100 Gewehre



    • Alternativer Titel: One Hundred Rifles
      Produktionsland: USA
      Produktion: Marvin Schwartz
      Erscheinungsjahr: 1969
      Regie: Tom Gries
      Drehbuch: Tom Gries, Clair Huffaker
      Kamera: Cecilio Panuagia
      Schnitt: Robert L. Simpson
      Spezialeffekte: -
      Budget: ca. -
      Musik: Jerry Goldsmith
      Länge: ca. 110 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller:
      Jim Brown: Sheriff Lyedecker
      Burt Reynolds: Yaqui Joe Herrera
      Raquel Welch: Sarita
      Fernando Lamas: General Verdugo
      Dan O'Herlihy: Steven Grimes
      Eric Braeden: Lt. Franz von Klemme
      Aldo Sambrell: Sergeant Paletes
      Michael Forest: Humara
      Akim Tamiroff: General Romero





      Das Halbblut Yaqui Joe erbeutet bei einem Bankraub 6000 Dollar. Dieses Geld investiert er in 100 Gewehre die er den Yaqui-Indianer, welche von General Verdugo und seiner Armee ausgemerzt werden sollen, zukommen lässt. Allerdings ist Yaqui Joe Herrera auch der US-Hilfssheriff Lydecker auf den Versen. Einige Umstände bringen jedoch mit, dass auch Lydecker in den Freiheitskampf der Yaqui-Indianer verwickelt wird.

      Tom Gries gelingt es durchaus eine antirassistische Message zu vermitteln in dem er einen farbigen Hilfssheriff und ein Halbblut gegen eine faschistische Armee antreten lässt. Neben diesem sehr gut gemeinten Aspekt setzt Tom Gries ansonsten schwerpunktmäßig auf Spannung und Unterhaltung. Denn Leerlauf oder Langeweile kommt innerhalb „100 Gewehre“ nicht zum Tragen.

      Das Ambiente von Tom Gries Film ist eine Landschaft, die eigentlich nur aus Staub besteht. Eine gute Grundlage für einen Rebellions-Western. Das dieser vereinzelnd schon ein wenig italienisch wirkt sollte nicht unerwähnt bleiben.

      Jim Brown macht in der Rolle des Sheriff Lyedeckers eine sehr gute Figur, Burt Reynolds hält sich im Vergleich als Yaqui Joe Herrera eher zurück, von seinem anfänglichen Engagement einmal abgesehen. Wenn man diesen recht unterhaltsamen Reynolds-Start sieht so fällt dem Beobachter eine ihm nicht ganz unbekannte Dame auf, die leider viel zu früh von uns gegangen ist. Die Rede ist von Soledad Rendón Bueno, den Franco-Freaks auch besser unter Soledad Miranda bekannt.

      Neben Soledad Miranda bietet „100 Gewehre“ natürlich noch das optische Non Plus Ultra und zwar Raquel Welch in der Rolle der Sarita. Das Raquel in einigen Momenten wie für ein eher frivoles Photoshooting gekleidet ist, sollte den ein oder anderen Nörgler über kleine schauspielerische Defizite hinwegsehen lassen. Denn ehrlich gesagt ist die Freude wenn sie ins Bild kommt sehr groß, da ihre Präsenz eine absolute Augenweide ist.

      Fazit: Ein guter Western, der durch Kurzweiligkeit und mit einer guten Kameraarbeit zu gefallen weiß.

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