Abwärts



    • Alternativer Titel: Out of Order
      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Matthias Deyle & Thomas Schühly
      Erscheinungsjahr: 1984
      Regie: Carl Schenkel
      Drehbuch: Carl Schenkel & Frank Göhre
      Kamera: Jacques Steyn
      Schnitt: Norbert Herzner
      Spezialeffekte: Richy Richtesfeld
      Budget: -
      Musik: Jacques Zwart
      Länge: ca. 90 Min
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Götz George, Wolfgang Kieling, Renée Soutendijk, Hannes Jaenicke, Klaus Wennemann, Ralf Richter, Kurt Raab, Jan Groth, Ekmekyemez Firdevs, Luce Rains


      Inhalt:

      Freitagabend in einem Bürohaus. Vier Menschen treffen im Expreßaufzug aufeinander. Sekunden später sind sie Gefangene, mehr als hundert Meter über dem Boden, eingesperrt auf wenige Quadratmeter. Enge, Klaustrophobie, Angst - während die naht, entscheiden sich Schicksale. Doch einer wird der Falle nicht entkommen...


      Trailer:
      -


      Meine Wertung:

      Selten habe ich einen deutschen(!) Thriller gesehen der so dramatisch und spannend zugleich ist. „Abwärts“ ist so ein Film, ein solider Thriller aus dem Jahre 1984. In den Hauptrollen sympathisieren hier besonders der souveräne Götz George, der bekannt dafür ist das er seine Rollen oft sehr cholerisch spielt (sich hier aber zumindest vulgär etwas zurück hält) und der damals noch sehr junge und rebellische Hannes Jaenicke. Trotzdem ein Film den man nicht allzu oft sehen kann, dafür sind einige Stellen leider zu vorhersehbar…. Die Darsteller machen ihre Sache aber sehr gut, auch wenn Sie hier ziemlich klischeehaft präsentiert werden ist der Film „Abwärts“ ein Beispiel dafür, wie gutes deutsches Kino funktionieren kann. Aber Hey, das waren ja auch schließlich die 80er…

      [film]8[/film]
      Arthur Spooner: "Ah, ihr jungen Leute mit eurem Gesundheits- und Schlankheitstick. Zu meiner Zeit hatte man mit Mitte fünfzig einen ordentlichen Herzinfakt. Und wir haben ihn zu schätzen gewusst!"
    • Klaustrophobischer, packender Thriller auf engstem raum mit einem mal wieder sehr überzeugenden Götz George.
      Die anderen Darsteller sind natürlich auch hervorragend.

      Ein Top Film aus deutschen Landen ! :6:

      8 von 10
    • Ein Film aus der Zeit als Götz George (trotz auch damals schon beachtlicher Filmografie) einfach nur Schimi war!
      Hab "Abwärts" seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, wird mal wieder Zeit.
      The girl that silenced the world for 6 minutes...
      https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk
      Severn Suzuki

    • Klasse Film aus Germany. Jaenicke glänzt richtig in der Rolle und George gelangt eher in den Hintergrund. Wolfgang Kielings Leistung sollte man auch nicht unterschätzen.

      [film]8[/film]
    • Für mich ein deutscher Kultfilm,mit hervorragenden Schauspielern.
      Übrigens lief der sogar in den DDR Kinos.
    • Original von KoenigDiamant:

      Für mich ein deutscher Kultfilm,mit hervorragenden Schauspielern.
      Übrigens lief der sogar in den DDR Kinos.


      So ist es. Da habe ich ihn zum Ersten Mal gesehen. Ein spektakuläres Drama, mit hervorragenden Darstellern. Ein echter Geheimtip aus Deutschland. :6:

      [film]8[/film]
      ***************************************************************
    • Mit das beste was das Deutsche Kino an Thrillern zu tage gefördert hat ...8/10


      "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück."

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      In Gedenken an unseren Freund thor72, der am 5.3.2014 viel zu jung verstarb.

      Elantra, Hotte99, Three Finger, Skyr0se, Anyu, bossbitchOla, Samazone, Skilla, Nezyrael, Harry Warden, GrinsenderKürbis, Logge1002, Slayer, Dr.Gore, tom bomb, TripleSix, Fun, Skeletor, turborotz, Dr.Doom, Burns, Ghostface, Fulci1978, killercroc, Wassilis, Mbwun, Midnight, Early Grace
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    • Kann ich auch nur aus dunkler Erinnerung bewerten, weiß nur noch das er mir gefiel.
      Werde ich mir mal wieder geben wenn ich ihn in die Finger bekomme.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • "Abwärts" ist sicher und spannend inszeniertes TV-artiges Kino - Made in Germany.
      Hannes Jaenicke als Typ wie es damals wohl in war. Die kurzen Szenen mit Ralf Richter fand ich auch mal wieder amüsant.

      [film]9[/film]
    • Naja, aber nur mit der rosaroten Brille.
      George spielt gewohnt gut, alle anderen gewohnt mittelmäßig.
      Aus der story hätte man mehr machen können.
      Klaustrophobie kommt bei mir nicht auf.
      Am Ende eher enttäuschend und nur leicht überm Durchschnitt.
      Der Baron vergibt
      [film]6[/film]


      “Drinking alone is as bad as shitting in company“ :0:
      :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71:
    • Original von BaronVictorFrederickVonLeppe:

      Naja, aber nur mit der rosaroten Brille.
      George spielt gewohnt gut, alle anderen gewohnt mittelmäßig.
      Aus der story hätte man mehr machen können.
      Klaustrophobie kommt bei mir nicht auf.
      Am Ende eher enttäuschend und nur leicht überm Durchschnitt.
      Der Baron vergibt
      [film]6[/film]


      was willst du noch mehr an enge bringen als im fahrstuhl ??? nen leckeres barbecue oder was ??? lol lol


      "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück."

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    • Alles eine Frage der Darstellung!
      Natürlich erzeugt ein Fahrstuhl schonmal eine gewisse Grund-Klaustrophobie, aber mehr kam bei mir dann auch leider nicht an. Will heißen:
      Ich habe die Angst verstanden, aber nicht gefühlt.


      “Drinking alone is as bad as shitting in company“ :0:
      :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71: :71:
    • fand den film wie die meisten hier ziemlich gut

      aber eine frage stellt sich mir:

      Spoiler anzeigen
      ab wann ist denn in dem koffer nur kleidung? und wer wusste davon? ich meine "jörg" hat dafür sein leben riskiert, der muss ja gedacht haben es geht um alles. hat der stille alte herr dich das geld in den mantel gestopft? war das schon im fahrstuhl oder erst nach der rettung???


      [film]8[/film]
    • Kritik mit Spoiler:

      Hannes Jaenicke fällt in seinem Filmdebüt vor allen durch seinen coolen jungendlichen 80er Look auf, der auf die aufkommenden portablen Computerspiele steht und ein aus heutiger Sicht fürchterlichen Modegeschmack eines langen Poposchwänzchens losgetreten hat, was damals viele deutsche Jugendliche nachgemacht haben. Abwärts ist ein spannender und vor allem unterhaltsamer Thriller, den man zwar die deutsche Herkunft anmerkt, aber der nicht in übliche TV Serien Schnarcherei aus deutschem Lande mündet. Szenen wie die reißenden Seile und das Schliefen an dem Fahrstuhl werden imposant eingefangen, auch der harte 80er Elektrosound ist Klasse. Die Szenerie im Fahrstuhl wird durchaus schweißtreibend voranschreiten und diesbezüglich mit das Beste liefern was es in dem Subgenre des Fahrstuhl-Horrors gibt. Nichts desto trotz hat der sehr gut passende Filmtitel Abwärts seine Schwächen. Die typisch deutschen Knutschszenen zwischen den Charakteren Pit und Marion wirken in der bedrohlicher werdenden Situation im Fahrstuhl etwas unangebracht, da denkt man sicher auch nicht an Eifersuchtszenen der Marke Soap, dementsprechend ist das Duell der beiden Männer, so unterhaltsam es auch ist, die um die Gunst der Dame baggern, zu unverständlich. Diesbezüglich gibt es dann auch eine Szene, wo sich die beiden Männer (scheinbar) gegenseitig umbringen wollen oder zumindest Pit das glaubt und seinen Kontrahenten sehr plötzlich einen Tritt in die Weichteile verpasst. Das Ende mit dem Koffer der überraschenderweise Sachen statt Geld drin hat, kommt sehr hanebüchen rüber, somit die schlechteste Szene noch ganz zum Schluss, die man sich nur im Kopf ausmalen muss und diese passt einfach nicht rein, auch wenn man sicher dabei noch schmunzeln kann.

      Nach dieser guten und seiner eindeutig besten Arbeit, ging es für Regisseur Carl Schenkel dann direkt nach Hollywood, wo er aber nie Fuß fassen konnte.

      [film]7[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Original von Dr.Doom:

      Kritik mit Spoiler:

      Hannes Jaenicke fällt in seinem Filmdebüt vor allen durch seinen coolen jungendlichen 80er Look auf, der auf die aufkommenden portablen Computerspiele steht und ein aus heutiger Sicht fürchterlichen Modegeschmack eines langen Poposchwänzchens losgetreten hat, was damals viele deutsche Jugendliche nachgemacht haben. Abwärts ist ein spannender und vor allem unterhaltsamer Thriller, den man zwar die deutsche Herkunft anmerkt, aber der nicht in übliche TV Serien Schnarcherei aus deutschem Lande mündet. Szenen wie die reißenden Seile und das Schliefen an dem Fahrstuhl werden imposant eingefangen, auch der harte 80er Elektrosound ist Klasse. Die Szenerie im Fahrstuhl wird durchaus schweißtreibend voranschreiten und diesbezüglich mit das Beste liefern was es in dem Subgenre des Fahrstuhl-Horrors gibt. Nichts desto trotz hat der sehr gut passende Filmtitel Abwärts seine Schwächen. Die typisch deutschen Knutschszenen zwischen den Charakteren Pit und Marion wirken in der bedrohlicher werdenden Situation im Fahrstuhl etwas unangebracht, da denkt man sicher auch nicht an Eifersuchtszenen der Marke Soap, dementsprechend ist das Duell der beiden Männer, so unterhaltsam es auch ist, die um die Gunst der Dame baggern, zu unverständlich. Diesbezüglich gibt es dann auch eine Szene, wo sich die beiden Männer (scheinbar) gegenseitig umbringen wollen oder zumindest Pit das glaubt und seinen Kontrahenten sehr plötzlich einen Tritt in die Weichteile verpasst. Das Ende mit dem Koffer der überraschenderweise Sachen statt Geld drin hat, kommt sehr hanebüchen rüber, somit die schlechteste Szene noch ganz zum Schluss, die man sich nur im Kopf ausmalen muss und diese passt einfach nicht rein, auch wenn man sicher dabei noch schmunzeln kann.

      Nach dieser guten und seiner eindeutig besten Arbeit, ging es für Regisseur Carl Schenkel dann direkt nach Hollywood, wo er aber nie Fuß fassen konnte.

      [film]7[/film]


      Hat Dir also doch ganz gut gefallen lolp Freut mich !!


      "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück."

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      In Gedenken an unseren Freund thor72, der am 5.3.2014 viel zu jung verstarb.

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      _______________________

    • Original von thor72:

      Hat Dir also doch ganz gut gefallen lolp Freut mich !!


      Ja, den hab ich gleich mal vorgeschoben, nach deiner Info.

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • Original von Dr.Doom:

      Original von thor72:

      Hat Dir also doch ganz gut gefallen lolp Freut mich !!


      Ja, den hab ich gleich mal vorgeschoben, nach deiner Info.


      Freut mich wir kommen uns näher lol Was den Filmgeschmack betrifft :0:


      "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück."

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      In Gedenken an unseren Freund thor72, der am 5.3.2014 viel zu jung verstarb.

      Elantra, Hotte99, Three Finger, Skyr0se, Anyu, bossbitchOla, Samazone, Skilla, Nezyrael, Harry Warden, GrinsenderKürbis, Logge1002, Slayer, Dr.Gore, tom bomb, TripleSix, Fun, Skeletor, turborotz, Dr.Doom, Burns, Ghostface, Fulci1978, killercroc, Wassilis, Mbwun, Midnight, Early Grace
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    • Original von thor72:

      Original von Dr.Doom:

      Original von thor72:

      Hat Dir also doch ganz gut gefallen lolp Freut mich !!


      Ja, den hab ich gleich mal vorgeschoben, nach deiner Info.


      Freut mich wir kommen uns näher lol Was den Filmgeschmack betrifft :0:


      :cheer: :gay:

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify) join in with 4+/6
    • :pp: :108: :pp: :6:


      "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück."

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    • "Die Mutter aller Fahrstuhl-Thriller"


      Nicht selten wird man mit diesem Superlativ konfrontiert, wenn es um diese Filmgattung geht und ehrlich gesagt ist die Aussage noch nicht einmal übertrieben. Oft wirft man ja den deutschen Filmemachern nicht ganz zu Unrecht vor, das gerade im Spannungsbereich nicht besonders viele sehenswerte Filme aus unserem Land kommen, doch das es auch anders geht, wird hier sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zu meiner Schande muss ich eingestehen, das ich dieses Werk bisher noch nie gesehen hatte und so auch keine Ahnung hatte, welch beklemmendes und äusserst intensives Filmerlebnis mir dadurch durch die Lappen gegangen ist. Im Prinzip handelt es sich um ein kammerspielartiges Szenario mit 4 Personen, denn alle anderen Darsteller treten vielmehr sporadisch auf und sind so als notwendiges Beiwerk anzusehen. Was sich allerdings unter den 4 eingeschlossenen Personen innerhalb der Fahrstuhlkabine abspielt ist ein klaustrophobisches Katz-und Maus Spiel, das im Laufe der Zeit immer bedrohlichere Züge aufkommen lässt, was beim Zuschauer für ein starkes Gefühl der Beklemmung sorgt.

      Insbesondere Menschen, die unter Platzangst leiden dürften hier mit vollem Einsatz bei der Sache sein und sich eigentlich ganzzeitig nicht ganz wohl in ihrer Haut fühlen. So erscheint das Geschehen von beginn an ziemlich angespannt, was sich insbesondere in den Figuren von Jörg (Götz George) und Pit (Hannes Jaennicke) widerspiegelt, die sich von der ersten Sekunde an nicht ganz grün sind. Das liegt vor allem an der rebellischen Art des jungen Pit, der durch ständige Sticheleien für etliche reibungen unter den Eingeschlossenen sorgt, die sich mit zunehmender Laufzeit immer weiter intensivieren, bis sie letztendlich fast in einer Katastrophe enden. Wie sich hier mit zunehmender Spieldauer die Situation immer mehr zuspitzt ist kaum in Worte zu fassen und wird durch das exzellente Schauspiel seiner Protagonisten noch zusätzlich unterstrichen.

      Auch wenn man als Schauplatz fast ausschließlich mit der Fahrstuhlkabine oder dem Fahrstuhlschacht konfrontiert wird, ist es wohl gerade diesem Umstand geschuldet, das die Ereignisse ihre ganze Intensität entfalten können, überkommt einen doch gerade deswegen das Gefühl, selbst in diesem fahrstuhl eingeschlossen zu sein und so das dargestellte Szenario förmlich mitzuerleben. Scweissnasse Hände und eine immer stärker werdende Nervosität sind die durchaus logische Folge, da es sich ja zudem um ein Geschehen handelt, das einem selbst jederzeit widerfahren könnte. Durch dieses sehr hohe Maß an Authenzität hat man eigentlich nie den Eindruck sich in einem Spielfilm zu befinden, sondern vielmehr in einem Szenario, das man am eigenen Leibe erfährt. Und so ist man nicht nur als Betrachter anwesend, sondern wird ein Teil dieser Geschichte und erliegt immer mehr der von ihr ausgehenden Faszination, die nach und nach immer klaustrophobischere Ausmaße annimmt.

      Alle 4 Hauptdarsteller liefern hier absolut überzeugendes Schauspiel ab, selbst ein Wolfgang Kieling, der im Prinzip wie ein stiller Beobachter wirkt, ist aus diesem Film nicht wegzudenken. Zudem ist auch mit Renee Soutendijk noch ein weiblicher Part vertreten, der im Laufe der Zeit aus der Rolle des hübschen Beiwerkes heraustritt und eine nicht unwesentliche Rolle einnimmt, die für zusätzliche Spannungen sorgt und sich im Verhältnis zwischen Jörg und Pit äussert, die nun auch im Bezug zu der jungen Frau zu Rivalen werden. Besonders gut hat mir auch das von Regisseur Carl Schenkel gewählte Ende gefallen, das anscheinend als Happy End gestaltet wurde, aber im letzten Moment noch eine äusserst tragische Note beinhaltet. Dadurch wird eine insgesamt erstklassige Geschichte auch noch nahezu perfekt abgerundet und hinterlässt keinerlei schalen Beigeschmack beim Zuschauer, der nach der Sichtung dieses Werkes sichtlich mitgenommen ist und sich von den erhaltenen Eindrücken erst einmal erholen muss.


      Fazit:


      "Abwärts" ist mit Sicherheit ein deutscher Vorzeigefilm, der aber auch keineswegs den internationalen vergleich zu scheuen braucht. Eine fast minimalistische Story, die mit erstklassigen Darstellern besetzt ist und mit der Zeit einen immer straffer gezogenen Spannungsbogen beinhaltet reicht hier vollkommen aus, um eine so starke Faszination und Intensität zu entfalten, das man als Betrachter selbst ein Teil des Geschehens wird. Die unglaublich dichte und klaustrophobische Atmosphäre des Geschehens tut ihr Übriges, um für ein unvergessliches und jederzeit spannendes Filmerlebnis zu sorgen, das einen auch noch nachhaltig beschäftigt.


      [film]9[/film]
      Big Brother is watching you
    • Ein Sehr, Sehr Sehr intensiv packender Film welcher mächtig an der Spannungsschraube zieht! Besonders für Deutsche Verhältnisse!
      Die LP DVD ist gut geworden, doch es wird endlich mal Zeit das Subkultur ihre EDV rausbringt!
      Leider jedoch nicht mehr mit dem geplanten wie zugesicherten Götz George Interview :269: :269:

      [film]9[/film]