Auf Augenhöhe

    • Auf Augenhöhe



      Produktionsland: Deutschland
      Produktion: Christian Becker, Oliver Nommsen, Alexandra Prochazka, Martin Richter
      Erscheinungsjahr: 2016
      Regie: Joachim Dollhopf, Evi Goldbrunner
      Drehbuch: Evi Goldbrunner, Nicole Armbruster und Joachim Dollhopf
      Kamera: Jürgen Jürges
      Schnitt: Maja Stieghorst
      Budget: ca. -
      Casting: Angi Peters
      Musik: David Ossa
      Länge: ca. 99 Minuten
      Freigabe: FSK 6

      Darsteller:

      Luis Vorbach: Michi Armbruster
      Jordan Prentice: Tom Lambrecht
      Ella Frey: Katja
      Anica Dobra: Frau Gonsalves
      Mira Bartuschek: Astrid
      Sebastian Fräsdorf: Konstantin
      Phil Laude: Chris

      Handlung:

      Heimkind Michi muss sich täglich innerhalb seiner Wohngruppe behaupten und um den Respekt der anderen Kids kämpfen. Als er die Adresse seines unbekannten Vaters findet, scheint sich seine größte Sehnsucht zu erfüllen.
      Umso stärker ist sein Entsetzen, als er erkennen muss, dass sein Vater Tom ein „Zwerg“ ist, fast kleiner als er selbst, und damit für Michi das Gegenteil von Männlichkeit und Stärke.

      Während Tom, der keine Ahnung von seiner Vaterschaft hatte, seine neue Rolle völlig fremd ist, ist für Michi sofort klar, dass er mit diesem Anti-Vater nichts zu tun haben will.
      Doch zu spät, denn er hatte ihm bereits in seinem ersten Enthusiasmus einen Brief geschrieben.

      Michi kehrt beschämt zurück in seine Wohngruppe.
      Doch als Tom dort auftaucht und die Heimkids herausfinden, dass sein Vater kleinwüchsig ist, wird Michi zur Zielscheibe von Spott und Schikane.
      In seiner Verzweiflung haut er ab.
      Sein Ausreißversuch scheitert jedoch und ihm bleibt nichts anderes mehr übrig, als zu seinem Vater zu ziehen.

      Gegen seinen Willen muss Michi sich nun mit Tom, dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und seiner Scham für ihn auseinandersetzen.
      Er versucht mit allen Kräften und Tricks zu verhindern, dass seine neue Freundin Katja und ihre Clique herausfinden, wer sein Vater ist, und verleugnet Tom vor ihnen...



      Kinostart in Deutschland: 15.09.2016
      Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 24.02.2017
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

      Mein Herz gehört nur meiner Mama und dem...
    • Auf Augenhöhe ist ein deutscher Kinofilm aus dem Jahr 2016.
      Der mehrfach preisgekrönte Kinder- und Familienfilm erzählt die tragikomische Geschichte des zehnjährigen Heimkinds Michi, der herausfindet, dass sein bislang unbekannter Vater kleinwüchsig ist.

      Auf Augenhöhe ist ein Gewinnerfilm der Initiative „Der Besondere Kinderfilm“.
      Diese Initiative der Filmbranche entstand 2013 vor dem Hintergrund, dass in Deutschland aktuell fast ausschließlich Kinderfilme produziert werden, die auf bekannten Vorlagen beruhen.
      Ziel der Initiative ist es demnach, originäre Stoffe zu ermöglichen und dadurch auch Kindern ein vielfältiges und anspruchsvolles Filmangebot zur Auswahl zu stellen.
      So viele Frauen und so wenig Zeit...

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    • Vom Cover her hätte ich mir den Film jetzt nicht angeschaut, aber weil du ihn vorgestellt hast, hab ich doch mal Blick auf den Trailer riskiert und dann doch mal angeschaut.

      Kritik:

      Die deutsche Regiearbeit merkt man den Film manchmal an, dass wird ja zumeist als negativ angesehen, wenn es zusammen gestellt und streberhaft geschönt wirkt, ist es oft genug totaler Bockmist, zumindest unter Filmfans die über den TV Krimitellerrand schauen. Das wars aber auch schon mit der negativen Seite, die Auf Augenhöhe mit Sicherheit hat, auch das Ende ist irgendwie zu positiv gekritzelt. Auf Augenhöhe hat authentische und schwer sympathische Darsteller, sowohl die Kinder als auch der Zwerg Jordan Prentice (Howard T. Duck, Brügge sehen... und sterben). Der Film weiß auch ein Erwachsenes Publikum durch sein ergreifende und im Kern ernste Handlung gut zu unterhalten. Die Mobbinggeschichte wird hart und glaubwürdig dargestellt, wenn Jungen übereinander herziehen und jemand das Opfer ist, sieht das halt so aus wie hier, da wird das Haus mit Graffiti besprüht oder es gibt Kloppe. Der Film überrascht auch mit einigen Wendungen. Auf Augenhöhe ist eben keine Komödie, wie kommen die Datenbanken da drauf den Film in diese Rubrik zu stecken? Das Thema ist ernstes Mobbing-Drama in jedem Alter und man könnte es auch auf andere Arten von körperlicher Beeinträchtigung überstreifen als wie die hier präsentierte Zwergen-Thematik. Immer wieder toll Heute ziemlich unbekannte Filme aus Deutschland zu sehen, die inhaltlich mitreissen können.

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      Filmbewertung: 1-3 Schrott 4-5 belanglos 6-7 schauen möglich 8-10 sehenswert

      Death can Dance - weekly topically (Spotify)
    • Was mich durchgehend störte war die Nachsynchronisation von Jordan Prentice, klar er ist Kanadier, aber die ist misslungen und vermieste mir so einiges.
      Ein Volltreffer als Kind ist Luis Vorbach, klasse macht er das.
      "Auf Augenhöhe" ist eigentlich genau wie man es erwartet, und das finde ich schade, viel viel Potenzial verschenkt.

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