Lohn der Angst

    • Original von Dr.Doom:

      Original von Hotte99:

      @ Doom :
      Wo Du hier Rassismus gegenüber Farbigen entdeckt haben willst, erschließt sich mir auch nicht. Wenn überhaupt, haben eher die Weißen den Status der unerwünschten Tagelöhner.


      Schau mal was Anyu geschrieben hat, es werden im Film viel abwertende Sprüche gegen Schwarze getätigt. Das kann man defintiv schreiben. Mit dem Nitroglycerin habt ihr recht.


      Das ist schlichtweg nicht richtig. Zum einen kommen in dem Film so gut wie keine Schwarzen vor (mir fällt spontan der Zollbeamte ein, sonst großartig keiner), zum anderen richten sich mindestens so viele Sprüche gegen Weiße. Ich kann in diesem Film nicht den Hauch von Rassismus entdecken. Sprüche hin, Sprüche her... in wie vielen US-Krimiserien fällt das Wort Nigger, in wie vielen deutschen Produktionen fallen Schmähworte gegen Migranten? Das alles reicht niemals um diesen Produktionen den Stempel rassistisch aufzudrücken. Man muss sich auch vergegenwärtigen wann der Film gedreht wurde und wann er spielt. Vor dem Hintergrund ist er sogar geradezu neutral gehalten.

      Noch ein letztes Mal Thema Nitroglycerin : Du solltest nicht von Dir auf andere schließen. Das Zeug ist gerade in Filmkreisen recht berüchtigt und sehr bekannt. Von den 50ern bis in die 70er und 80er war Nitroglycerin in etwa so geläufig wie heutzutage Semtex oder C4.

      Ironie on

      Die Szene mit der Zigarettenspitze is ja mal sowas von realistisch und überhaupt nicht überzogen. Schließlich hat man in den Trümmern des WTC ja auch den Pass von einem der Attentäter gefunden.
      Ironie off

      Aber warum eine solche Szene nur in Kommödien vorkommen soll, erschließt sich mir wiederrum nicht.

      Du hast aus deiner Unwissenheit heraus (Rauchen und so) den ganzen Film unter schwarzhumoristischem Trash abgelegt und aus der Schublade kriegst du ihn jetzt nicht mehr raus.
      Dieser Film ist aber alles andere als das.
      The girl that silenced the world for 6 minutes...
      https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk
      Severn Suzuki

    • Mir ist es egeal von wann ein Film ist, auch ob er in Farbe oder Schwarz/Weiss gedreht wurde. Ein guter Film bleibt ein guter Film, geändert hat sich diesbezüglich nur mein Geschmack bei Filmen die mir als Kind zusagten, nicht generell aber doch oft. Rambo zB. hab ich als Kind gesehen und liebe ihn immer noch, bei Pan Tau hört es aber auf, den kann ich mir heute nicht mehr geben. Man entwickelt sich und seinen Geschmack, hat für mich aber erwähnt nichts mit dem Alter zu tun.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Von 0 auf 100 in 45 Minuten. Diesen Leerlauf gilt es zu überstehen, bis The Wages of Fear auch im metaphorischen Sinn in Fahrt gekommen ist. Dabei eilt diesem Film bereits der Status eines Meisterwerks voraus, den er sich in der verbleibenden Spielzeit redlich verdient hat. So gilt es für vier Lastkraftwagenfahrer Nitroglycerin über eine Waschbrettpiste, instabile Holzrampen und brüchige Straßen zu befördern. Jedes Schlagloch wird zur nervlichen Belastungsprobe, Baumzweige und Felsen mutieren zur Todesfalle - eine brenzlige Situation reiht sich an die nächste. Beachtlich ist, dass der Film auch ohne Soundkulisse eine hohe Dramatik erreicht, resultiert die Spannung hier aus der trügerischen Ruhe und den gefährlichen Situationen, in denen sich die Fahrer befinden. So gesehen stößt lediglich die (zu) lange Anlaufzeit ein wenig auf, die jedoch nicht daran rüttelt, dass The Wages of Fear seinem Status als Meisterwerk mehr als gerecht wird. Spätestens durch die von Johann Strauß musikalisch untermalte, tolle Endsequenz.

      [film]9[/film]