Antichrist

    • Danke für dein positives Feedback Dr.Doom ;)
    • Muss ich auch sagen, gut gemacht Sille!
      Mein Herz schlägt für meine Mama &
    • Wie man auch zu dem Film steht (mir gefällt er nicht, obwohl ich von Trier eigentlich mag), man sollte ihn sich allein wegen der ersten ca. 10 Minuten anschauen. Die Schwarz-weiss-Sequenz ist wirklich top. Danach wirds albern... lol
    • Also bei diesem Streifen hatte ich wie so manch anderer sicherlich auch,am Anfang so meine Schwierigkeiten was den Zugang betrifft.Schon allein die ziemlich banale Story und die damit verbundene Vorgeschichte unseres Paares,ließ bei mir zu Beginn etwas Langeweile und auch Entäuschung aufkommen.Aber nach einer gwissen Zeit merkte ich,das der Film doch sehr interessant ist und er mich indirekt zu fesseln wußte.Die extrem düstere Atmosphäre sowie auch die depressiven Dialoge der beiden Hauptdarsteller,kann mit der Zeit ganz schön am Nervenkostün zerren,das aber widerrum im positiven Sinne.
      Blutige Szenen gibt es ebenfalls,und die sind zum Teil auch nicht von schlechten Eltern,wobei sich das meiste davon nur auf den Schleifstein im Bein des Mannes konzentriert.Auf so eine Idee muss man als Regiesseur erst einmal kommen,und hat für meine Begriffe schon was abgefahrenes oder vieleicht auch etwas künstlerisches.Das Ableben der weiblichen Darstellerin,hätten aber meiner Meinung nach etwas spektakulärer ausfallen können,nachdem was man vorher so zu Gesicht bekam,naja man kann eben nicht alles haben.Was es ebenfalls noch zu bemängeln gibt ist,der zu leise Ton des Films der noch dazu keinerlei Hintergrundmusik liefert,und man stellenweise nur erahnen kann was gerade eben gesagt wurde,oder man muss eben halt etwas lauter drehen.Um nochmal auf die Wirkung dieses Machwerkes zurückzukommen muss ich sagen,das hier mal wieder ein sehr seltenes Phänomen bei mir aufgetreten ist.Nämlich der Film hat seine ganze Wirksamkeit erst in mir entfaltet,als die DVD den Player verlassen hat,und ich ihn sage und schreibe Zwei Tage lang nicht mehr so richtig aus dem Kopf bekam.Auf alle Fälle empfehele ich,das man sich diesen doch sehr speziellen Streifen ersteinmal allein anschauen sollte,um ihn dann in aller Ruhe im Kopf zu verarbeiten und vieleicht später nochmal einen zweiten Durchlauf zu starten.Zwar hatte ich im Endeffekt etwas mehr erwartet,aber von der Schlussbetrachtung her gesehen,fand ich ihn doch schon sehr gut gemacht.

      [film]7[/film]
    • Edit: Ich merke gerade beim nochmaligen Durchlesen, wie wirr und schlecht das alles formuliert ist. Ich entschuldige es damit, dass mir der Film die Sprache verschlagen hat.

      Tierfreund hier - habe ihn nicht bis zum Schluss geschafft, das hatte aber durchaus auch andere Gründe. Etwa 2/3 habe ich gesehen.

      Der Film hat bei mir ständiges Unbehagen ausgelöst, das lag vorrangig an den Sexszenen und an meinen persönlichen Ansichten dazu. Ich habe es nicht ausgehalten, womit Lars von Trier Sex in diesem Film assoziert hat, so wollte ich das Natürlichste auf der Welt gar nicht sehen. Ich bin mal ganz erhlich, ich habe schon mit Hardcore Pornos Schwierigkeiten, ganz einfach weil ich Sex nicht mit Demütigung in Verbindung bringen möchte. Witzigerweise habe ich mit BDSM keine Probleme, mit der kontrollierten Devotion und Dominanz, aber nur dann, wenn der Sexualakt selbst damit nichts zu tun hat. Mal an die Wand ketten und mit Klammern spielen - gerne, wem's gefällt. Ich finde diese Besessenheit davon, dieses zwanghafte und manchmal egoistische daran einfach nicht gut und sogar abstoßend (währen dem Akt selbst). Dass sich manche Menschen dabei selbst vergessen und dann auch auf das Wohl des anderen löst ein mulmiges Gefühl bei mir aus. Soviel dazu... Der Antichrist hat bei mir eben dieses Unbehagen ständig ausgelöst, mir war unwohl, meine Stimmung hat sich verändert und mich auch ein paar Stunden nach dem Film noch sehr beschäftigt, von den Tierszenen mal abgesehen :267:.

      Lars von Trier macht seine Arbeit ausgezeichnet, ich finde es immer besonders gut, wenn der Film in seinen Zuschauern Emotionen auslöst, sie zum Nachdenken anregt und das hat er eindeutig geschafft. Von Trier beleuchtet die schönste Nebensache mal von seiner düsteren Seite, die sehr wohl im realen Leben existiert (die schon krankhafte Besessenheit davon, die Assoziation mit dem Tod, etc...). Die Protagonistin hadert mit ihrer Psyche, kompensiert mit Sex, leidet unter ihrer Angst, trauert und ist einfach völlig daneben. Dass eine erkrankte Psyche furchtbare Folgen haben kann, wird hier verdeutlicht. Abgesehen von den schon traumatischen Bildern, ist es optisch ein sehr schöner Film (wenn man das hier so sagen kann). Sogar die Kastration war fast schon ästhetisch in Szene gesetzt. Die Schauspieler sind einfach hervorragend, da fehlen mir die Worte!

      Das einzige was mich sehr gestört hat, war das ständige Gefühl, der zwanghaften Provokation. Ich frage mich, ab wann ein Film zu weit geht. Er hat uns definitiv eine Botschaft vermittelt, uns etwas sagen wollen, zum Nachdenken angeregt, aber muss man dafür schon so explizit werden? Was erspart man den Zuschauern dann noch? Wird man irgendwann einen Film über Kinderpornografie drehen und möglichst viel davon zeigen um zu provozieren oder darauf aufmerksam zu machen? Wo ist die Grenze? Vielleicht bin ich einfach viel zu empfindlich, aber ich persönlich finde, dass der Film ein Stückchen zu weit gegangen ist. Zum Glück habe ich schon einiges davon vergessen, ich habe ihn als sehr verstörend empfunden. Vielleicht habe ich ihn aber auch falsch verstanden.

      Meine Wertung:
      Ich bin sehr im Zwiespalt, der Film ist eindeutig sehr gut gemacht, aber Von Trier ist meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus geschossen und hat einen Film gedreht, den ich mir nicht ansehen will. Wozu ist ein Film dann gut, wenn nicht um gesehen zu werden?
      [film]6[/film]
    • Ich fand den Film klasse.
      Sehr verstörend, kein Vergnügen, trotzdem toll!
      von mir :

      [film]8[/film]

      Kommt bei mir in die Schublede gelungene kontroverse Kunst und muss garnicht weiter analysiert werden.

      Ich will von Trier noch viel mehr Filme sehen, schiebe das aber schon lange vor mir her. Sehe gerade das es da noch einiges zu sichten gibt...
    • Mir ist der Film auch noch nach der Sichtung nachgelaufen. Einerseits finde ich ihn auch verstörend, besonders zum Ende hin. Aber Lars von Trier ist ein eindrucksvolles Werk gelungen, welches man so schnell nicht vergisst.
      Also, was mich betrifft: Ich finde Antichrist auch sehr gut und schließe mich Iszolde an:

      [film]8[/film] Sternchen lolp

      EDIT:
      @SpatGore: Besser hätte ich es auch nicht beschreiben können. Schönes Review!!
    • Einer jener Filme die mich total geflasht haben.
      Regisseure wie Lars von Trier oder auch David Lynch
      hatten oder haben großen Einfluss auf mein filmisches
      Schaffen.

      Einzig und alleine die überspitzte und grausige Gewaltszenerie
      am Ende des Filmes hätte nicht sein müssen. Die sphärischen
      Zwischensequenzen wie die fallenden Eicheln oder die Verschmelzung
      der Schauspielerin mit der Wiese waren meisterlich inszeniert.