Watchmen - Die Wächter

    • Watchmen - Die Wächter

      Produktionsland: Großbritannien, USA
      Produktion: Herb Gains, Thomas Tull, Lloyd Levin, Lawrence Gordon, Deborah Snyder, Lorne Orleans
      Erscheinungsjahr: 2009
      Regie: Zack Snyder
      Drehbuch: Dave Gibbons und Alan Moore (Comic) / David Hayter, Alex Tse
      Kamera: Larry Fong
      Schnitt: William Hoy
      Spezialeffekte: Quantum Creation FX Inc., Chris Hampton
      Budget: ca. 100.000.000 $
      Musik: Tyler Bates
      Länge: ca. 155 Minuten
      Freigabe: FSK 16
      Darsteller: Jeffrey Dean Morgan, Malin Akerman, Carla Gugino, Patrick Wilson, Billy Crudup, Jackie Earle Haley, Matthew Goode, Stephen McHattie, Matt Frewer, Laura Mennell, Niall Matter, Sonya Salomaa





      Inhalt:

      Der Film, der Science-Fiction, Krimi und Mystery-Thriller zugleich ist, spielt im Jahre 1985 in einem fiktiven Amerika. Maskierte Superhelden sind Teil des alltäglichen Lebens und die "Uhr des jüngsten Tages" - die den Stand der Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion anzeigt - steht auf fünf vor zwölf.

      Als einer seiner früheren Kameraden ermordet wird, beginnt der heruntergekommene, aber nicht minder entschlossene maskierte Rächer Rorschach zu ermitteln und kommt einem geheimen Plan auf die Spur, demzufolge alle Superhelden verraten und getötet werden sollen. Rorschach verbündet sich daraufhin erneut mit den ehemaligen Mitgliedern der Liga, die schon in früheren Zeiten gemeinsam gegen das Verbrechen gekämpft haben - eine bunt gemischte Truppe ehemaliger Superhelden, von denen allerdings nur einer wahre Superkräfte besitzt - und erahnt allmählich, welch eine Verschwörung hinter dem Mord steckt: Ein Geheimnis, das tief in die Vergangenheit zurckführt und das katastrophale Folgen für die Zukunft haben könnte! Es ist nun ihre Mission, über die Menschheit zu wachen - doch wer wacht über die Wächter?


      Trailer:


      Kinostart Deutschland: 05.03.2009
      Deutsche DVD Fassung: 20.08.2009
      Blu-Ray: 20.08.2009


      Kritik:

      Watchmen bietet eine gut durchdachte Story, wo es im letzten Drittel einige Wendungen geben wird.
      Die eingesetzte Sounduntermalung von Nena "99 Luftballons", aber auch Simon & Garfunkel "Sounds of Silence" passen überhaupt nicht zur Szenerie, die weder 70er Flower Power noch 80er Jahre Style aufzeigt, jene Songs trotz ihrer ziemlich starken Bekanntheit gerade deswegen einen fragwürdigen Bezug hinterlassen, wie allgemein die Sounduntermalung bis auf wenige Ausnahmen auf schwachem Niveau ist.
      Überraschenderweise wird Anfangs sogar kurz Wert auf Sexploitation gesetzt, mit einer Frau die Prügel und im Ansatz eine Vergewaltigung über sich hinweg gehen lassen muss.
      Die Rückblicke sind hier nicht zu knapp ausgefallen, wo man schon genau aufpassen muss, um alles zusammenzuhalten, was aber gelingen sollte.
      Die Monologe unseres Watchmen und von Dr. Manhattan sind gelegentlich zu lang ausgefallen, Watchmens deutsche Stimme ist aber schön Düster, könnte sogar die gleiche wie bei Batman aus The Dark Knight sein.
      Der Übermensch unter den Anti-Helden ist natürlich Amerikaner und nennt sich auch Dr.Manhatten.
      Eines kann man dem Film Watchmen wirklich nicht vorwerfen, dass man nicht versucht auf die Charakter einzugehen und die Story komplett aufgeschlüsselt erzählt. Hier wird man sehr intensiv auf die Protagonisten eingehen und man nimmt sich dafür bis über die hälfte des Film mehr als 1 Stunde Zeit, trotzdem wird es nicht Langweilig, weil die Entstehungsgeschichte jedes einzelnen Antihelden interessant ist.
      Kritiken an die Menschheit und ihr vorantreiben der Atomenergie sind nicht zu überhören, der ganze Film dreht sich in Grunde genommen dann um dieses Thema, was man sonst nur aus den 80er Filmen her kennt, wird hier noch mal gekonnt aufgekocht.
      Einige appetitliche Splatterszenen gibt es zu sehen, wie eine ausführlich Bissszene in die Backe oder Hunde die symbolisch und hungrig sich um das Kadaver eines kleinen Mädchens reißen.
      Der schwarze Humor ist dosiert vorhanden, wenn Watchmen Dialoge raus haut wie "Menschen werden verhaftet, Hunde (der Mädchenmörder) werden eingeschläfert", gefolgt von einem heftigen Kopfzerteiler. Wer auf nackte Haut steht kommt kurz auf seine Kosten, mit Brust und knackigem Hintern dazu eine gesunde Portion Humor in dieser Szene, aber große Ausmaße nimmt die Freizügigkeit nicht an.
      Die Kulisse ist ein Prunkstück des Filmes, sehr schmutzig und düster im leichten Comic Look gehalten, aber auch zukunftsweisend, ich würde mal meinen der "Fallout" Fan wird sich hier apokalyptisch wohlfühlen.
      Die Kampfszenen sind nicht massig vertreten, wohl auch gut so, denn hier dominiert die inhaltlich sehr gut ausgetüftelte Story, ansonsten gibt es halt Westlingkampf und Karate, aber keine Übernatürlichkeiten, dass hier fast schon zu erwarten war, Gott sei dank stellte sich das nicht ein.

      Zum ganz großen Knaller reicht es meiner Meinung nach nicht, man hat das Gefühl, es war noch ein Tick mehr drin, es fehlt noch an dem tüpfelchen Intensität um bestens Mitfühlen zu können, was zumeist an der ganz schwachen Sounduntermalung liegt. Die Hauptdarsteller brauchten hier keine große Leistung aufzeigen, da sich diese zumeist hinter Masken oder CGI verstecken durften, bis auf die Arroganz unseres "Schlaumeierhelden", der so auch Bestens gespielt wurde, gehen die anderen Darbietungen durch die Bank in Ordnung, keine nervigen und vordergründig aufgezeigten Starallüren sind zu erkennen. Wobei die lebendige, gruselig ausschauende Maske vom "Watchmen" wirklich was hergibt. Das Ende finde ich dann ganz groß, wo man eine hohe Opferzahl die es im Film geben wird, mal nicht wie zuletzt oft zu sehen, mit Coolnis per Hirnausschaltkino übermalt, sondern hier wird stark hinterfragt und dramatisiert, einfach nur Klasse.
      Diese Comicverfilmung ist gelungen, ausgerechnet von Zack Snyder (Dawn of the Dead - Remake), der mich zuletzt mit seinen "300" ziemlich abgenervt hat, was nur schöne Bilder und Spektakel liefern sollte, dieser Watchmen wirkt aber nun nicht wie sauberer Mainstream, es gibt keine übertriebene Darstellung mit blanke und hirnlose Action, keine Schnulze und schon gar keine inhaltliche Leere wie so oft im Blockbusterkino mittlerweile zu sehen.
      Das Werk ist aber eher eine Comicverfilmung für Erwachsene, Jugendliche oder Kinder sollten lieber den guten "Transformers" oder den für jedermann bestens geeignete "The Dark Knight" bevorzugen, wobei man hier von der Kulisse her parallelen zu letzteren ziehen kann. Ein Antiheld schaut hier sogar aus wie Batman (nur etwas schmalbrüstiger). Zwar ist Humor auch vorhanden und dies sogar sehr schwarz, aber für die Jugend von Heute könnte die Charakterintensivierung schon zu lang ausfallen, mir hat's gefallen, besser als kitschiges, fades und albernes Zeug wie bei "Fantastic Four", "X-Men 1&2 + Wolverine" sowie bei der "Spiderman Trilogy" zu sehen.

      [film]7[/film]

      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert
      Dance in the Dark TOP 66 to 100 Daily Topically (Spotify)
    • Genialer Film der bald in meiner DVD Sammlung einzug findet :)

      [film]10[/film]
      Wenn man schon nicht gut aussieht, sollte man wenigstens gut riechen.
    • Guter Film, gutes Ende und im Kino fühlte man sich nicht alleine als Geek :0:

      [film]9[/film]
    • Ich stehe ja auf den ganzen Superheldenkram.
      Gerade die dreckige Stimmung die Watchmen aufbaut wurde gut in den Film transportiert und das die Superhelden auch eine menschliche Seite haben trägt sein übriges zur Faszination bei.

      Dennoch hat mich der Film nicht so ganz überzeugen können. Die Action ist gut, die Umsetzung stimmt, doch der Film hat seine Längen - stellenweise erinnert das ganze an die alten Superman Streifen wenn Dr. Manhatten seine langatmigen und eintönigen Reden hält - da hätte man durchaus die Schere ansetzen können.

      Die Story um Rohrschach ist für mich noch der spannendste Part im ganzen Film, da stimmt einfach alles.

      [film]7[/film]
      Kalt im Nachtwind schwingt er hin und her,
      Sein Genick brach am Glockenseil.
      Regen tropft auf totes Fleisch,
      Rinnt herab am Glockenseil.

      (Eisregen)
    • Ich hatte gar nicht mehr erwartet, zu künstlich erschien mir die Watchmen Welt, der Anfang ist sehr gelungen, eine andere Superhelden Galxie wie die mir bekannten.
      Eine schöne Atmosphäre lässt einen die erste Std. nicht mehr los, leider wird es dann doch etwas zu schwülstig und zu gewöhnlich.
      Nichts desto trotz ein sehr gelungener Beitrag zum Thema Helden.

      [film]8[/film]
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tom bomb ()

    • Meiner Miinung nach eine der besten Comicverfilmungen überhaupt. Superhelden, die keine Superhelden sind, und absolut vom schwarz-weiß Klischee anderer Superhelden Filme abweichen. Die düstere Athmosphäre und durchgehend miese Grundstimmung lassen mich den Film immer wieder gerne ansehen. Rorschach ist mit Abstand der beste Charakter.
    • Superhelden mal etwas anders dargestellt!

      Klasse Film [film]9[/film]
    • "Tonight a Comedian died in New York"

      Zack Snyder ist bekannt dafür seinen eigenen Kopf durchzusetzen und das zu machen was er will. Nach Dawn of the Dead (dem Remake zu dem gleichnamigen Film von 1978) und 300 einer Comicadaption von Frank Miller, beschert uns Snyder mit Watchmen nun die nächste Comicverfilmung. Doch wird auch Watchmen, wie 300 überzeugen können?

      1940 taten sich einige normale Bürger zusammen und gründeten die "Minutemen", ein Truppe von Superhelden, die für mehr Gerechtigkeit sorgen wollten. Doch sie waren nur Menschen und Menschen altern. Eine Generation später, tun sich erneut einige Bürger von New York zusammen und versuchen das Erbe der "Minutemen" fortzusetzen. So entstanden die Watchmen, doch die Mitbürger beginnen zu zweifeln und fragen sich, wer den Watchmen das Recht gibt, über andere zu urteilen und zu richten. Die Watchmen lösen sich auf. 1985 stirbt nun einer der mutigen Helden und die Frage ist, wer steckt dahinter?

      Die Story von Watchmen zusammen zu fassen grenzt an ein Wunder, da Snyder sehr viele Wendungen und Rückblicke in die Erzählung packt. Besonders zu Beginn bekommt man einige Rückblicke zu den alten "Minutemen" zu Gesicht und erfährt wie es dazu kam, dass einige Bürger die Gerechtigkeit in ihre Hände nahmen. Durch den Tod des ersten Watchmen, sieht man aber auch die Beziehungen der anderen Helden zu eben diesem Watchmen. Dies führt zu reichlich Verwirrung zu Beginn.

      Mit 3 Stunden (der Director's Cut) ist der Film zudem ein wahreres Superheldenepos, dass allerdings weniger darauf abziehlt die Glanztaten der Helden zu beschönigen, sondern er zeigt die Inakzeptanz der Mitmenschen zu den Helden. Das Unverständnis über die Watchmen. Die Laufzeit fühlt sich zwar stehts gerechtfertigt an, doch fragt man sich manchmal warum die gerade gesehene Szene nicht einfach weggelassen werden konnte.

      Die Musik von Tyler Bates passt wirklich perfekt zu dem Gezeigten, nie zu theatralisch und nie zu zurückhaltend, fühlt man sich wie im Film. Auch die Kamera tut ihr Übriges zu dem Glanzbild des Films. Die Effekte sind wahrlich gut, stehen aber nicht im Vordergrund und zudem sind die Bluteffekte alle digital entstanden, was Handmadefetischten wohl wirklich enttäuschen wird.

      Abschließend möchte ich die Schauspieler ansprechen, da in einem solchen Film, der wirklich nur durch die Handlung und die Vermittlung der Selben lebt, die Schauspieler wohl zum wichtigsten Mittel zählen dürfte. Angefanngen von Jeffrey Dean Morgan (Supernatural), welcher den Comedian spielt, über zu James Earl Haley (Nightmare Remake), die Schauspieler passen wie die Faust aufs Auge zu ihren Charakteren. Besonders der Comedian ist hier wichtig für die Story, da er das Ganze beginnt und endet. Rohrschach ist auch nicht unerheblich für die Story, da er die Watchmen dazu bringt für das Gute zu kämpfen. Man kann also sagen, dass Snyder wirklich genau die Schauspieler bekommen hat, die er sich gewünscht hat.

      Zu den Fassungen möchte ich auch noch kurz ein Wort verlieren. Watchmen ist in Deutschland nur als normale Kinofassung erschienen, was sehr schade ist, da Snyders Wunschfassung ganze 25 Minuten länger läuft als die Kinofassung. Einige Charaktererweiterungen und etwas mehr Blut sind hier enthalten. Der geneigte Fan muss dazu aber den Import aus England oder aus den USA wählen, da hier sowohl auf DVD, als auch auf Blu-Ray der Director's Cut erschienen ist. Zudem gibt es noch eine 30 Minuten längere Fassung, welche sich Ultimate Cut nennt. Hier wurden der Comicfilm "Tales of the Black Freighter" sinnvoll in den Film integriert, ob man das allerdings wirklich braucht sei dahingestellt, da der Film dadurch noch länger wird.

      Fazit: Fans von Superheldenfilmen, können durchaus einen Blick riskieren. Zu den Fassungen kann man sagen, dass die Kinofassung für den Anfang wohl das Beste sein dürfte, da sie mit 2 1/2 Stunden schon sehr lang ist. Wer noch mehr will kann ohne Bedenken zum DC greifen, da er den Film sinnvoll erweitert und einfach die perfekte Fassung darstellt. Objektiv bleibt zu sagen, dass der Film durch seine audiovisuelle Präsentation, sowie durch seine Schauspieler lebt, doch die wirre Story wird viele Filmfans abschrecken.

      Objektive Wertung: [film]6[/film] Punkten

      Subjektive Wertung (DC): [film]9[/film] Punkten
    • Boah hab ich nen Kopf, nach rund 230 Minütiger Extendet Cut Version Non Stop.
      Ich bin mit etwas zu hohen erwartungen an den Film gegangen sprich, ich erwartete mir ein Actionspektakel was ich aber nicht bekamm.Während des Filmes schraubte ich meine erwartungen dan drastisch runter was den Actiongehalt belangt und lies mich einführen in die toll erzählerische Geschichte.
      Einmal ein etwas anderer SuperHelden Streifen der aber durch seinen Handlungsstrang mich immer mehr Fesseln konnte und mich einfach mal 3/1,2 Stunden vor den Bildschirm erstarren ließ, im positiven Sinne.
      Die Helden sind alle sehr unterhaltsam und abwechslungsreich mit ihren Geschichten.Die Comicverfilmung ist eine schöne ablenkung vom geschehen und toll Gezeichnet, wobei das Comic null Handlung hatte.Vergesst alles was ihr bisher über DC Comicverfilmungen wisst, den hier bekommt man das gegenteil aufgetischt.
      [film]7[/film]

    • Wozu Deadpools Erfolg nicht alles gut ist... Warner überlegt eine nicht jugendfreie Neu-Adaption des Comics zu produzieren, diese soll „werkgetreu“ („faithful“) und in einem Animationsstil gestaltet werden der „die Comics wiedergebe“.
      Zudem mit R Rating ausgestattet, was in den USA nicht jugendfrei bedeutet.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Es wird zur Zeit die Pilotfolge der HBO-Antiheldenserie gedreht.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
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    • TV Gigant HBO (Game of Thrones) hat nun offiziell bestätigt das Damon Lindelof’s “Watchmen” zur TV Serie wird.
      So sieht der Cast aus:

      Regina King, Jeremy Irons, Don Johnson, Tim Blake Nelson, Louis Gossett Jr., Yahya Abdul-Mateen II, Adelaide Clemens, Andrew Howard, Tom Mison, Frances Fisher, Jacob Ming-Trent, Sara Vickers, Dylan Schombing, Lily Rose Smith, und Adelynn Spoon.

      Richtig gelesen, Don Johnson und Louis Gosset Jr.!

      Lindelof selbst wird das Drehbuch schreiben und als Produzent agieren, genau wie Nicole Kassell und Stephen Williams die beide zudem noch bei Episoden Regier führen werden.
      2019 schon kommt die Serie auf uns zu.
      So viele Frauen und so wenig Zeit....
      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...