Mission: Impossible

    • Mission: Impossible



      Produktionsland: USA
      Produktion: Tom Cruise, Paul Hitchcock, Paula Wagner
      Erscheinungsjahr: 1996
      Regie: Brian De Palma
      Drehbuch: David Koepp, Robert Towne, Steven Zaillian
      Kamera: Stephen H. Burum
      Schnitt: Paul Hirsch
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. 80.000.000$
      Musik: Danny Elfman
      Länge: ca. 105 Minuten
      Freigabe: FSK 12
      Darsteller: Tom Cruise, Jon Voight, Emmanuelle Béart, Henry Czerny, Jean Reno, Ving Rhames, Kristin Scott Thomas, Vanessa Redgrave, Dale Dye, Marcel Iures, Ion Caramitru, Ingeborga Dapkunaite


      Inhalt:

      Erster Kinofilm nach der beliebten TV-Serie "Kobra, übernehmen Sie!" um das Agententeam des IMF. Ethan Hunt ist einem Maulwurf innerhalb seiner Organisation auf der Spur.

      Als eine Liste mit den Codenamen verdeckter Top-Agenten zum Verkauf angeboten wird, soll ein Team von Spezialagenten den Verräter auf frischer Tat überführen. Tom Cruise spielt den Geheimagenten Ethan Hunt, der miterleben muss, wie seine Kollegen bei einem Einsatz zu Tode kommen. Bei einem Treffen mit seinem Kontaktmann der CIA erkennt Hunt, dass hinter der Mission ein perfides Doppelspiel steckt. Als Überlebendem wird ihm die Schuld am Tod seines Teams angehängt. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Hunt den wahren Maulwurf finden. Ob auf der Flucht vor Killerkommandos der Regierung, beim Eindringen in den Hochsicherheitstrakt der CIA oder gar am Dach eines Hochgeschwindigkeitszuges festgeklammert, Hunt muss alles daransetzen, seinen Verfolgern stets einen Schritt voraus zu sein und der schrecklichen Wahrheit Schritt für Schritt näher zu kommen.


      Trailer:



      Kritik mit Spoiler:

      Mission Impossible ist einer oder der Agenten/Actionthriller in den 90er Jahren und bis Heute eine Inspirationsquelle folgender Genrefilme. Die Geschichte beginnt zwar etwas unübersichtlich, es stellt sich aber im Verlauf heraus, um was es eigentlich geht, einzig weis der Zuschauer zunächst, das Sonyboy Tom Cruise als Ethan Hunt den guten Charakter bis zuletzt spielen wird, dafür ist seine Ausstrahlung einfach zu sympathisch/lieb. Tom Cruise macht hier einen guten Job, ansonsten verbleiben die Charaktere leicht oberflächlich, aber die durchweg überzeugende Besetzung macht das zumeist weg. Auf eine fast schon zu erwartende Liebesgeschichte wird am Rande komplett verzichtet, da das Beziehungsspiel auf der Seite der Böewichte stattfinden wird und auch dabei geht man im Finale wo die Charaktere alle zusammentreffen, doch so wenig drauf ein, dass man es kaum wahr nimmt, zumal sich Emmanuelle Béart eher zwischen den Fronten stellt, als zu ihrem Mann Jim Phelps zu stehen, warum auch immer, viel Verschlagenheit zeigt sie hier nicht. Die besten Nebenrollen haben somit „Krieger“ Jean Reno, der den Fiesling sehr gut verkörpert und Ving Rhames kann den gutherzigen, sehr sympathischen „Luther“ als Freund von Hunt in Perfektion spielen. Dabei wird im Dialog und auch vom Ablauf her auf so einige witzige Szenen gesetzt, wie die Masken der Agenten um sich für jemand anderen auszugeben, die sich dann zu erkennen geben. Die Masken sehen täuschend echt aus.

      Die Mission Impossible sollte sich vor allem dank des aufgepeppten Soundtracks in die analen der herausragenden Blockbuster der 90er einschreiben. Ebenfalls sehr stark sind die ruhigen Szenen des Films, wie der unvergessene geräuschlose Einbruch in beeindruckender Stille und packenden Momenten, wobei nicht nur der Schweiß und Nervenkitzel des Zuschauers enorm hochgetrieben wird. Die Kulissen entsprechen dem Stil der 90er Jahre, so sieht die Hubschrauberszene im Finale leicht überholt aus, wo zu ersichtlich mit dem Computer getrickst wurde, aber für Abwechslung bei den Schauplätzen ist gesorgt. Mehr als die Schauplätze können die vielen Wendungen Interesse erzeugen, die aber auch zum Knackpunkt des Films werden. Zum Filmende mit einer erneuten Wendung hab ich mich gefragt, wer zum Teufel hat eigentlich den Maulwurf Jim Phelps scheinbar erschossen und wie konnte er seine Gedärme wieder einpacken, die schon aus ihm heraus suppten. Besonders aber wer hinter dem Anschlag zu Beginn nun wirklich steht, hab ich einfach nicht ganz verstanden, klar ist das Franz Krieger hier als Ausführungsorgan dahinter steckt, aber wo hat Jim Phelps seine Gedärme plötzlich her geholt und wieso geht er so ein großes Risiko ein, selbst ermordet zu werden, falls es wirklich seine eigenen Innereien und sein Blut waren, die man zu Beginn gesehen hat. Zudem ist es für mich nur schwer zu verstehen wie Tom Cruise den Maulwurf entlarven konnte, nur wegen eines Stempels in einem zufällig aufgeschlagenen Buch und ein wohl geführter Dialog zuvor? Bei den ganzen Wendungen fühlt man sich von der Logik her dann doch auch überrumpelt. Außerdem wird bei der bereits erwähnten Hubschrauberszene komplett die Physik über Board geworfen. Ein echter Lacher ist, wenn Tom Cruise bei der Explosion des Hubschraubers in der Luft per Feuersbrunst genau auf den fahrenden ICE geschleudert wird und der ihn abfängt wie ein weiches Bett, Cruise verletzt sich nicht mal leicht. Gott, ist der Mann aus Stahl?

      Bei der Härte gibt es besonders eine deftige Mordszene im Fahrstuhl, wo jemanden das Gesicht aufgespießt wird und die Explosion eines Autos wird durch einen ganz schönen Schockeffekt begleitet, aufgrund des ruhigen Moments davor, wo man erahnt das etwas passieren könnte und dann knallt es plötzlich laut, wo auch jemand ins Gras beisst. Mit Action wird ansonsten nicht übertrieben und eines kann man der Mission Impossible nicht absprechen, den alles entscheidenden hohen Unterhaltungswert der Geschichte, mit richtig packenden Momenten. Da ich über vieles hinwegsehen kann ohne gleich alles blumig zu reden, so gibt es trotzdem eine Empfehlung für einen Film mit hohem Wiedersehwert und somit eine gute Bewertung.

      [film]8[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Electro in the Dark (Spotify Playliste)
    • RE: Mission: Impossible

      Adrenalin Junkies holen sich hier ihre doppelte Dosis, der Soundtrack genial sowie Action satt. [film]9[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Anfangs war ich enttäuscht, weil ich mir in Anbetracht der genialen Serie was anderes vorgestellt hatte.
      Da war ja nicht die Action im Mittelpunkt, sondern die genialen Tricks der Agenten.

      Aber als Actionfilm funktioniert der Film tadellos und eine geniale Einbruchsszene gibts ja auch.

      8 von 10
    • Jow, damals war er noch Tom Cruise und kein (nach außen hin) ein seltsamer Scientologe.
      ^(^.^)^
    • Teil 5 geht Star Wars aus dem Weg, ursprüngöich sollte die Fortse tzungebenfalls Weihnachten in die Kinos kommen, nun wird er aber um satte fünf Monate vorgezogen.
      Mission: Impossible 5 startet am 31. Juli 2015 in den Kinos.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Ein sehr simples und stupides Machwerk, in welchem Tom Cruise wie so oft an Overacting kratzt. Unterhaltsam - vielleicht, doch kein Werk, das ich mir gerne nochmals ansehen würde.
      [film]4[/film]
      "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz