Hollow Man - Unsichtbare Gefahr

    • Kritik:

      Ein unsichtbares Biest was im Käfig sitzt killt eine Ratte, dabei sieht man nur die beeindruckenden Beißerchen der unsichtbaren Kreatur, sowie die billigen, aber blutigen CGI Effekte, so wie die Ratte auseinander genommen wird, kann dies schon schlimmeres erwarten lassen. Gut, die CGI Effekte sind hier nicht immer das gelbe vom Ei, aber an sich wird die Anatomie, die aus CGI besteht eklig rübergebracht und das ist einprägsam. Natürlich konnte man das Innere des Menschen nicht durch Wurst darstellen.

      Es kommt zu Beginn die Frage auf, wie man so unvorsichtig sein kann, in ein Käfig zu gehen, wo ein unsichtbarer, wilder Gorilla drin sitzt um diesen dann die Spritze zu verpassen, während der Käfig im Rücken noch offen steht und dieses Unternehmen auch noch allein durchgeführt wird. Paul Verhoeven hat mich aber auch hier gepackt. Die Story ist einfallsreich, trotz der nicht perfekten Logik sehr packend und interessant sowie die Darsteller sind sehr gut besetzt, dabei wird die Charakterentwicklung von Kevin Bacon in einer seiner letzten herausragenden Filmrollen schaurig rübergebracht, bei so einigen blutigen und atmosphärischen dichten Szenen.

      Wer hat sich nicht schon gewünscht mal unsichtbar zu sein, nur was ist, wenn aus diesem Zustand kein Entkommen mehr möglich scheint? Durchaus auch ein kritischer Film im Bezug auf die Zukunftstechnologie.

      [film]8[/film]
    • Hollow Man - ein super Beispiel, wie man gute SciFi Filme macht!

      Der Film steigt direkt mit dem Wesentlichen ein: Ein Team von Wissenschaftlern versuchen, im Auftrag der RegierungLebewesen unsichtbar zu machen und dies auch wieder umkehren zu können. Nach einem Erfolg an einem Affen steht ein Versuch am Menschen aus, wobei die Ethik wohl irgendwo auf halber Strecke vergessen wurde.
      Dr. Caine persönlich lässt sich das Unsichtbarkeitsserum injizieren. Unter großen Schmerzen gelingt es ihm, unsichtbar zu werden. Nach einigen Testtagen schlägt jedoch der Versuch, ihn sichtbar zu machen, fehl. Verzweifelt und enttäuscht vom Fehlschlag, verändert sich langsam das Wesen des Doktors...

      Ich muss sagen, dass mich die Geschichte von Anfang bis Ende durchweg gepackt hat. Man hat es hier vermieden auf jeden Charakter groß einzugehen. Die wichtigsten Figuren werden vorgestellt, sowie ihre (Liebes-) Beziehung zueinander. Dies erspart dem Zuschauer die üblichen 10-30 Minuten, wo normalerweise das (für den weiteren Filmverlauf oftmals unnötige) Zueinander der Figuren erklärt wird. Für manche mag dies ein großer Kritikpunkt sein, für mich war es diesmal (!) ein Pluspunkt.
      Der Filmverlauf ist sicherlich (wie bei sehr vielen amerikanischen Produktionen - insbesondere Action und SciFi) vorhersehbar. Das Ende ist auch ersichtlich.
      Was den Film ausmacht, sind einerseits die tollen Effekte, d.h. die Verwandlungen der Lebewesen sowie die Wirkung von Flüssigkeiten und Gasen auf diese. Sie sind optisch schön anzusehen und werden zum Glück nicht innerhalb von zehn Sekunden "abgestempelt".

      In der zweiten Hälfte überwiegt der Action-Anteil. Ein wenig Geballer, ein wenig Blut und der unheimliche Gedanke, dass hinter einem ein unsichtbarer Wahnsinniger steht.

      Hollow man bietet vom grundlegenden Verlauf nichts Neues. Dies hat man in Action- und SciFi-Filmen schon des öfteren gesehen. Natürlich gewinnt das Gute. Was den Film aber ausmacht, sind wie erwähnt die Effekte und das "Unheimliche des Unsichtbaren". Vielleicht ist der Film ein wenig zu weit weg von der Realität, aber dazu ist Science-Fiction ja schließlich da.


      Gelungener SciFi-Horror-Thriller, ganz gleich was so manch ein "offizieller Kritiker" sagen mag. (Die negativen Punkte habe ich ja oben erklärt).

      [film]9[/film]


      PS: Teil 2 lief im TV danach. Dieser war nichtmal ansatzweise so packend. Und die Story war recht monoton, sodass ich diesen gar nicht erst zu Ende gesehen habe.
      "Menschen erschaffen gerne Monster. Und Monster ... zerstören eben ihre Schöpfer.!"

      Harlan Wade, F.E.A.R.
    • Hat mir gut Gefallen, halt Verhoeven!
      Auch wenn nicht so provokativ oder brutal wie seine alten Filme, so konnte mich der Film trotzdem gut überzeugen!

      Das lag vor allem an:

      - der Idee des Unsichtbarseins und was man(n) damit alles anstellen könnte in Verbindung mit Verhoeven Gedanken = interessant :0:
      - tolle Effekte
      - für FSK16 blutig
      - Kevin B. spielt den "Bösewicht" sehr stark. Mag ihn sowieso gerne sehen
      - war nicht langweilig

      Klare Empfehlung von meiner Seite her!