion.

      Trotzdem ein Film den man mal kucken kann.
      Bitte mehr solche Filme aus unserem Land.

      6 von 10
    • Hat schon etwas gutes an sich, leider mekrt man aber auch das er etwas typisch Deutsches hat. Irgendwas fehlt, Spannung ja, und doch wieder Nein. Gutes Schema, das es leider nicht schafft durchgängi zu überzeugen. So bleibt es bei leicht gehobenen Mittelmaß. [film]6[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...