American Gods

    • Visueller Firlefanz, die Effektshow sieht wirklich gut aus und wird vielen Spass machen und hat reichlich Härte sowie Blut. Für mich wars aber wieder typisch Amazon Serie, bekomme da keinen Draht zum Inhalt oder Charakteren. Die Dialoge/Overacting empfind ich als albern, wahrlich manche Darsteller agieren so schlecht, dass man zuschauen will, wie bei einem Autofall. Mal sehen ob Episode 2 in der Handlung mal Sinn ergibt, ansonsten bin ich schon raus.
    • Vergleiche zur Romanvorlage kann ich nicht ziehen, da ich diese nie gelesen habe und auch nie lesen werde! Nach einer sehr starken Eröffnungsfolge, flacht dass inhaltlich nach der dritten Episode ziemlich ab. Ich kam da nicht wirklich rein und finde mich in Neil Gaimans Erzählstruktur, um den geplanten Krieg zwischen den alten und neuen Göttern, nicht zurecht. Für mich war das zu verworren, teils zu grotesk und mit dem Holzpfahl bearbeitet. Auch wenn das inhaltlich äusserst schwer handhabbar daher kommt und mit vielen Subplots verworren wurde, bleibt bei mir der Kick aus. Man besitzt zwar die eine oder andere Provokation, aber mit Sex und Gore, alleine kann man Heute sicherlich keine Tabus mehr brechen.

      Die Serie verliert sich in wuchtiger Bildgewalt und nützt jegliches moderates Mittel um gerade dem jüngeren Publikum zugefallen. Slomos, Close-Ups und Animationen geben sich die Klinke in die Hand - alles sehr schön anzugucken, aber ich hätte mir hier mehr Thrill und Spannung, oder zumindest eine Bindung zu einer der Figuren gewünscht, statt dieses Bildorgasmus. Insbesondere die Rückkehr von Shadow`s Frau, in Form von Emily Browning, fand ich extrem nervig. Auch wenn die Sucker Punch (2011) Darstellerin sicherlich sehr charismatisch ist, aber hier bekommt sie eindeutig Zuviel Screentime. Von acht Folgen sind zwei vollumfänglich ihrem Charakter gewidmet -Schade!

      Wem könnte das gefallen? Freunde des Fantasy Mystery Geres, der etwas härteren Gangart können eine Blick riskieren. Aufwendig gemacht, wird auch hier mehr auf Ästhetik, statt inhaltlicher rhythmischer Struktur gesetzt. Zuviel für`s Auge - zu wenig für das Kopfkino.Ich fand hier keinen wirklichen Sympathieträger der was reist - am ehesten noch der Kobold!

      Alles sehr aufwendig produziert und auf den Punkt fotografiert, täuscht das nicht darüber hinweg, dass man sich für die Materie von Anbeginn interessiert sollte. Somit wir American Gods für den Serienquereinsteiger kaum befriedigend sein. Mal gucken ob ich nach dem schlechten Cliffanger, dann noch Bock habe mir eine zweite Staffel zugeben - im Moment jedenfalls nicht!


      5/10
    • zult schrieb:

      Mal gucken ob ich nach dem schlechten Cliffanger, dann noch Bock habe mir eine zweite Staffel zugeben - im Moment jedenfalls nicht!

      Der Sender Starz wird mit den Quoten nicht so richtig zufrieden sein, die hatte damals Serien die viel höhere Quoten hatten, die Quoten sind zwar nicht so derb schlecht wie bei Ash vs. Evil Dead, erreichen aber auch keine Millionen Zuschauer in den USA und laufen selbst noch schwache AMC Serienstart wie Preacher hinterher. Die Serien haben aber auch alle was gemeinsam, sie sind schon ziemlich roh und derb oder teils zu sperrig und nicht unbedingt für den Masenmarkt tauglich. Ash vs. Evil Dead hat wenigstens bei Amazon dann noch wesendlich mehr Zuschauer und z.B. auch wesendich mehr Votes auf Amazon.com oder der imbd, also trotz schlechter Quoten auf Starz, schlägt die Serie bei Amazon wenigstens ein und wird weiter laufen, bei American Gods sind aus meiner Sicht mit solch sperriger 1.Staffel alle Eulen verflogen und die Quote wird dann in Staffel 2 entsprechend ausschauen.