The Outsiders



    • Produktionsland:USA
      Produktion: Gray Frederickson, Fred Roos, Kim Aubry
      Erscheinungsjahr: 1983
      Regie: Francis Ford Coppola
      Drehbuch: S.E. Hinton (Roman), Kathleen Rowell
      Kamera: Stephen H. Burum
      Schnitt: Anne Goursaud
      Spezialeffekte: Dennis Dion
      Budget: ca. 10.000.000$
      Musik: Carmine Coppola
      Länge: ca. 114 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: C. Thomas Howell, Matt Dillon, Ralph Macchio, Patrick Swayze, Rob Lowe, Emilio Estevez, Tom Cruise, Glenn Withrow, Diane Lane, Leif Garrett, Darren Dalton, Michelle Meyrink


      Inhalt:

      Amerika in den 1960er-Jahren: Ponyboy und Johnny, Mitglieder der Gang "Greasers", flirten mit der hübschen Cherry Valance. Dies bleibt allerdings von deren Freund Bob, der selbst Teil einer Gang ist, nicht unentdeckt. Schnell kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den "Greasers" und den "Socs", wobei Bob von Johnny erstochen wird. Für Johnny und Ponyboy beginnt ein Leben auf der Flucht.


      Trailer:


      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 03.11.2011


      Kritik: (Update/Bearbeitet: 04.11. - 12Uhr)

      Die jungen Typen in der Hauptrolle präsentieren die freakigen 80er, obwohl der Film eigentlich in den 60ern spielt, es geht vor allem darum Mädels aufzureißen. Es wird intensiv auf die Charaktere eingegangen, dafür lässt sich das Geschehen viel Zeit, wobei „Vom Winde Verweht“ ein paar mal gehuldigt wird. 2 der Jungs müssen sich dann im Verlauf in einer abgelegenen Kirche verstecken, weil sie in einem Mord verwickelt sind, dieser wird zuvor mitreißend aufgezeigt. Es geht in „The Outsiders“ durchaus hart zur Sache und der Filmtitel verspricht vom Ablauf her nicht zu viel. Die schönen und atmosphärischen Kulissen sind ansprechend, insbesondere in den Nächten. Dabei gibt es auch einige melancholische Momente und das Tempo ist nicht besonders hoch und Filmmusik fehlt gänzlich, vielleicht ist der Film auch einen Tick zu lang, aber die Geschichte hat noch viel zu erzählen. Es geht vor allem um einen großen Konflikt zwischen 2 Banden, einmal die reichen Spießer-Jungs mit Hemd in der Hose und gepflegten Sachen gegen die cool aussehenden rebellischen 80er Aufschneider, Prolls die ihre Jacken halb offen tragen. Einer dieser Prolls hat sogar Miky Maus Klamotten an, darüber muss man irgendwie Lachen, ob dies so wirklich passt? Coppola hat die gut spielenden Prolls jedenfalls einen sehr eigenartigen Stil verpasst, vielleicht mit der Aussage: "Außen ganz hart und innen ganz weich (nur dass das Innere sehr oft nach Außen tritt :15:)“.
      Es gibt dann auch den großen Schlagabtausch in einer Massenkeilerei die lange angedeutet wird, nebenher hat der Film mit einer dramatischen Rettungsaktion von Kindern in einem brennenden Haus seine emotionale Helden, die eigentlich alles andere als Gefeierte sind, einer wird vor allem für die Heldentat bitter böse bestraft und es kommt die sehr gute Aussage zu tragen. „Tu nur etwas für dich selbst und nicht für andere oder du bereust es", dass ist sogar die große Aussage des Films, was ihn besonders sympathisch werden lässt. Die Darsteller sind jedenfalls wie aus dem Leben gegriffen und haben sich hiermit einen Namen gemacht, keine geringeren als Patrick Swayze und Tom Cruise sind als freche Teens am Start und auch C. Thomas Howell (E.T.) ist mit dabei.

      The Outsider ist aber kein Film der typisch für die 80er ist, denn die Jungs sind hier doch extrem sentimental. Die Geschichte spielt ja auch in den 60ern was man den Film aber nur schwer ansieht. The Outsiders ist jedenfalls sehr Mainstream tauglich und sollte mal gesehen werden, da er doch recht einprägsam ist.

      Regisseur Francis Ford Coppola (Der Pate, Dementia 13, Apocalypse Now) hat mit The Outsiders einen guten Jugendbanden Film erschaffen, der im Gegensatz zu seinem total überbewerteten „Der Pate“ mehr Unterhaltungswert hat und keineswegs eingestaubt wirkt, auch wenn die erste Filmhälfte einen Tick lang ausfällt und die coolen Jungs immer mal wieder wie Memmen wirken, so hat mir The Outsider mit seinen Eigenarten dann doch gut gefallen.

      [film]8[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Schwarzer Elektro - Alternative Playliste: Klick
      Tekkno - XTC - Acid (Playliste/The Hits): Klick
    • Was erzählst Du dauernd von 80ern? Outsiders spielt in den 60ern. Steht übrigens in der Inhaltsangabe die Du selber reingesetzt auch so drin. :221:
      The girl that silenced the world for 6 minutes...
      https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk
      Severn Suzuki

    • Stimmt den Inhalt hab ich garnicht gelesen, es wirkt aber wie ein 80er Film, schon von den Frisuren und Outfits wie zerissene Jeans her. lolp Allerdings kann ich mir das jetzt mit dem Micky Maus Outfit erklären. Ich hab bei dem Review auf Amazon auch gelesen, dass der Film nicht so die 50er oder 60er Jahre aufzeigt, deswegen ist er damals unter gegangen. Für mich ist das sehr schwer herauszusehen, dass der tatsächlich in den 60ern spielt. lolp

      Bei Amazon steht:

      "..und vermeidet als eine Rückschau auf die späten 50er Jahre die Nostalgie von Werken wie Grease und American Graffiti, was einem breiteren Erfolg des Films denn auch entgegen gewirkt haben dürfte, wurde unter Reagan das Nostalgische doch als das goldene Zeitalter gerade wieder en vogue."

      Man sieht die 50er oder 60er nicht heraus. lol

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    • Original von Dr.Doom:

      Stimmt den Inhalt hab ich garnicht gelesen, es wirkt aber wie ein 80er Film, schon von den Frisuren und Outfits wie zerissene Jeans her. lolp Allerdings kann ich mir das jetzt mit dem Micky Maus Outfit erklären. Ich hab bei dem Review auf Amazon auch gelesen, dass der Film nicht so die 50er oder 60er Jahre aufzeigt, deswegen ist er damals unter gegangen. Für mich ist das sehr schwer herauszusehen, dass der tatsächlich in den 60ern spielt. lolp

      Bei Amazon steht:

      "..und vermeidet als eine Rückschau auf die späten 50er Jahre die Nostalgie von Werken wie Grease und American Graffiti, was einem breiteren Erfolg des Films denn auch entgegen gewirkt haben dürfte, wurde unter Reagan das Nostalgische doch als das goldene Zeitalter gerade wieder en vogue."

      Man sieht die 50er oder 60er nicht heraus. lol


      Schreibst Du Deine Reviews also nach amazon-Lektüre und guckst den Film nur mit einem Auge. Sowas dachte ich mir schon. :0:

      Und amazon schreibt selber Käse. Es ist keine Rückschau auf die späten 50er, sondern auf 1966. Und das merkt man ua. an den Autos, an den Klamotten und vor allem an der Musik. Mir ist absolut schleierhaft, wie man bei aufmerksamen Schauen des Films darauf kommen kann, dass der in den 80ern spielt. lolp
      The girl that silenced the world for 6 minutes...
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      Severn Suzuki

    • Herausragendes Werk mit Darstellern die anschliessend eigtl alle eine Weltkarriere machten, und das zu Recht. Copolla schafft es eine breite Menge an Zuschauern zu begeistern indem er die Jungstars gewähren lässt, sie spielen an der langen Leine und man merkt wie ihnen ihr tun gefällt. Mir macht er nur Freude. [film]9[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Original von Hotte99:

      Original von Dr.Doom:

      Stimmt den Inhalt hab ich garnicht gelesen, es wirkt aber wie ein 80er Film, schon von den Frisuren und Outfits wie zerissene Jeans her. lolp Allerdings kann ich mir das jetzt mit dem Micky Maus Outfit erklären. Ich hab bei dem Review auf Amazon auch gelesen, dass der Film nicht so die 50er oder 60er Jahre aufzeigt, deswegen ist er damals unter gegangen. Für mich ist das sehr schwer herauszusehen, dass der tatsächlich in den 60ern spielt. lolp

      Bei Amazon steht:

      "..und vermeidet als eine Rückschau auf die späten 50er Jahre die Nostalgie von Werken wie Grease und American Graffiti, was einem breiteren Erfolg des Films denn auch entgegen gewirkt haben dürfte, wurde unter Reagan das Nostalgische doch als das goldene Zeitalter gerade wieder en vogue."

      Man sieht die 50er oder 60er nicht heraus. lol


      Schreibst Du Deine Reviews also nach amazon-Lektüre und guckst den Film nur mit einem Auge. Sowas dachte ich mir schon. :0:

      Und amazon schreibt selber Käse. Es ist keine Rückschau auf die späten 50er, sondern auf 1966. Und das merkt man ua. an den Autos, an den Klamotten und vor allem an der Musik. Mir ist absolut schleierhaft, wie man bei aufmerksamen Schauen des Films darauf kommen kann, dass der in den 80ern spielt. lolp


      Hab meine Kritik bearbeitet und wenigstens etwas ausgebessert. lolp Ähnliches ist mir schon bei The Wanderers passiert.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
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    • Original von Dr.Doom:

      Original von Hotte99:

      Original von Dr.Doom:

      Stimmt den Inhalt hab ich garnicht gelesen, es wirkt aber wie ein 80er Film, schon von den Frisuren und Outfits wie zerissene Jeans her. lolp Allerdings kann ich mir das jetzt mit dem Micky Maus Outfit erklären. Ich hab bei dem Review auf Amazon auch gelesen, dass der Film nicht so die 50er oder 60er Jahre aufzeigt, deswegen ist er damals unter gegangen. Für mich ist das sehr schwer herauszusehen, dass der tatsächlich in den 60ern spielt. lolp

      Bei Amazon steht:

      "..und vermeidet als eine Rückschau auf die späten 50er Jahre die Nostalgie von Werken wie Grease und American Graffiti, was einem breiteren Erfolg des Films denn auch entgegen gewirkt haben dürfte, wurde unter Reagan das Nostalgische doch als das goldene Zeitalter gerade wieder en vogue."

      Man sieht die 50er oder 60er nicht heraus. lol


      Schreibst Du Deine Reviews also nach amazon-Lektüre und guckst den Film nur mit einem Auge. Sowas dachte ich mir schon. :0:

      Und amazon schreibt selber Käse. Es ist keine Rückschau auf die späten 50er, sondern auf 1966. Und das merkt man ua. an den Autos, an den Klamotten und vor allem an der Musik. Mir ist absolut schleierhaft, wie man bei aufmerksamen Schauen des Films darauf kommen kann, dass der in den 80ern spielt. lolp


      Hab meine Kritik bearbeitet und wenigstens etwas ausgebessert. lolp Ähnliches ist mir schon bei The Wanderers passiert.


      Verschlimmbessert triffts wohl eher. lol
      The girl that silenced the world for 6 minutes...
      https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk
      Severn Suzuki

    • Original von Hotte99:

      Original von Dr.Doom:

      Original von Hotte99:

      Original von Dr.Doom:

      Stimmt den Inhalt hab ich garnicht gelesen, es wirkt aber wie ein 80er Film, schon von den Frisuren und Outfits wie zerissene Jeans her. lolp Allerdings kann ich mir das jetzt mit dem Micky Maus Outfit erklären. Ich hab bei dem Review auf Amazon auch gelesen, dass der Film nicht so die 50er oder 60er Jahre aufzeigt, deswegen ist er damals unter gegangen. Für mich ist das sehr schwer herauszusehen, dass der tatsächlich in den 60ern spielt. lolp

      Bei Amazon steht:

      "..und vermeidet als eine Rückschau auf die späten 50er Jahre die Nostalgie von Werken wie Grease und American Graffiti, was einem breiteren Erfolg des Films denn auch entgegen gewirkt haben dürfte, wurde unter Reagan das Nostalgische doch als das goldene Zeitalter gerade wieder en vogue."

      Man sieht die 50er oder 60er nicht heraus. lol


      Schreibst Du Deine Reviews also nach amazon-Lektüre und guckst den Film nur mit einem Auge. Sowas dachte ich mir schon. :0:

      Und amazon schreibt selber Käse. Es ist keine Rückschau auf die späten 50er, sondern auf 1966. Und das merkt man ua. an den Autos, an den Klamotten und vor allem an der Musik. Mir ist absolut schleierhaft, wie man bei aufmerksamen Schauen des Films darauf kommen kann, dass der in den 80ern spielt. lolp


      Hab meine Kritik bearbeitet und wenigstens etwas ausgebessert. lolp Ähnliches ist mir schon bei The Wanderers passiert.


      Verschlimmbessert triffts wohl eher. lol


      :29: :23:

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Schwarzer Elektro - Alternative Playliste: Klick
      Tekkno - XTC - Acid (Playliste/The Hits): Klick
    • 80er waren eher Britisch angehaucht.
      Mit Fönfrisuren Pop und später der Punkbewegung.

      Die Outsiders ist ganz klar 60er mit seinem Rockabillystyle usw.

      Toller Film übrigends, dort spielen ja einige spätere Hollywood Bekanntheiten mit.

      [film]8[/film]





    • Die Outsider
      (The Outsiders)
      mit C. Thomas Howell, Matt Dillon, Ralph Macchio, Patrick Swayze, Rob Lowe, Emilio Estevez, Tom Cruise, Glenn Withrow, Diane Lane, Leif Garrett, Darren Dalton, Michelle Meyrink, Tom Waits
      Regie: Francis Ford Coppola
      Drehbuch: S.E. Hinton
      Kamera: Stephen H. Burum
      Musik: Carmine Coppola
      FSK 12
      USA / 1983

      Amerika in den 1960er-Jahren: Ponyboy und Johnny, Mitglieder der Gang „Greasers“, flirten mit der hübschen Cherry Valance. Dies bleibt allerdings von deren Freund Bob, der selbst Teil einer Gang ist, nicht unentdeckt. Schnell kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den „Greasers“ und den „Socs“, wobei Bob von Johnny erstochen wird. Für Johnny und Ponyboy beginnt ein Leben auf der Flucht.


      Francis Ford Coppola (Der Pate, Apocalypse Now) hat mit "The Outsiders" das in den USA sehr beliebte Jugendbuch von Susan E. Hinton verfilmt und damit einen absolut zeitlosen Klassiker geschaffen, der auch in der heutigen Zeit immer noch unter die Haut geht. Es handelt sich um eine Geschichte, in der Begriffe wie Freundschaft, Klassenkampf und Gewalt im Vordergrund stehen. Coppola ist es hier meisterhaft gelungen, ein Jugend-Drama mit erheblichem Tiefgang in Szene zu setzen und dabei mit einer Darsteller-Riege aufzuwarten, die in dieser Form absolut einzigartig ist. Kann man hier doch etliche amerikanische Superstars in jungen Jahren bewundern, was dem Film sicherlich einen ganz besonderen Stempel aufdrückt. Namen wie Tom Cruise, Matt Dillon, Patrick Swayze oder auch C. Thomas Howell sind nur einige Beispiele für den extrem hochwertigen Cast, der allein es schon wert ist, sich dieses grandiose Werk anzuschauen. Schnell könnte man auf die Idee kommen, das es sich um einen üblichen Banden-Film in der Art von "The Warriors" oder "The Wanderers" handelt, stehen doch auch hier zwei rivalisierende Gruppen im Fokus des Geschehens. Doch "The Outsiders" geht letztendlich doch einen anderen Weg und legt sein Hauptaugenmerk dabei in erster Linie auf die intensive Beleuchtung seiner drei Haupt-Charaktere Pony-Boy (C.Thomas Howell), Johnny (Ralph Macchio) und Dallas (Matt Dillon). Die Figuren könnten im Prinzip nicht unterschiedlicher sein, steht doch einerseits mit Pony-Boy ein eher verträumter Junge an der Seite seines besten Freundes Johnny im Mittelpunkt, wobei die beiden Jungen eigentlich so gar nicht in das Bild der rivalisierenden Gangs passen und andererseits ist mit Dallas ein egoistischer und vollkommen desillusionierter junger Mann am Start, der seine wahren Gefühle viel lieber hinter der Maske des kalten-und berechnenden Rowdies versteckt. Coppola hat die Kontraste dieser drei Figuren ganz hervorragend herausgearbeitet und insbesondere die Dialoge zwischen Pony-Boy und Johnny sind hierbei ein absolutes Highlight. Kommt in ihnen doch einerseits die kindliche Naivität zum Vorschein, so offenbart sich auf der anderen Seite auch eine durchaus nachdenkliche Substanz der Gespräche und man merkt ganz eindeutig, das die beiden Jungen auf der Suche nach dem Sinn in ihrem Leben sind.

      "The Outsiders" ist ganz bestimmt kein Film, in dem temporeiche Action-Passagen im Vordergrund stehen, denn bis auf einen einzigen Kampf zwischen den Banden der Greasers und den Socs wird der Klassenkampf viel eher auf der verbalen Ebene ausgetragen. Manch einem mag das eventuell etwas langatmig erscheinen, doch wenn man sich einmal auf das Geschehen einlässt merkt man ziemlich schnell, das hier die eigentliche Stärke dieses Werkes zu suchen ist das genügend inhaltlichen Tiefgang beinhaltet. Während die Gruppierung der wohlbetuchten Socs eher im Hintergrund bleibt, beschäftigt sich das Szenario in der Hauptsache mit den Greasers, die durch ihre soziale Stellung zu den absoluten Außenseitern gehören. Familiäre Probleme stehen auf der Tagesordnung und sorgen bei den Jugendlichen für wenig Hoffnung auf eine goldene Zukunft. Aber auch untereinander kommt es immer wieder zu Spannungen, was sich ganz besonders im Verhältnis zwischen Pony-Boy und seinem älteren Bruder Darell (Swayze) immer wieder zeigt. Ist das Familien-Oberhaupt doch nur zu oft mit der Erziehung seines jüngeren Bruders restlos überfordert und kommt zudem auch nicht damit klar, das dieser im Prinzip ganz anders ist als die üblichen Greasers. Das alles wird durch das hervorragende Schauspiel der Akteure zusätzlich unterstrichen und man kann sich als Zuschauer absolut erstklassig mit der gegebenen Situation identifizieren. Bis in die kleinsten Nebenrollen ist dieser Film nahezu perfekt besetzt, doch meiner persönlichen Meinung nach sind insbesondere die Performances eines C. Thomas Howell und Matt Dillon ganz besonders hervorzuheben, drücken diese beiden der Geschichte doch ihren ganz persönlichen Stempel auf und machen sie zu etwas ganz Besonderem.

      Natürlich darf bei diesem Drama auch der nötige Schuss Tragik nicht fehlen, wobei man sorgsam darauf geachtet hat, das nicht zu stark auf die Tränendrüse gedrückt wird. Vielmehr handelt es sich um wirklich emotionale-und tief bewegende Momente, die einem phasenweise richtig unter die Haut gehen. Verantwortlich dafür sind die Passagen, in denen Dallas, Johnny und Pony-Boy auf ihrer Flucht zu Helden werden, in dem sie einige Kinder aus einer brennenden Kirche retten. Die sich daraus ergebenden Folgen sind sehr tragisch und wurden nahezu brillant in Szene gesetzt, so das man an diversen Stellen des Geschehens wirklich einen dicken Kloß im Hals hat. An dieser Stelle hat Coppola seinem Werk das höchste Maß an Autenzithät verliehen, kann man sich doch unglaublich gut in das Geschehen hineinversetzen und dabei eine extrem hohe Intensität verspüren, die dem Ganzen eine hohe Glaubwürdigkeit verleiht. Man ist gefühlsmäßig hin-und her gerissen und durchlebt die Ereignisse zusammen mit den Protagonisten, denn die Identifikation mit den Helden der Geschichte ist äußerst hoch angesiedelt. So ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, das die Sympathie-Werte auch von Beginn an ganz klar verteilt, man hält automatisch zu den Außenseitern der Gesellschaft, denen jeden Tag durch die besser gestellten vor Augen gehalten wird, das sie doch im Prinzip nicht mehr als der Bodensatz der Gesellschaft sind. Es ist ganz besonders eine einzige Szene in der dies hervorragend zum Ausdruck kommt, denn in einem Dialog zwischen Cherry (Diane Lane) und Pony-Boy in einem Autokino fällt der Satz: "Wenn wir uns in der Schule sehen und ich nicht ‚Hallo’ sage, sei nicht sauer, ok?". Dieser eine Satz drückt den vorherrschenden Klassenkampf zwischen arm-und reich so eindrucksvoll aus, das jede weitere Wort vollkommen überflüssig erscheinen würde.

      Letztendlich ist "The Outsiders" ein imponierendes-und absolut zeitloses Werk, denn die vorherrschende Thematik ist jederzeit aktuell und brisant. Die sozialen Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppierungen wird es immer geben, wobei die besser gestellten Menschen allen anderen immer wieder unmissverständlich zu verstehen geben, das sie nie in der gleichen Liga spielen werden. In vorliegender Geschichte wird dieser Kontrast nahezu perfekt dargestellt und durch grandios agierende Darsteller noch zusätzlich hervorgehoben. Da helfen auch keine Floskeln wie beispielsweise "Jeder Mensch ist gleich", denn Geld regiert nun einmal die Welt, was auch-oder gerade in der heutigen Zeit immer wieder sehr drastisch aufgezeigt wird. Vorurteile wird es immer geben, denn das liegt in der Natur des Menschen, der sich aufgrund materieller Besserstellung für etwas Besonderes hält und das auch jeden spüren lässt, dem das Schicksal nicht so sonnig scheint. Coppola hat diese Dinge in einem herausragenden Jugend-Drama eindrucksvoll verarbeitet und mit "The Outsiders" auch gleichzeitig einen Film voller sozialkritischer Aspekte geschaffen, die man kaum besser hätte ins Bild setzen können.


      Fazit:


      Wer diesen fantastischen Film noch nicht kennen sollte hat wirklich etwas verpasst. Eine bewegende Geschichte, eine einzigartige Darsteller-Riege und eine immer aktuelle Thematik sind hier eine grandiose Symbiose eingegangen, so das "The Outsiders" letztendlich ein Gesamtbild präsentiert, das man nur als absolut hervorstechend bezeichnen kann. Zudem ist es ein absolutes Erlebnis, die etlichen Superstars so ziemlich am Anfang ihrer Karriere zusammen in einem Film zu sehen. Hier kann man nur eine absolute Empfehlung aussprechen, denn das Werk fast mühelos drei Jahrzehnte überstanden, ohne dabei auch nur ansatzweise zu altern.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Habe das Buch mal in der Schule gelesen, war eigentlich ganz gut...
      Denke den FIlm werde ich mir bei Gelegenheit auch mal zu Gemüte führen, die Bewertungen sprechen ja bisher sehr für den Film.
    • Cast der OUTSIDERS 1983, was für Volltreffer!
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Weiteres Foto während der Dreharbeiten:

      Rob Lowe, Patrick Swayze, und C. Thomas Howell 1983.

      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Christiane F. (1977) spielt in den 80ern
      Dirty Dancing (1963) spielt in den 80ern
      Straßen in Flammen (Paralleluniversum der 50er) spielt in den 80ern
      Blade Runner (2019) spielt in den 80ern

      Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. shack
      Ich verfolge Euch! Egal, wann oder wo ... Ich werde Euch kriegen!