Das Geheimnis des Doktor Z

    • Das Geheimnis des Doktor Z






      Alternativer Titel: Miss Death and Dr. Z in the Grip of the Maniac
      Produktionsland: Spanien, Frankreich
      Produktion: Michel Safra, Serge Silberman
      Erscheinungsjahr: 1966
      Regie: Jess Franco
      Drehbuch: Jess Franco
      Kamera: Alejandro Ulloa
      Schnitt: Marie-Louise Barberot, Jean Feyte
      Spezialeffekte: Raymond Ferrer
      Budget: ca. -
      Musik: Daniel White
      Länge: ca. 84 Minuten
      Freigabe: Ungeprüft
      Darsteller: Antonio Jimenez Escribano, Guy Mairesse, Howard Vernon, Mabel Karr, Fernando Montes und Estella Blain



      Der Neurologe Doktor Zimmer forscht in seinem Laboratorium mit dem Ziel der Gedankenkontrolle. Als er dieses bei einem Kongress mitteilt, erntet es Hohn und Spott von renommierten anwesenden Wissenschaftlern. Dieses führt dazu, dass Zimmer einen tödlichen Herzanfall erleidet. Irma Zimmer schwört ihren Vater zu rächen.

      Ein Gefängnis das einem Schloss gleicht, ein Gefängnisinnerraum der dem eines Kerkers gleicht, dazu noch das obligatorische Gewitter. Für Atmosphäre ist gleich zum Start gesorgt und ein Gefängnisausbruch mündet in den herrlichen schwarz weiß Bildern eines Walds. Parallel dazu, wird dem Zuschauer das Heim von Doktor Zimmer und dessen Tochter vorgestellt, auch hier lädt die Gemütlichkeit zum trauten Beisammensein mit Jess Franco und seinen Darstellern/ innen ein.

      Man ist demnach hervorragend angekommen und neugierig auf das Geheimnis von Doktor Z. Lobenswert, dass Franco sich der klassischen Mittel bedient. Schattenspiele gibt es reichlich und deren Ansicht bereitet immer wieder Freude. Alejandro Ulloas Kameraarbeit ist ein wichtiger Bestandteil von „Doktor Z“, ein Bestandteil der stets an der Basis ist um für eine entsprechende Atmosphäre zu sorgen. Weiterhin werden einige überzeugende Nahaufnahmen von Gesichtern geboten. Die Musik von Daniel White ist ebenfalls sehr passend und gelungen. Zum Teil werden Geräusche eingesetzt, dann wiederum das Spiel einer Orgel. Eine gute Begleitung für die Art der Kameraführung.

      „Das Geheimnis des Doktor Z“ ist in seiner Thematik irgendwo beim Frankenstein-Thema angesiedelt, weiß allerdings auch Elemente aus dem sechs Jahre zuvor entstandenen „Augen ohne Gesicht“ einzubringen. Was den oberflächlichen Ablauf der Story anbelangt, so können hier Parallelen zu „Sie tötete in Ekstase“ gezogen werden.

      Was die Hauptdarsteller/innen anbelangt, so stechen Mabel Karr als Irma Zimmer und Estella Blain als Nadia besonders hervor. Gerade Mabel Karr die u.a. in Marchents „Todesmarsch der Bestien“ mitwirkte hat einen enorm guten Start. Charismatisch und diabolisch rauscht Mabel durch das Bild um mit einer Gemeinheit nach der anderen ihren Vater zu rächen. Estella Blain weiß mit ihrer Optik sehr gut zu gefallen und haucht durch unvorhersehbare Gewissensbisse der Figur Nadia weiteres Leben ein.

      Howard Vernon hat als Doktor Vicas leider zu wenig Spielzeit, so dass man nicht viel über seine Leistung sagen kann. Die Rolle des Inspektors (Tanner) wird übrigens von Jess Franco persönlich präsentiert.

      Fazit: Ein guter Film, der ein sympathisches Flair zu vermitteln weiß.

      7/10

      Für die DVD von Subkultur gibt es volle 10 Punkte. Diese bietet innerhalb der Franco-Filmographie u.a. 30 deutsche Trailer aus verschieden Franco-Filmen. Qualitativ (Bild und Ton) wird Doktor Z ebenfalls in einer sehr guten Umsetzung geboten.

    • Yeah Jess Franco !!!!!!!!!
      Ach ne, lieber doch nicht. lolp
      Die Filme von ihm haben einen Charme, aber am Ende ist man doch enttäuscht.
    • Nicht alle Francos sind gut, aber manche sind einfach unverzichtbar. Von diesem erwarte ich sogar einiges.

      In Zeiten von Torture-Porn ist es herrlich, dass sich die Labels noch um Jess Francos Filme kümmern und den Torture-Porn Hasser wie mir eine Freude machen.
    • Heute zum 1x gesehen als dt. Subkultur DVD:

      Dieser in s/w gehaltene Gruselklassiker von Jess Franco konnte mich überzeugen und er hat mir ähnlich gut Gefallen wie seine ähnlichen Werke Der Schreckliche Dr. Orloff und The Sadistic Baron Von Klaus. Das Schwarzweiss kommt dem Film ähnlich gut zu stehen wie bei den britischen Gothic-Vorbildern und diese Szenen wurden gekonnt stimmig und atmosphärisch dicht eingefangen (z.B. als der dicke in die nebligen Gassen flüchtet, sehr stimmungsvolle Szenen). Das hat Jess Franco einfach drauf. Technisch ist der Film sehr gut gemacht, auch was die Kamera angeht. Kein Vergleich zu späten Schmuddel-Schundwerken (die natürlich auch ihre Reize haben) des Vielfilmers. Die Story erinnert sehr an jene von Der Schreckliche Dr. Orloff d.h. auch hier kommt wieder das Mad-Sientist Thema zum Einsatz, jedoch im Rahmen einer Rachestory, in welcher Jess Franco Liebling Howard Vernon (die männliche Lina Romay wenn man so will) indirekt Mal einen Guten spielen darf! Er macht seinen Job ebenso toll, wie Mabel Karr oder die blonde Verführung Estella Blain, die Jess Franco in ihren Kabarett-Filmszenen optisch interessant und in Erinnerung bleibend in Szene setzte! Der Franco hatte schon immer ein gutes Gespür für unterschwellige Erotik, so auch in dieser Szene! Der Film ist sehr harmlos und auf Schmuddel-Sex verzichtet der Meister hier auch. Dennoch kann ich den Film jedem Jess Franco Fan nur empfehlen, denn von der technischen, schauspielerischen und optischen Seite her ist der Film ein starkes Werk geworden! Wer die Jess Franco Filme Der Schreckliche Dr. Orloff oder The Sadistic Baron Von Klaus mochte kann auch hier bedenkenlos zugreifen!

      Auch an der dt. DVD gibt es nichts auszusetzen - Schuber, tolle Bild- und Tonqualität, O-Ton, dt. UT, interessante Extras (AK, Booklet, sympathisches & informatives Franco Vorwort, über 30 Trailer etc.), Uncut = ganz starke Vö zu einem tollen Franco Werk!

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    • Im Frühjahr 2020 als Special Edition von Wicked-Vision!