Earthlings



    • Produktionsland: USA
      Produktion: Shaun Monson
      Erscheinungsjahr: 2005
      Regie: Shaun Monson
      Drehbuch: Shaun Monson
      Kamera: Unbekannt...es handelt sich um viele versteckte Kameras.
      Budget: ca. -
      Musik: Moby
      Länge: ca. 95 Minuten
      Freigabe: UK Altersfreigabe 15 Jahre
      Sprecher: Joaquin Phoenix


      Inhalt:
      Tiere denen das Pelz bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt wird, Schweine und Hühner die mit Knüppeln verprügelt werden, Stierkämpfe für die Belustigung der Masse der Bevölkerung...
      Earthlings ist eine Dokumentation über den Konsum von Fleisch, die Haltung von Tieren und Haustieren. Es wird gezeigt, wie die Tiere für Kleidung, Unterhaltung und als Versuchsobjekte "im Namen der Wissenschaft" genutzt werden.

      Der Film ist in fünf Kapitel unterteilt:
      1. Haustiere
      2. Nahrung
      3. Kleidung
      4. Unterhaltung
      5. Forschung

      und setzt sich auch mit allgegenwärtigen Aussagen a la "Tiere empfinden keinen Schmerz", "Tiere sind sich nichts bewusst" usw. auseinander. Das Bildmaterial stammt größtenteils von versteckten Kameras.


      Trailer:



      Meine eigene Meinung:
      Ich wurde in einem anderen Forum auf diesen Film aufmerksam und bin keine Vegetarierin/Veganerin oder gehöre einer Tier- oder Umweltschutz Organisation an. Mir war schon vor dem schauen der Doku bewusst, dass mein leckeres Schnitzel wahrscheinlich kein glorreiches Leben hatte aber was für Bilder ich dort sehen musste hat mich doch sehr getroffen und zum nachdenken gebracht.
      Der Film zeigt wirklich grausame Taten die von Menschen an Tieren begangen werden, ich fand den Film mehr als schockierend und traurig – aber gleichzeitig auch informativ und bereichernd.

      Im Grunde genommen weiß jeder was um uns herum passiert, man verdrängt es jedoch viel zu schnell und schaut weg.

      Es ist jedem selbst überlassen seine Lebens- und Essgewohnheiten zu ändern oder beizubehalten, aber informiert sollte man trotzdem über die Mögliche Herkunft seines Mittagessens sein. Ich kann zurzeit auch irgendwie kein Fleisch und Fisch essen da ich seit Tagen an verschiedene Szenen aus der Doku denken muss.

      Den Film kann man sich HIER online for free anschauen (auf Englisch), die DVD kann man sich aus UK importieren lassen.

      Wenn ich die Doku bewerten müsste, würde ich 9 von 10 Punkten vergeben.

      Begründung für den kleinen Punktabzug:
      Ich finde es etwas Schade, dass es so wirkt als ob in jedem Schlachthof irgendein Huhn oder ein Schwein mit einem Knüppel verprügelt werden würde, als wären die Zustände überall so schlimm. Fakt ist, dass der Großteil des Filmmaterials aus U S und A stammt und ich mir um ehrlich zu sein auch nur sehr schwer vorstellen kann, dass in Deutschland solche Umstände gang und gebe sind.

      Trotzdem würde ich jedem Menschen dieser Erde diesen Film ans Herz legen.
    • Habe ich damals kurze Zeit nach "Unser täglich Brot" gesehen.
      Sehr wichtige Doku, die jeder gesehen haben sollte. Gleiches gilt auch für oben genannten.
      Ich muss wohl dazu sagen, obwohl das alles einen extremen und nachhaltigen Eindruck hinterlässt, bin ich nach wie vor Carnivore.
      Ich schaue keine Filme, Filme schauen mich!
    • Original von Vizu-Al:
      [...]
      Ich muss wohl dazu sagen, obwohl das alles einen extremen und nachhaltigen Eindruck hinterlässt, bin ich nach wie vor Carnivore.


      Das reimt sich (:
      Nach dem Film konnte ich für ne Weile kein Fleich mehr essen (auch keinen Fisch)...aber mittlerweile bin ich wieder zu meinen alten Gewohnheiten zurückgekehrt.
    • Ich muss sagen,das ich mich zuerst fragte,ob ich meine Meinung zu dem Film posten soll oder es doch lasse.
      Ich sagte zu mir:Marcel,der Film muss den Leuten ans Herz gelegt werden.Es gibt wenige Filme,die mich so beschäftigt haben,wie dieser.Unter Tränen in meinem Gesicht,mit einem recht schmerzhaften Gefühl in der Brust und voller Trauer im Herzen beendete ich den Film.
      Earthlings beschäftigt sich mit der Krankheit des Planeten Erde.Der Name der Krankheit:Mensch.
      Was mich anfangs ein wenig aufgeregt hat,war der Vergleich mit Laborarbeitern,Schlachthofarbeiter und der gleichen,die die Tiere schlecht behandelt haben und eben jene diese wurden mit Nazis verglichen.
      Was soll das?Wo ist da bitteschön ein Zusammenhang?
      Aber egal,näher will und werde ich nicht auf diese Thematik eingehen.Vielmehr möchte ich den durchaus guten Film bewerten.
      Thematisch bewegt er sich in einem Grad der Aufklärung,die mich ab jetzt an auch nachdenklicher gemacht hat,was "tierischer"Konsum angeht.Es ist nicht alles so,wie es die "Scheinwelt"vorgibt.
      In dem Film wird gezeigt,was wirklich in vielen(nicht allen)Schlachthäusern,Fischfangschiffen,Laboren usw...vorgeht.Das Tier wird ausgebeutet,misshandelt,gefoltert und sogar wegen dem Konsum getötet.Leider(ich gehöre auch dazu)machen wir uns viel zu wenig Gedanken darüber,was das Tier durchgemacht hat,welche Herkunft es hat oder von welcher Farm es kommt.
      Aber nicht nur die Schlachtung wird in dem Film detailliert gezeigt,nein es werden unter anderem auch Laborversuche,Häutungen,Sportarten und vieles makaberes mehr gezeigt.
      Und der/die Macher scheuten sich nicht dafür,alles bis zur kleinsten Kleinigkeit zu zeigen.Und das ist auch gut so.Denn nur so kommt evtl.der eine oder andere zum nachdenken,wo es wirklich mal Zeit wird.Das Tier ist zum Verzehr,für die Kleidung usw.da,hat aber das Recht auf ein humanes und vorallem respektvolles Leben verdient,wenn es iwann dann doch durch und für uns sterben muss.Wird es dann für diesen Zweck getötet,dann soll das dann doch bitte humaner stattfinden.
      Der Mensch muss lernen,den Einklang zur Natur und vorallem zu den Tieren zu finden,denn bald ist es zu spät.Wir leben alle auf einem Planeten,ob Tier oder Mensch und wir alle haben etwas voneinander,wenn alles friedvoll und human geschieht.

      Ich gebe dem Film: [film]10[/film] Punkte.
    • @Mr.Splatter: Ich denke der Zusammenhang besteht für die Macher des Filmes darin, dass sie doch argumentieren, dass Tiere so gesehen werden sollen wie Menschen. Wenn man diese Logik jetzt also weiter spinnt würde ein Schlachthof einen KZ relativ nahe kommen.

      An dieser Stelle nochmal ein herzliches dankeschön an Venom, der mich per PN an dieses Juwel aufmerksam gemacht hat.

      Um eins vorweg zu nehmen: Ich esse gerne Fleisch und werde das auch weiterhin tun, dennoch muss ich sagen hat mich der Film mehr als nachdenktlich gemacht.

      Der Film ist ein Schlag in die Magengegend. Wobei bei mir weniger die teilweise sehr drastischen Bilder zugesetzt haben, als die Kommentare dazu. Denn sind wir mal ehrlich sehr sehr viele Dinge (z.B. Stierkämpfe) kennt man zur genüge aus anderen Dokus, Spielfilmen, Nachrichtenberichten etc. und zumindest habe mir persönlich nie großartig Gedanken darüber gemacht. Die Kommentare allerdings, man hat immer das Gefühl, das sie relativ neutral sind, die rütteln einen richtig wach und verursachen ein mehr als ungutes Gefühl.
      Wie oben schon erwähnt, macht man sich keine Gedanken darüber, woher das Schnitzel und das Ei auf dem Teller kommt und schlingt es einfach herunter. Ich denke ganz so einfach ist es nach diesem Film nicht mehr.
      Ob die Zustände in Deutschland deutlich besser sind wage ich jetzt mal stark zu bezweifeln, besser vielleicht, was aber dennoch Meilen von gut entfernt sein dürfte.

      Wie auch immer man über den Film denkt, wie auch immer einem der Film gefällt, welche Konsequenzen auch immer man daraus zieht, eins ist Fakt: Earthlings ist mit Sicherheit eine sehr gute Doku und gleichzeitig ein unheimlich wichtiger Film!

      [film]10[/film]
      Wir sind der singende tanzende Abschaum der Welt!