Das Grüne Ding aus dem Sumpf

    • Das Grüne Ding aus dem Sumpf



      Originaltitel: The Return of Swamp Thing
      Produktionsland: USA
      Produktion: Tom Kuhn, Benjamin Melniker, Charles Mitchell, Michael E. Uslan
      Erscheinungsjahr: 1989
      Regie: Jim Wynorski
      Drehbuch: Neil Cuthbert, Grant Morris
      Kamera: Zoran Hochstätter
      Schnitt: Leslie Rosenthal
      Spezialeffekte: Todd Masters Company
      Budget: ca. -
      Musik: Chuck Cirino
      Länge: ca. 83 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Louis Jourdan, Heather Locklear, Sarah Douglas, Dick Durock, Joe Sagal, Ace Mask, Monique Gabrielle, RonReaco Lee, Daniel Emery Taylor, Ralph Pace, Timothy Birch, Alex Van


      Inhalt:

      Versteckt in einem unzugänglichen Teil der Everglades gehen unheimliche Dinge vor sich: Der mysteriöse Dr. Arcane und sein Team arbeiten fieberhaft an einem Serum, das Unsterblichkeit verspricht. Als Versuchskaninchen müssen Menschen herhalten, die sich nach den Experimenten in erschreckende Monster verwandeln. Normalerweise werden diese "Fehlversuche" sofort vernichtet, aber manchmal gelingt es einigen der Mutanten in den nahe gelegenen Sumpf zu flüchten. Einer der Flüchtigen ist das bemooste Sumpf-Monster - eine Art "Gemüsesuppe" auf Beinen. Seit der Verwandlung hat das grüne Ding aus dem Sumpf nur eines im Sinn: Es will Rache! Ganz unerwartet kommt es jedoch zu einer entscheidenden Veränderung in seinem Pflanzendasein, denn plötzlich steht die hübsche Abigail vor ihm. Es ist Liebe auf den ersten Blick, jedenfalls von seiner Seite aus. Abigail hingegen, sieht die Sache etwas anders, denn das Sumpf-Monster entspricht nicht unbedingt ihrem Traummann! Außerdem ist sie auf dem Weg zu ihrem teuflischen Steifvater Dr. Arcane, um das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären. Sie ahnt nicht, dass ihr Stiefvater etwas ganz Besonderes mit ihr vorhat.


      Trailer:



      Deutsche DVD Fassung: 25.02.2011


      Kritik:

      Jim Wynorski (Shopping) wagt sich Jahre später an die Fortsetzung zu Wes Cravens Swamp Thing. Der Mann ist in den USA längst B-Movie Kult und dreht bis Heute witzige Genrebeiträge, wie zuletzt Camel Spiders oder Piranhaconda.

      Schön das hier zu Beginn gleich Comiczeichnungen der 80er Monsterfcomics gezeigt werden, ihren Ursprung hatten die Comics aber in den 70ern. Die hier gezeigten sehen toll aus und ersichtlich steckt in der Fortsetzung Herz drin. Zudem kommt im Film gar Gothic Flair auf, anhand von Kerzenschein in einer Ruine wo elektronische Orgel gespielt wird. Die Darsteller agieren richtig gut und sind typisch für die 80er sehr flippig und aufgedreht. Die Mädels Heather Locklear und Monique Gabrielle sind superheiß. Wobei Locklear die Ehrung als schlechteste Hauptdarstellerin des Jahres erhielt. Die Outfits sind stark 80er Jahre angelegt, mit Rockerkleidung, Lederfetisch und weiblichen knappen Sportanzügen. Die Besetzung ist um einiges besser und flippiger als beim Erstling. Der Humor wird richtig hochgeschraubt, insbesondere die sehr frechen Kinder mit ihren coolen Sprüchen sorgen für derbe Lacher. Wobei die deutsche Synchronisierung hier ab ´89 allgemein in Deutschland bei Action auf diese coole, in Mode gekommene Jugend-Rappersprache setzte, mit sehr flotten, oft reimenden Sprüchen am Stück, wie auch unter anderem bei Bill & Ted oder den Turtles genau das selbe zu hören ist. Das ist natürlich auch hier stetig zum abfeiern dienlich. Es passt deswegen auch so gut, weil der Swamp Thing mit ein paar typische, schwarzhumorig Freddy Krueger Sprüche dagegen hält und das Gesicht genau so teuflisch verziehen kann wie Freddy. Zudem ist der Swamp Thing nun richtig monströs und muskulös, sowie wesendlich düsterer und entspricht diesmal sehr gut dem Comicstil, er wirkt sogar noch etwas düsterer als im Comic. Die Gegner lassen sich auch nicht lumpen, auch wenn es ruhig noch ein paar mehr und ein paar stärkere hätte sein können, oftmals setzt sich der Swamp Thing mit herkömmliche Gangster auseinander und er erscheint immer passend dort wo gerade ein Verbrechen geschieht, wobei er selten mit seiner Bärenkraft mal Probleme bekommt. Das mag bei dem Film ein wenig unlogisch wirken, dass der Swamp Thing immer weis wo ein Verbrechen passiert und das dann immer der coole Sound dazu spielt, aber das ist in Comics ja auch so, das der Superheld plötzlich bei Verbrechen erscheint, zwar wurde das hier nicht optimal glaubhaft hinbekommen, aber es passt schon. Dick Durock spielt den Swamp Thing ausgezeichnet. Gegenüber Wes Cravens Verfilmung ist der Swamp Thing hier um einiges cooler und nun endlich optisch böse. Es gibt zwar erneut kein Blut, aber nun mehr Action, vor allem wird hier öfter aus allen Rohren geschossen, es gibt aber auch mehr Kämpfe und viel mehr Explosionen. Dafür dass der Film nur wenig Budget hatte, knallt es hier aber überraschend gewaltig oft und es schaut auch noch ordentlich aus. Die Liebesbeziehung zwischen Swamp Thing und Abby (Heather Locklear) lässt nun die Dramatik aufkommen, die Wes Craven mit seinen Charakteren nicht schaffte, auch wenn hier bei diesem Schöne und das Biest Spiel nicht die Intensität eines Toxic Avengers erreicht wird, es ist typisch für die 80er und kann ergreifend wirken.

      Die anschließende TV Serie zum Film war jetzt nicht so der Knaller. Zwar sind die Darsteller ganz gut besetzt und der hyperaktive Blonde Knirps Jesse Zeigler ganz witzig und frech, aber es fehlt dort die Härte, obwohl die Verfilmungen auch keinen Splatter hatten, ist die TV Serie da noch eine ganze Spur zahmer und Action ärmer, somit dort auch Längen entstehen. Insbesondere mit dem Masken und auch die düstere Atmosphäre der 89er Verfilmungen hat die TV Serie nicht. Optisch ist das Ganze sehr glatt und TV tauglich. Der Swamp Thing sieht in der TV Serie auch aus heutiger Sicht zwar sehr professionell und sogar echter als zuvor, kann aber mit dem monströsen und bösen Erscheinungsbild der 89er Verfilmung von der Coolnis her gewiss auch nicht Schritt halten.

      Jim Wynorski ist trotz der negativen Presse und dem Kassenflop eine nahezu perfekte Swamp Thing Comicverfilmung gelungen, mit reichlich kindlichem Spaß und Superheldenpower vom feinsten. Die TV Serie ist also wesendlich professioneller und der Trash und Comicstil weitestgehend völlig eliminiert wurden, somit beide Kinofilme, auch der zahme von Craven um einiges unterhaltsamer und somit besser sind, wodurch die TV Serie doch als überflüssig bezeichnet werden kann. Dann gab es ein Jahr später im Swamp Thing Hype noch eine Trickfilmserie, die es aber nur auf 5 Episoden brachte, bevor sie dann eingestellt wurde, so lange hat der Hype dann doch nicht angehalten, auch wenn die Trickfilme sehr witzig und absolut unterhaltsam waren. Die Comicfigur Swamp Thing hat aber wärmend dessen überlebt und startete erst kürzlich im Relaunch in eine der besten neuen Comic-Serien. Sogar an einem Blockbuster ist Hollywood schon mitten am werkeln. Der Swamp Thing in 3D. Oh mein Gott! Wenn er halb so gut wird wie die neue Comicserie, dann darf man sich allerdings drauf freuen.

      [film]8[/film]


      rofl :6:
    • De Szene mit de Jungs is genial.

      GEILE Synchro, sowas wird heutzutage LEIDER nimma gemacht
      "ich kenne nur 2 vernünftige Menschen: Markus am Morgen und Markus zu Mittag" :6: :6: :6: :6:

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