Baise-Moi (Fick Mich)

    • Baise-Moi (Fick Mich)



      Originaltitel: Baise Moi
      Produktionsland: Frankreich
      Produktion: Philippe Godeau, Dominique Chiron
      Erscheinungsjahr: 2000
      Regie: Virginie Despentes, Coralie Trinh Thi
      Drehbuch: Coralie Trinh Thi
      Kamera: Benoît Chamaillard, Julien Pamart
      Schnitt: Aïlo Auguste-Judith, Francine Lemaitre, Véronique Rosa
      Musik: Varou Jan
      Länge: ca. 74 Minuten
      Freigabe: FSK 18 (indiziert)

      Darsteller:
      Karen Lancaume
      Raffaëla Anderson
      Hervé P. Gustave
      Ouassini Embarek
      Marc Rioufol
      Estelle Isaac
      Delphine McCarty
      Céline Beugnot
      Adama Niane
      Christophe Claudy Landry
      Tewfik Saad
      Patrick Kodjo Topou


      Inhalt: Nach einer Vergewaltigung begeht Manu (Raffaëla Anderson) einen Mord im Affekt. Auf der Flucht trifft sie Nadine (Karen Bach), die ebenfalls Schreckliches erlebt hat. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine wilde Tour durch die französische Provinz. Jenseits aller Konventionen und Wertvorstellungen führen sie ein Leben, aus dem es kein Zurück mehr gibt ...
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    • Wie kann man diesen Film am Besten beschreiben. Vielleicht: "Thelma und Louise auf Krass".
      Denn das trifft es am ehesten. Zwei völlig unterschiedliche Frauen. Die eine hat einen Mord nach einer Vergewaltigung begangen, die andere rastet aus, nachdem ihr Freund und Dealer von der Polizei erschossen wird. So trifft man sich und die Lage eskaliert. Denn auf ihrem "Road-Trip" leben die beiden Frauen alles aus, was seit ihrer Kindheit in ihnen steckt: Sex und brutale Gewalt.
      Kaum zu glauben, dass hier zwei Frauen für Drehbuch und Regie verantwortlich sind. Die Sexszenen, die hier schon ins Pornographische rutschen, gepaart mit kaltblütigen Morden und harten Vergewaltigungsszenen sind schon starker Tobak.
      Das ist wohl wirklich nicht jedermanns Ding, daher wurde er auch mit etlichen Pornodarstellern besetzt, aber dieser Film ist sowieso jenseits von Normal.
      Die darstellerischen Leistungen sind trotz ihrer "Schmuddelherkunft" akzeptabel.

      Trotzdem tue ich mich etwas mit der Wertung schwer.

      [film]8[/film]

      Die sind auf jeden Fall gerechtfertigt für ein (s)explosives Stück Skandalfilm aus Frankreich.
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    • Hab mir den damals auch mal ausgeliehen. Hab ihn allerdings kaum noch im Kopf. Ich hatte wohl mehr erwartet *hust*^^ Dafür weiß ich das Ende noch umso mehr... ob das was heißen mag^^
      Ich weiß nicht, ob ich ihn nochmal schauen würde, aber vielleicht, hab ich auch nur die "ab 16"Version gesehen xD
      Ich enthalte mich einer Wertung deshalb ;)
      Ready for Freddy?
      Come to my World, Bitch!
      Ich spreche fließend ironisch und sarkastisch mit einem Akzent aus Schwarzem Humor![FILM]10[/FILM]
    • Skandalfilm trifft es schon ziemlich gut, hui der Pillemann ist hier nicht angedeutet sondern schon in Action shack und zu meiner Schande muss ich gestehen das mir die Hauptdarstellerin bekannt vorkam, also gegooglet und gelesen sie war ein Hardcorestar..... lolp leider durch Tabletten umgekommen. Filmisch sicher intressant, und wenn man ihn mit produktionen aus Deutschland gleichen Budgets vergleicht mal wieder ein K.O. für uns. Dafür das die Darsteller nicht zur ersten Garde gehören machen sie ihre Arbeit wirklich gut. Zwar wirkt alles ziemlich wirr und etwas zu zerstörerisch, aber wie gesagt - interessant. [film]7[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Kritik:

      Insbesondere moderne französische Filme sind für ihre härtere Gangart längst bekannt, aber was Baise-Moi hier zeigt, geht noch über den bekannteren Härtegrad hinaus. Der Film ist von der Brutalität im Bezug mit nackte Haut und Vergewaltigung sowie Rücksichtslosigkeit beinharter Stoff und verständlicherweise indiziert, in Frankreich ist er sogar nach einer Klage einer rechten Partei verboten worden. Die Protagonisten wirken tatsächlich zugekifft, es ist nicht zu glauben, dass hier nur geschauspielert wird, sie sind so. Die Darsteller stammen alle aus der Pornoszene, die beiden Mädels in der Hauptrolle haben auch sonst kaum was anderes gemacht als Pornos zu drehen, außer noch diesen Film hier direkt anschließend, der weit aus mehr ist als ein Schäferstündchen um ein paar Kröten zu verdienen. Karen Lancaume beging ein paar wenige Jahre später Selbstmord,
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      (Ein Selbstmord wird von ihr am Ende auch im Film fast vollzogen.)
      von Raffaëla Anderson erschienen 2 Bücher, wo sie in Hard (2001) und Tendre Violence (2006) ihre Erfahrungen über das schmutzige niedere der Pornofilmindustrie niederschrieb.

      Die Hardcore-Szenen sind zumindest nicht ganz langweilig und kommen auch nicht so oft vor, direkten Geschlechtsverkehr sieht man auch nicht unbedingt viel, dass meiste könnte genau so gut gestellt sein. Unterlegt werden die Hardcore und Meuchelszenen mit französischen Industrial Sound. Die Handlung ist gut genug, inhaltlich ist es also ausreichend, ich hab zumindest nicht groß was auszusetzen, hab mir anhand der vielen sehr schlechten Bewertungen wahrlich viel weniger Inhalt vorgestellt. Die Handlung ist sogar durchaus interessant, auch wenn man die brutalen Handlungen der Damen nicht so richtig erklären kann, was sicher der große Schwachpunkt des Films ist, da hätten man vielleicht noch so was wie schwere Kindheit, aber jedenfalls etwas mehr Vorgeschichte aufzeigen können, dass hätte das Charakterverhalten besser erklären können. Der Film soll jedenfalls eine Abrechnung der beiden Hauptdarstellerin und auch der Regisseurin mit der Pornoindustrie sein, dass ist jedenfalls ersichtlich. Eine Abrechnung, die sich allerdings nur aufs Meucheln beschränkt.

      Ich bin allerdings auch kein Fan von Hardcoreszenen in Filme, die ekeln mich einfach nur an und für mich ein Grund, ein Film abzubrechen, zumindest wenn es sehr ersichtlich echt ist. So schlimm und schlecht wie die überwiegenden Kritiken find ich den Film aber ansonsten nicht, die Hardcoreszenen dienen auch nur der Glaubwürdigkeit des Films und soll sicher keine Perversen anziehen. Von der Technik fällt bei einigen Kameraaufnahmen der typische Amateurstil auf, mit Köpfe der Protagonisten die nicht richtig voll im Bild sind und die Kamera kann auch vereinzelt ein bissel schwanken, dass wirkt auf mich wiederum noch realistischer. Die Meuchelszenen sehen brutal aus, zumeist sind es blutige Schussszenen, allerdings gibt es keine Splatter.
      Co-Regisseurin Coralie spielte zuvor selbst auch in französisch, bösem Undergroundkino alla „Dunkle Triebe“, „Schon tot“ sowie in „Terror of Prehistoric Bloody Monster From Space“ mit, die es hierzulande bis dato nicht auf DVD geschafft haben, wo es wohl ähnlich rohes und krankes Material geben dürfte wie in „Fick Mich!“

      Ganz harte Mädchen! Nichts für Weicheier, aber Fick mich! ist ein Geheimtipp für harte Nüsse!

      [film]8[/film]