Dart

    • Um die Entstehung des Dartsports ranken sich viele Vermutungen, die sich mit zahlreichen Varianten beschäftigen. Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert lassen vermuten, dass England das Mutterland des Dartsports ist.

      Der Name jedoch stammt aus dem Französischen. Die Franzosen pflegten bei Schlachten kleine speerähnliche Wurfpfeile als Waffen einzusetzen - die Darts. Auch in England war diese französische Waffe bekannt; angeblich schenkte Anna Boleyn ihrem Mann Heinrich VIII. einen Satz dieser Pfeile.

      Nach Keith Turner sind die Darts die jüngsten pfeilähnlichen Waffen. Sie entstanden nach seiner Recherche im 5. Jahrhundert vor Christus. Pfeil und Bogen wurden vor 30.000 Jahren erstmals verwendet, Wurfspeere bereits vor 400.000 Jahren.

      Als Plumbata kamen bei den Römern kleine, mit Bleigewichten beschwerte und mit Widerhaken versehene Wurfpfeile zum Kriegseinsatz.

      Der Dartsport dagegen entstand wahrscheinlich zwischen 1860 und 1898. Im letztgenannten Jahr ließ ein Amerikaner die ersten für Darts entwickelten Papier-Flights (Flügel am Ende des Schaftes zur Stabilisierung des Flugverhaltens) patentieren. Die ersten sportlichen Wettbewerbe fanden Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien statt.

      1896 legte der englische Zimmermann Brian Gamlin die Einteilung der heutigen Dartscheiben fest. 1898 lösten die Papierflügel (s.o.) die bis dahin verwendeten Truthahnfedern ab. 1901 erschien im Stationer, Printer & Fancy Trades Register die erste bekannte Anzeige über Dartboards. 1902 vermeldete eine Lokalzeitung aus Lancaster die ersten Dartwürfe mit der höchsten Punktzahl von 180 Punkten. 1906 wurde in Yorkshire der bis dahin hölzerne Dartkörper durch Metall ersetzt.

      1908 wurde das Dartspiel zum Geschicklichkeitsspiel erklärt mit der Folge, dass es nun in Pubs gespielt werden durfte. Es wird berichtet, dass der Gastwirt Jim Garside, Inhaber des Adelphi Inn, Leeds, wegen Wetten auf ein Glücksspiel (nämlich Darts) angeklagt war. Während der Gerichtsverhandlung gegen ihn ging er mit Unterstützung des besten Dartspielers der Gegend, William 'Bigfoot' Anakin, in die Offensive. Man hängte eine Dartscheibe im Gerichtssaal auf und William 'Bigfoot' Anakin bewies dem Gericht seine Treffsicherheit, indem er dreimal die 20 traf. Ein Gerichtsdiener, der ihm nacheifern wollte, traf nur mit einem Pfeil die Scheibe. Woraufhin Anakin die Demonstration seiner Treffsicherheit nochmals steigerte, indem er dreimal die zweifache 20 traf. Von so viel Können waren die Richter beeindruckt und fällten das Urteil: This is no game of chance – Dies ist kein Glücksspiel. Die Dartscheibe (engl. Dartboard) unterteilt sich in 20 Segmente mit der Wertigkeit 1 bis 20 und den Mittelpunkt Single Bull = 25 und Bull’s Eye = 50 Punkte. Die Felder verteilen sich (im Uhrzeigersinn, beginnend bei 12 Uhr) wie folgt um den Mittelpunkt:

      20 - 1 - 18 - 4 - 13 - 6 - 10 - 15 - 2 - 17 - 3 - 19 - 7 - 16 - 8 - 11 - 14 - 9 - 12 - 5.

      Diese Reihenfolge wurde 1896 vom englischen Zimmermann Brian Gamlin festgelegt und sollte wahrscheinlich zur Bestrafung von Ungenauigkeit dienen, weswegen neben zweistelligen Zahlen zumeist einstellige Zahlen liegen (zum Beispiel die 20 zwischen 1 und 5). Das Zentrum der Scheibe ist in zwei unterschiedliche Felder unterteilt. Der äußere Ring, das Bull (auch: Outer-Bull oder Single-Bull) zählt 25 Punkte. Der innere Kreis, das Bull's Eye (auch Inner-Bull oder Double-Bull), zählt 50 Punkte. Das Bull’s Eye darf in der Spielvariante Double-Out zum Beenden eines Legs (bzw. zu Spielbeginn mit Double-In) verwendet werden, denn es zählt als Doppel-Feld.

      Der innere schmale Ring ist das Triple (im Englischen auch Treble). Trifft ein Pfeil in diesen Bereich, verdreifacht sich der Wert des Feldes. Der äußere schmale Ring (Double) verdoppelt die Punktzahl.

      Der Spieler stellt sich hinter der Wurflinie (Oche) auf, um die Pfeile auf die Scheibe zu werfen.

      Die Steeldartscheibe besteht aus Sisalfasern. Gelegentlich spricht man auch von Schweineborsten, meint aber damit die afrikanischen Sisal-Fasern und nicht etwa Schweinehaare. Billige Scheiben werden aus Kork oder Papier gefertigt.
      Abmessungen [Bearbeiten]
      Abmessungen beim Dartspiel (bei Soft Darts ist die Oche 2,44 m von der Scheibenebene entfernt)

      Angaben des DEDSV (Deutsche Elektronik Dart Sportvereinigung e. V.)

      Die Höhe bis zum Mittelpunkt der Dartscheibe ist 1,73 m über dem Boden (1,72 m laut Angabe des DSAB – Deutscher Sportautomatenbund e.V.)
      Der Abstand der Wurflinie (Oche) bis zur Scheibe beträgt horizontal 2,37 m für Steel Darts und 2,44 m für Soft Darts.

      Die American Dart League gibt einen Abstandsbereich an: zwischen 7 Fuß 9 1/4 Inch (2,37 m) und 8 Fuß (2,44 m).

      Das Diagonalmaß (Abstand vom Bull direkt zum Oche) beträgt bei Steel Darts 2,934 m und bei Soft Darts 2,98 m (Angabe DSAB – Deutscher Sportautomatenbund e.V.).
      Seitlicher Abstand der Scheibenmitte zur Wand mindestens 0,90 m, zwischen zwei Scheiben mindestens 1,80 m
      Der Freiraum hinter der Abwurflinie soll 1,25 m betragen.

      Abmessungen der Dartscheibe
      Elemente und Abmessung
      Nach der Sport- und Wettkampfordnung des Deutschen Dartverbandes:

      Double- und Triple-Ring (Innenmaß) 8 mm
      Durchmesser des Bull’s Eye (Innenmaß) 12,7 mm
      Größe des gesamten Bull (Innenmaß) 31,8 mm
      Entfernung vom äußeren Draht des Doublerings zum Bull 170 mm
      Entfernung vom äußeren Draht des Triplerings zum Bull 107 mm
      Durchmesser des äußeren Rings des Doubledrahts 340 mm
      Jeder Spieler hat drei Pfeile, Darts genannt. Darts bestehen aus einer Spitze, dem Barrel, dem Schaft (engl. Shaft) und einem Flight. Letzteres sind schmale Flügel oder auch Blättchen, die den Wurfpfeil auf Kurs halten. Man unterscheidet zwei Arten von Darts: Steel- und Soft-Darts.
      Aufbau eines Dartpfeils [Bearbeiten]

      Aufbau eines Darts

      1 Tip oder Point

      Es gibt verschiedene Arten von Points, bestehend aus Kunststoff („Soft“) oder Stahl („Steel“). Man kann ebenfalls aufschraubbare Stahlspitzen für Softdarts erwerben, sogenannte "Conversion Points". Stahlspitzen sind in verschiedenen Längen und Ausführungen erhältlich. Steelpoints sollen in der Regel nicht gespitzt, sondern abgerundet sein. Dies verhindert eine allzu schnelle Abnutzung der Boards und die Darts hängen besser und stabiler im Board, was im Endeffekt wiederum für höhere Scores sorgen kann.

      2 Barrel

      Hier unterscheidet man zwischen „Brass“, „Tungsten“ und „Nickel“. Bei Tungsten Barrels wird der Wolfram-Anteil in Prozent angegeben, je höher die Prozentzahl, desto dünner kann der Barrel bei gleichem Gewicht hergestellt werden, was eine engere Gruppierung auf dem Board ermöglicht. Barrels sind in verschiedenen Formen und Gewichten erhältlich. Außerdem sind noch bewegliche Spitzen (Powerpoint, Hammerhead) erhältlich, welche Bouncer (Abpraller) vermindern sollen. Bewegliche Spitzen passen nur in dafür hergestellte Barrels, da sie ein besonders tief geschnittenes Gewinde erfordern. Neben den normalen Barrels gibt es außerdem die sogenannten M3 Barrels, bei denen die Gewinde außen liegen, dies erzeugt ein höheres Gewicht, der Barrel kann damit noch dünner gefertigt werden. Für M3 Barrels gibt es spezielle Shafts und Spitzen.

      3 O-Ring

      Der O-Ring ist ein kleiner Gummiring, der auf das Gewinde von Aluminium-Shafts aufgesetzt wird und verhindert dass sich die Shafts beim Spielen lösen und so die Stabilität des Darts verringern. Bei Nylon Shafts sind O-Ringe überflüssig da diese sich normalerweise nicht lösen. Anfangs stellten verschiedene Firmen eine Lösung her (Loctite), die das Lösen der Schäfte verhindern sollte, es handelte sich um eine Art Schraubensicherungsmittel. Dies ist aber komplett vom Markt verschwunden.

      4 Shaft

      Shafts existieren in vielen Variationen. Meist verbreitet sind Nylon-Shafts und Aluminium-Shafts. Wichtig bei der Zusammenstellung ist die Länge des Shaft, erhältlich sind Mini (Thumbnails), x-Short, short, medium und long. Ein längerer Shaft dient der besseren Stabilisierung der Flugbahn und verlagert den Schwerpunkt nach hinten. Wirft man Darts so, dass sie im Board leicht nach unten hängen, kann man die nachfolgenden Darts auf die erstgeworfenen "drauflegen".

      5 Collar

      Collars benutzt man nur mit Nylon-Shafts. Es gibt 3 verschiedene Arten, der Zweck ist allerdings immer der gleiche, Collars sollen das Ende des Nylon-Shafts zusammendrücken und somit den Flight fest mit dem Shaft verbinden. Der Collar verhindert ebenfalls die Beschädigung des Shaftes, wenn ein nachfolgender Dart hinten aufschlägt. Am besten geeignet sind die federnden Ringe, da diese den Shaft in jeder Situation wieder zur ursprünglichen Form zurück "moduliert", während feste Ringe nach einiger Zeit bersten oder komplett die Form verlieren.

      6 Flight

      Der letzte Bestandteil des Darts ist der Flight. Flights werden in erster Linie aus Polyester oder Nylon angeboten. Das Entscheidende beim Flight ist dessen Form. Standard-Flights werden von den meisten Spielern benutzt. Die Flächenangaben dienen nur der Orientierung, Flights mit der größeren Fläche haben nicht unbedingt mehr Auftrieb, dies liegt an der kurzen Strecke, die ein Dart zurückzulegen hat. Kite-Flights kommen den Standards näher als Slim-Flights, obwohl sie eine kleinere Fläche haben. Je fester oder dicker die Flights sind, umso besser wird seine Flugbahn. Der Dart gerät nicht so schnell ins trudeln und außerdem bieten solche Flights eine längere Lebensdauer. Am haltbarsten sind Stoff - Flights, diese sind jedoch nur mit Nylon Shafts zu empfehlen. Bei Aluminium-Shafts ist es sehr schwer, einen solchen Flight ohne Beschädigung zu montieren. Sobald ein Flight zu viele Knicke oder Risse und Kerben hat, sollte er ausgewechselt werden.

      7 Protector

      Der Protector wird auf das Ende des Flights aufgesetzt um diesen vor den nachfolgenden Darts zu schützen. Je näher man die Darts aufeinander wirft, umso öfter kommt es vor dass man den folgenden Dart auf den erstgeworfenen wirft und somit Flight und (bei Aluminium) Shaft ruiniert. Durch den Protector prallt der Dart ab und landet in der Regel trotzdem im Board, ohne größeren Schaden zu hinterlassen. Protectors werden in Alu und Nylon hergestellt. Zusätzlich bleibt der Flight schön gespreizt.
      Steeldarts-Set mit Ersatz-Zubehör (verschiedene Flights und Shafts.

      Steeldarts haben eine Spitze aus Metall und regelgerecht eine Länge von bis zu 30,5 cm bei einem Gewicht von bis zu 50 g. Das Barrel besteht meist aus einer Nickel-Wolfram-Legierung, die ein hohes Gewicht bei einem schmalem Dartkörper ermöglicht. Damit ein Wurf gewertet wird, muss der Dart bis zum Ausrufen der Punktzahl im Dartboard stecken bleiben.

      Beim Steeldarts braucht man einen Scorer (Schreiber), der die geworfenen Punkte auf einer Tafel vermerkt und den aktuellen Restscore errechnet. Der Spieler selbst sollte ebenfalls eine gewisse Routine im Rechnen mitbringen, so dass er immer genau weiß, was er als nächstes werfen muss, um das Spiel zum schnellst möglichen Ende zu bringen. Hierfür gibt es auch sogenannte Out-Charts, eine Liste verschiedener Scores und den Möglichkeiten, diese mit 2 oder 3 Darts auf 0 zu setzen. Beispiel: 120 Punkte Rest = T20 20 D20. Steeldarts Spiele beginnen mit 501 Punkten im Single, 701 oder gar 1001 im Team. Jedes Spiel muss mit einem Doppelfeld beendet werden.
      Softdarts - Beim Automatendart, auch Electronic-Dart (E-Dart) genannt, haben die Darts eine Spitze aus Kunststoff, ihr Gewicht ist auf 18 g begrenzt - die Gesamtlänge darf hier 16,8 cm nicht überschreiten. Die Punkte des Wurfes zählen, sobald sie der Automat registriert hat.

      Am meisten gespielt wird beim Automatendart 301 Double out und des Öfteren auch Cricket. Die meisten Automaten beherrschen eine Vielzahl von Spielen. Es gibt sogar welche die neben Triple-Feldern auch noch Vierfach-Felder haben. Letztere sind bei Ligaspielen nicht zugelassen. Spielvarianten [Bearbeiten]
      301/501

      Jeder Spieler hat 301 bzw. 501 Punkte. Die Spieler werfen abwechselnd ihre drei Pfeile auf die Scheibe. Die vom Spieler erreichten Punkte werden von den 301 bzw. 501 Punkten abgezogen. Wer zuerst genau null Punkte erreicht, hat gewonnen. Wirft ein Spieler in einer Runde mehr Punkte, als die ihm verbliebenen, um null Punkte zu erreichen, sind seine Würfe dieser Runde ungültig. Dieses nennt man die Bust-Regel (Überwerfen).

      Zum Beenden muss der Punktestand immer genau auf Null reduziert werden. Es gibt mehrere Spielvarianten, um das Spiel zu beenden, von denen 'Double Out' die häufigste ist. Bei 'Master-' und 'Double-Out' gilt ein Wurf, der eine Punktezahl von einem Punkt als Rest übrig lässt, als überworfen und wird nicht gezählt.

      Die Spielvarianten sind:

      Double Out: zum Beenden muss ein Double-Feld getroffen werden.
      Straight Out: zum Beenden darf ein beliebiges Feld getroffen werden.
      Master Out: wie 'Double Out', zusätzlich darf auch mit einem Wurf in ein 'Triple-Feld' beendet werden.
      Double In: wie 'Double Out', nur muss zusätzlich bei Beginn des Spiels ein beliebiges Double-Feld getroffen werden, erst ab dann zählen die geworfenen Punkte (inklusive des geworfenen Doubles).

      Alle Spielvarianten können an vielen Automaten auch als 701 gespielt werden. Wenn bei Spielende der Unterlegene noch keine Restpunktzahl erreicht hat, von der aus er mit drei Darts das Spiel beenden könnte, spricht man gelegentlich auch von Schneider.

      Von 301 und 501 gibt es Varianten mit anderen Punktzahlen wie 401, 601, 701, 801, 901 und 1001, die aber nicht so weit verbreitet sind.
      Tactics / Cricket / Mickey Mouse

      Beim Tactics oder Cricket muss man die Zahlen von 20 bis 10 (regional wird gelegentlich bis 11 gespielt; beim E-Dart 20 bis 15), ein beliebiges Triple, ein beliebiges Double und Bull jeweils dreimal treffen, wobei für die Triples und Doubles nur die zählen, die geschrieben stehen, also 20 bis 10. Der Außenring des Bull (Single Bull) zählt einfach, das innere Feld (Bullseye) zweimal oder als Doppel. Hat man ein Feld bereits dreimal getroffen und trifft es erneut, so bekommt man die entsprechenden Punkte gutgeschrieben, vorausgesetzt der Gegenspieler hat dieses Feld noch nicht dreimal getroffen. Es gewinnt derjenige, der als erster alle genannten Felder dreimal getroffen und am meisten Punkte hat.

      Dreimal treffen bedeutet hier: dreimal Single oder einmal Single, einmal Double oder einmal Triple.

      Beim Mickey Mouse (E-Dart) gelten die Zahlen von 20 bis 15 und Bull, die jeweils drei Mal getroffen werden müssen. Hierbei gibt es noch die Varianten Chance it (der Automat wählt zufällig die 6 Zahlen) und You Pick It (Spieler wählen die 6 Zahlen), die dann von allen Spielern getroffen werden müssen.

      Cricket ist auch in Verbindung mit der Option Cut Throat spielbar. Dabei werden die Punkte, die man auf einer der zu treffenden Zahlen wirft, nachdem man diese vorher (oder – im Falle eines Doppel- oder Dreifachtreffers – auch mit diesem Wurf) bereits dreimal getroffen hat, nicht dem werfenden Spieler selbst zugeschrieben, sondern allen anderen Spielern, die das entsprechende Feld noch nicht dreimal getroffen haben. Dies hat zur Folge, dass nicht zwangsläufig derjenige Spieler gewinnt, der zuerst alle Zahlen und Bull je dreimal getroffen hat, sondern derjenige, der alle Zahlen und Bull je dreimal getroffen hat und die niedrigste Punktzahl besitzt.
      Blinder Killer

      Beim blinden Killer werden die Zahlen 1 bis 20 auf Zetteln notiert. Die Zettel werden gefaltet und anschließend gemischt. Danach zieht jeder Spieler einen Zettel und bekommt so eine Zahl zugeteilt, die er geheim halten muss. Je nach Vereinbarung werden zusätzlich 3 bis 4 weitere Zettel blind gezogen und beiseite gelegt. Die verbleibenden Zettel werden aufgefaltet, so dass die Spieler feststellen können, welche Zahlen im Spiel sind (d. h. die gezogenen Zahlen und die blinden Zahlen). Nun schreibt man die Zahlen auf eine Tafel und macht hinter jede Zahl etwa 8 bis 12 Striche (bei vielen Spielern sollten es weniger Striche sein, damit das Spiel nicht zu lange dauert). Jetzt werfen alle Spieler der Reihe nach drei Darts auf die Zahlen, die im Spiel sind. Für jedes getroffene Single-Feld einer im Spiel befindlichen Zahl wird ein Strich entfernt, bei einem Double zwei Striche, bei einem Triple entsprechend drei Striche. Ein Spieler, dessen Zahl ihren letzten Strich verloren hat, muss sich melden und scheidet aus. Meldet sich kein Spieler, handelt es sich bei der ausgelöschten Zahl um eine der beiseite gelegten „blinden“ Zahlen. In diesem Fall war das Bemühen, einen Gegner „auszuschalten“, umsonst. Als Spieltaktik (um die Mitspieler zu täuschen) empfiehlt es sich, ab und zu auch einmal auf die eigene Zahl zu werfen. Ausgeschiedene Spieler dürfen nicht mehr werfen. Sieger ist derjenige, der als Letzter übrig bleibt.
      Killer

      Bei Killer bekommt jeder Spieler eine beliebige Anzahl von „Leben“ (zum Beispiel sechs Leben). Ein Spieler gibt ein Feld vor. Dabei ist jedes beliebige Feld auf dem Board möglich – Triple, Double, Bull, Bull’s Eye oder auch ein Single-Feld. Die nachfolgenden Spieler müssen nun versuchen, dieses Feld zu treffen. Dafür steht jedem ein Wurf (das sind insgesamt drei Darts) zur Verfügung. Trifft ein Spieler nicht, so verliert er ein Leben, und der nächste Spieler ist an der Reihe. Trifft er das vorgelegte Feld, muss er ein neues Feld vorlegen. Hierzu stehen ihm seine noch verbleibenden Darts zur Verfügung. Hatte er mit seinem dritten Dart das vorgelegte Feld getroffen, darf er mit drei neuen Darts vorlegen. Es zählt jedoch das erste getroffene Feld. Gelingt es ihm nicht, vorzulegen, weil er zum Beispiel kein Feld trifft oder der letzte ihm zur Verfügung stehende Dart abprallt, verliert er ebenfalls ein Leben, und der nächste Spieler darf vorlegen. Der Spieler, der vorgelegt hat, setzt jeweils aus. Sind alle Spieler ausgeschieden, muss der Spieler, der noch übrig ist und demzufolge als letzter vorgelegt hat, sein vorgelegtes Feld bestätigen. Pro übriggebliebenes Leben stehen ihm drei Darts zur Verfügung. Bestätigt er nicht, gibt es keinen Sieger. Die Bestätigungsregel zum Schluss ist optional.
      Fuchsjagd

      Bei Fuchsjagd beginnt ein Spieler bei der 18 (Fuchs) und der zweite bei der 20 (Jäger). Nun versucht der Jäger den Fuchs zu jagen. Der Fuchs beginnt mit der Doppel 18 und wenn er seine Zahl doppelt getroffen hat, fährt er im Uhrzeigersinn weiter (also 18, 4, 13, 6, 10, 15, …). Nach den drei Würfen versucht der Jäger das Gleiche jedoch bei 20 beginnend (also 20, 1, 18, 4, 13, …). Der Fuchs versucht so lange zu spielen, bis er wieder bei 18 angekommen ist. Der Jäger versucht den Fuchs einzuholen. Wenn der Jäger die Zahl trifft, auf der der Fuchs gerade ist, hat der Jäger gewonnen (zum Beispiel Fuchs steht auf D16 und versucht die D8 zu treffen und der Jäger steht auf D7, trifft die D7 und die D16). Dieses Spiel kann auch ausgebaut werden, indem man auf dem Triple-Segment spielt oder der Reihe nach (Jäger 1, 2, 3, 4, … bzw. Fuchs 3, 4, 5, 6, …).
      Shanghai

      Von diesem Spiel gibt es mindestens drei Varianten:

      Es wird nacheinander auf die Zahlen 1 bis 9 geworfen. Jeder Spieler wirft einmal drei Darts auf jede Zahl, die erzielten Punkte werden notiert. Selbstverständlich nur die Punkte durch Treffer in der Zahl, die an der Reihe ist. Man kann also pro Durchgang maximal das Neunfache der aktuellen Zahl an Punkten erreichen (dreimal Triple). Trifft ein Spieler ein Single, ein Doppel und ein Triple einer Zahl, nennt man das Shanghai. Bei dieser Variante kann ein Shanghai nicht aus Single, Double und Triple verschiedener Zahlen bestehen.
      Jeder Spieler wirft 20 (bzw. 21) Pfeile (also 7 Runden mit je 3 Würfen), den ersten auf die 1, den zweiten auf die 2 usw. Die getroffenen Punkte (einfach, doppelt oder dreifach) werden zusammengezählt. Gespielt wird bis zur 20 bzw. bis zum Bull(s Eye). Hierbei besteht ein Shanghai also aus Single, Double und Triple auf verschiedenen (aufeinanderfolgenden, geforderten) Zahlen.
      Jeder Spieler wirft so lange auf die 1 bis er diese getroffen hat. Erst dann wird auf die nächst höhere Zahl geworfen. In der Regel dauert dieses Spiel ebenfalls 7 Runden (= 21 Würfe). Auch in dieser Variante besteht ein Shanghai also aus je einem Single, Double und Triple auf verschiedenen (aufeinanderfolgenden) Zahlen.

      Für alle drei Varianten gilt: Wer ein Shanghai wirft, egal auf welcher Zahl, gewinnt das Spiel vorzeitig. Ausnahme: Ein Spieler, der nach dem Shanghaiwerfer noch auf dieselbe Zahl an der Reihe ist, wirft auch ein Shanghai. Dann spielen diese beiden Spieler weiter. Ansonsten gilt: wer am Ende die meisten Punkte hat, ist der Sieger.
      Around the clock

      Wie der Name schon andeutet, wird „um die Uhr herum“ gespielt. Die Spieler werfen abwechselnd ihre drei Pfeile auf die Scheibe. Als erstes muss die 1, dann die 2 usw. mit einem Pfeil getroffen werden. Trifft man das Double-Feld einer Zahl, darf man die nächste Zahl überspringen (zum Beispiel Double 4= nächste Zahl 6), beim Triple-Feld darf man 2 Zahlen überspringen. Gewonnen hat die Person, die als erstes die 20 erreicht und getroffen hat. Bull und Bull´s Eye gelten als Joker, so dass man auf die nächste Zahl werfen darf.
      Soft-Tip / Automatendart / Elektronik Dart / E-Dart

      Abhängig von Hersteller und Gerätemodell gibt es beim Automatendart (E-Dart) zahlreiche weitere Spielvarianten, die zum Teil stark von den traditionellen Spielvarianten abweichen.
      Vereine und Verbände
      Steeldart

      Dem Dachverband World Darts Federation (WDF) gehören über 60 Nationen an. Das Dartspiel mit Steeldarts ist in Deutschland in örtlichen Vereinen organisiert, die in verschiedenen, vom jeweiligen Landesverband organisierten Ligen gegeneinander spielen. Es gibt darüber hinaus auch verbandsunabhängige Vereine und Ligen, die sich meist auf regionaler Ebene selbst organisieren. Die dem Dachverband Deutscher Dart-Verband (DDV) angeschlossenen Landesverbände veranstalten sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene Ranglistenturniere. Jährlich werden auch drei WDF Weltranglistenturniere in Deutschland veranstaltet.

      Neben dem WDF gibt es noch die PDC, die Professional Darts Corporation, die 1992 von 16 Top-Spielern der British Darts Organisation (BDO) gegründet wurde und welche eine reine Dart-Profiliga darstellt. Nach den Erfolgen der letzten Jahre expandiert die PDC nun auch außerhalb Englands, so wurde nach der Dutch Dart Foundation (DDF) in Deutschland 2006 die German Darts Corporation (heute PDC Europe) gegründet, welche die Interessen der PDC im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) vertritt und seit 2007 eine eigene Turnierserie veranstaltet. Automatendart/Softdart
      Softdartautomat mit einigen Darts
      Detailaufnahme einer Softdartscheibe

      Genau wie im Steeldart gibt es im E-Dart (Softdart) verschiedene Spielvarianten. Diese hängen von der Liga ab, in der das Spiel stattfindet und unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander.

      In den DSAB-Ligen wird wie folgt gespielt:

      C-Liga 301 Single Out
      B-Liga 301 Master Out
      A-Liga und höher 501 Double Out

      In der Schweiz (VFC) wird wie folgt gespielt

      C-Liga 501 Single Out
      B-Liga 501 Master Out
      A-Liga 501 Double Out
      Nationalliga 501 Double In/Double Out

      Bei Turnieren, die von Automatenaufstellern oder Vereinen veranstaltet werden, entscheidet der Veranstalter über die Spielvariante.

      Genau wie beim Steeldart gibt es auch im E-Dart unterschiedliche Verbände. Die wohl bekanntesten sind der Deutsche Dart Sport Verband e. V. (DDSV), der Deutsche Sportautomatenbund e. V. (DSAB) sowie der Deutsche Elektronik Dart Verband (DEDV). Letzterer ist seit seiner Insolvenz im Jahr 2008 nicht mehr im Spielbetrieb tätig. Weiterhin gibt es die Deutsche Elektronik Dart Sport Vereinigung e. V. (DEDSV).

      Aber viele Städte, darunter Hamburg und Bremen, sind nicht im DSAB gebunden und haben eine eigene Liga, die sogenannte Wilde Liga, gegründet. In einigen Städten werden neben DSAB auch andere freie Ligen gespielt. München hat beispielsweise noch die Münchner Dartunion (MDU) sowie die DC Lederhos’n e. V. mit eigenen Ligen. In Siegen gibt es die DKS (Dart-Kreisliga-Siegen). Im Ruhrgebiet gibt es dazu noch die Herner Dartliga, die Rhein Ruhr Dartliga und die NWDV.
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    • Phil Taylor The Power – 15-facher Weltmeister (zweimal BDO, 13 mal PDC; zuletzt am 3. Januar 2010 in London, damit der zweite Spieler, der einen Weltmeistertitel in 3 Dekaden erreichte)
      Trina Gulliver Golden Girl – neunfache BDO-Weltmeisterin (2001-2007, 2010, 2011)
      John Part Darth Maple – dreifacher Weltmeister (einmal BDO, zweimal PDC)
      John Lowe Old Stoneface – dreifacher BDO-Weltmeister, hat als erster Spieler in drei verschiedenen Dekaden einen WM-Titel erreicht
      Raymond van Barneveld Barney – fünffacher Weltmeister (viermal BDO, einmal PDC)
      Richie Burnett The Prince of Wales – BDO-Weltmeister 1995
      Andy Fordham The Viking – BDO-Weltmeister 2004
      Eric Bristow Crafty Cockney – fünffacher BDO-Weltmeister
      Bob Anderson The Limestone Cowboy – BDO-Weltmeister 1988
      Dennis Priestley The Menace - BDO-Weltmeister, PDC-Weltmeister
      John Walton John Boy – BDO-Weltmeister 2001
      Jocky Wilson – zweifacher BDO-Weltmeister
      Ted Hankey The Count – BDO-Weltmeister 2000, 2009
      Les Wallace McDanger BDO-Weltmeister 1997
      Keith Deller Del Boy – BDO-Weltmeister 1983
      Tony David The Deadly Boomerang – BDO-Weltmeister 2002
      Jelle Klaasen The Matador – BDO-Weltmeister 2006
      Martin Adams Wolfie – BDO-Weltmeister 2007, 2010, 2011
      Simon Whitlock The Wizard – PDC-Vizeweltmeister 2010
      Mark Dudbridge The Flash
      Andy Hamilton The Hammer
      Colin Lloyd Jaws
      Chris Mason Mace the Ace
      Wayne Mardle Hawaii 501
      Peter Manley One Dart
      Kevin Painter The Artist
      Roland Scholten The Tripod
      Mervyn King The King
      Ronnie Baxter The Rocket
      James Wade The Machine
      Phill Nixon Nixey
      Tomas Seyler Shorty
      Kirk Shepherd Young Gun
      Mensur Suljovic The Gentle – mehrfacher Weltmeister (E-Dart), etliche weitere Titel
      Andreas Kröckel Andy – Deutscher Rekordnationalspieler
      Adrian Lewis Jackpot - PDC-Weltmeister 2011
      Mark Webster Webby - BDO-Weltmeister 2008
      Arno Merk - Vierter Deutscher bei der BDO-Weltmeisterschaft
      Gary Anderson The Flying Scotsman – PDC-Vizeweltmeister 2011
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    • Die PDC ist der grössere und weit bedeutendere Professionelle Dartverband der Welt, in ihm spielen eigentlich alle Weltstars - wenn man sie so nennen mag - gefolgt von der WDF - hier ist die BDO der grösste von 60 Verbänden die sich zur WDF zusammen geschlossen haben - hier ein paar Daten über die PDC: Die Professional Darts Corporation (PDC) ist neben der World Darts Federation einer der Welt-Dartverbände, wobei die PDC als der prestigeträchtigere von beiden gilt.

      Die PDC wurde 1992 in Konkurrenz zur British Darts Organisation zunächst unter dem Namen World Darts Council (WDC) gegründet. Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatte der Fernsehsender Sky Sports, der den Dartsport in sein Programm aufnehmen wollte, die bisherigen Wettbewerbe aber bei der BBC zu sehen waren.

      Seit 1994 trägt die PDC jeweils zum Jahreswechsel ihre World Professional Darts Championship genannte Weltmeisterschaft aus, die in Großbritannien von rund 2 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt wird. Seit der Weltmeisterschaft 2005 wird diese auch im deutschen Fernsehen von SPORT1 übertragen.

      Seit 2006 gibt es auch einen Ableger der PDC in Deutschland, die German Darts Corporation (GDC), aus der die PDC-Europe hervor ging.

      Seit 2008 gibt es die European Darts Championship, bei der die besten europäischen Dartspieler gegen die besten Spieler der Order of Merit antreten. Sie wird immer beim Monatswechsel von Juli und August ausgetragen. Bisher konnte nur Phil Taylor Europameister werden.

      Offizieller Ausrüster der PDC ist die Firma Unicorn Darts. Die PDC soll die besten Dartspieler der Welt bestimmen. Allerdings sind in der Liste nur die Spieler aufgelistet, die bei der PDC unter Vertrag stehen. Die offizielle Rankierung erfolgt durch die PDC Order of Merit. Bis 2007 wurden die Plätze aufgrund der erreichten Punkte vergeben. Die Punkte waren allerdings nur bei den PDC-Turnieren zu holen. Colin Lloyd war lange Zeit die Nummer eins der PDC-Weltrangliste vor dem wohl besten Dartspieler aller Zeiten, Phil Taylor. Dies lag aber nur daran, dass Taylor mehr an Dartshows und Vorführungen teilgenommen hatte, bei denen es zwar keine Punkte, jedoch viel Geld zu verdienen gab.

      Seit dem 2. Januar 2007 ist die PDC auf ihre neue Weltrangliste, die sogenannte „Order of Merit“, umgestiegen. Hierbei wird die Ranglistenposition nicht mehr wie vorher anhand der gewonnenen Punkte, sondern aufgrund der gewonnenen Preisgelder der jeweils letzten zwei Jahre ermittelt. Dies führte zu einem Wechsel an der Spitze der Weltrangliste. Die bisherige Nr. 1 Colin Lloyd rutschte auf Position 3 und Phil Taylor übernahm mit weitem Abstand die Spitzenposition. Direkt hinter Taylor befand sich der PDC-Weltmeister 2007 Raymond van Barneveld, der nach nur elf Monaten bei der PDC 2008 vorübergehend die Spitzenposition übernahm.
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    • Vor 4 Tagen endete der World Cup of Darts in Hamburg.
      Erwartungsgemäß gewann England , die mit den beiden zurzeit besten Dartspielern der Welt, Phil Taylor und Adrian Lewis antraten äusserts knapp gegen Australien.
      abendblatt.de/hamburg/article2…men-um-Dart-zu-sehen.html Stimmung beim Einlauf der Deutschen Mannschaft wie beim Fussball. :0:


      Das dramatische Finale: England - Australien:

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Hätte nicht gedacht dass du das so interessant findest, Tom :3: Gibt ja echt zig Regeln dort. Habe das mal im TV gesehen, da wurden die Amis dort ja vom Publikum begrüßt wie Wrestler.. Fande ich irgendwie witzig, auch wenn das für mich reiner Kneipensport, bzw. gut auf Familienfesten funktioniert. Sonst, naja.... :3:
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"